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Geheimtipp bei der Personalsuche

Geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die bereits am Arbeitsmarkt Erfahrung gesammelt haben und maßgeschneidert auf die Bedürfnisse Ihrer Firma ausgebildet werden – das ermöglicht das BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum).

Glücklich im neuen Job dank der BBRZ-Umschulung als Rezeptionistin.
© Fotolia Glücklich im neuen Job dank der BBRZ-Umschulung als Rezeptionistin.

1.700 niederösterreichische Betriebe haben das BBRZ schon in Anspruch genommen. Trotzdem ist die Institution noch nicht bei jedermann bekannt. „Da wir die Auszubildenden direkt von den Sozialversicherungen und dem AMS zugewiesen bekommen, sind wir in der Öffentlichkeit nicht so bekannt“, erklärt Doris Kudler, Leiterin des BBRZ-Vermittlungsmanagements. „Unsere Aufgabe ist es“, so Kudler, „Menschen in einem neuen Beruf auszubilden, die aufgrund einer körperlichen oder psychischen Erkrankung sowie eines Unfalls ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Wir begleiten und unterstützen diese auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben.“ 

Wie Firmen davon profitieren können

Ein Unternehmen, das MitarbeiterInnen sucht, wendet sich an das BBRZ und gibt das genaue Anforderungsprofil bekannt. Daraufhin prüft das BBRZ, ob es geeignete KandidatInnen gibt und unterstützt Interessierte bei einer Bewerbung. Die Firma hat nun die Möglichkeit, Bewerbungsgespräche durchzuführen. Wird eine passende Person gefunden, so wird eine schriftliche Vereinbarung getroffen und der maßgeschneiderten Ausbildung im BBRZ steht nichts mehr im Weg. Michael Jari Mandl ist Betriebskontakter beim BBRZ und informiert über den Ablauf: „Neben der theoretischen Ausbildung bei uns sammeln die KandidatInnen weiterhin Praxiserfahrung in ihrer zukünftigen Firma. Wir gehen bei der Ausbildung stark auf die Bedürfnisse der Unternehmen ein und schulen die Personen in den notwenigen Kompetenzen. Ziel nach der Ausbildung ist eine Festanstellung der Ausgebildeten in ihrem neu erlernten Beruf.“

Doris Kudler, Leiterin des BBRZ-Vermittlungsmanagements
© christian-novak.at Doris Kudler, Leiterin des BBRZ-Vermittlungsmanagements




„Wir begleiten und unterstützen Menschen auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben.“

Michael Jari Mandl, BBRZ-Betriebskontakter
© christian-novak.at Michael Jari Mandl, BBRZ-Betriebskontakter




„Aktuell absolvieren 750 KandidatInnen in NÖ, Wien und dem Burgenland unsere Ausbildungsprogramme.“

Welche Berufe ausgebildet werden

Ausgebildet werden verschiedene Berufe mit unterschiedlichen Qualifizierungen: Von RezeptionistInnen über WebprogrammiererInnen bis hin zu ElektrikerInnen ist alles vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf kaufmännischen und technischen Ausbildungen sowie im IT Bereich. „Aktuell absolvieren gerade 750 KandidatInnen in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland unsere Ausbildungsprogramme“, erzählt Mandl.

Vorteile für Betriebe liegen auf der Hand

Die Vorteile, auf diesem Weg geeignete MitarbeiterInnen zu finden, liegen auf der Hand, meint Michael Jari Mandl: „Der Betrieb kann die Ausbildung der KandidatInnen entsprechend dem eigenen Bedarf mitgestalten und Zusatzqualifikationen definieren. Nach der Lehrabschlussprüfung übernimmt die Firma den Kandidaten im Regelfall in ein reguläres Dienstverhältnis. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Der Unternehmer trägt in der Ausbildungszeit keine Kurs- und Personalkosten. Das BBRZ tritt während des Praktikums als Dienstgeber und Lehrberechtigter auf.“ 

Eine Ausbildung, die den Talenten und Fähigkeiten der KandidatInnen entspricht, ist dem BBRZ wichtig.
© Fotolia Eine Ausbildung, die den Talenten und Fähigkeiten der KandidatInnen entspricht, ist dem BBRZ wichtig.

Hemmschwelle beseitigen

Einen Menschen aufzunehmen, der sich in einer beruflichen Reha befindet, kann für Unternehmer eine Hemmschwelle sein. „Die Firma geht de facto nur ein Risiko ein, nämlich, dass es am Ende nicht passt. Warum jemand im Erwerbsleben gescheitert ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich“, sagt Doris Kudler. „Der Grund kann eine Allergie bei einer Friseurin sein, ein Unfall bei einem Handwerker oder eine psychische Beeinträchtigung in Folge eines Burnouts.“

BBRZ – Kooperationspartner der Wirtschaft

Obwohl das BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum) keine kleine Institution ist, ist es bei vielen Firmen, die Arbeitskräfte suchen, noch immer ein Geheimtipp. Das BBRZ ist österreichweit vertreten und hat in Niederösterreich Niederlassungen in Wiener Neustadt und St. Pölten. „Wir wenden uns an die Wirtschaft als unseren Kooperationspartner. In Frage kommen Unternehmen aller Größenordnungen. Selbst ein Ein-Personen-Unternehmen, das zukünftig eine Assistentin einstellen möchte, ist uns willkommen“, bekräftigt Doris Kudler. 


Erwin Pfeiffer, Leiter Facility Services, Brantner Österreich GmbH, Krems
© Manfred Schuster Erwin Pfeiffer, Leiter Facility Services, Brantner Österreich GmbH, Krems

„Die Firma Brantner hat zwei Mitarbeiter aufgenommen, die vom BBRZ eine Umschulung erhalten haben: Einen IT-Techniker, der sich zurzeit noch in Ausbildung befindet und am 1. April seine Karriere im Unternehmen startet, sowie eine junge Dame, die aus der Gastronomie kommt und aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung zur Buchhalterin absolvierte. Die junge Dame ist seit Mai 2016 bei der Firma Brantner beschäftigt und bereichert seitdem mein Team. Da meine Mitarbeiterin sehr selbstständig agiert und sich die Arbeit im Unternehmen und die Schulausbildung gut eingeteilt hat, hat alles sehr reibungslos funktioniert. Das BBRZ hat persönlich nachgefragt und Unterstützung angeboten. Ich habe sehr positive Erfahrungen mit meiner Mitarbeiterin und dem BBRZ gemacht.“


„Wir, die OptimaMed – ein Unternehmen der SeneCura Gruppe –betreiben Rehabilitationszentren, Dialysezentren und Physikalische Institute in Österreich. Unser Standort in Wr. Neustadt besteht erst seit Juni 2017 und bietet ambulante Rehabilitationsverfahren für Patienten auf Krankenschein.  Nach unserer Eröffnung kamen einige Bewerber vom BBRZ vorstellen. Eine 42-jährige Dame, die zuvor 20 Jahre als Vorstandsassistentin in einer Bank tätig war, absolvierte bei uns ein Praktikum. Danach unterzeichneten wir mit gutem Gefühl die BBRZ-Vereinbarung und brachten uns auch bei ihrer Ausbildung mit ein. Mittlerweile wurde sie von der OptimaMed in ein fixes Dienstverhältnis übernommen und arbeitet in der Verwaltung und Rezeption. Mit unserem BBRZ-Betreuer stehe ich laufend in Kontakt und informiere ihn über freie Stellen im Unternehmen.“

Maria Payer, Kaufmännische Direktorin, OptimaMed BetriebsGmbH, Wr. Neustadt
© Helmut Rasinger Maria Payer, Kaufmännische Direktorin, OptimaMed BetriebsGmbH, Wr. Neustadt

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