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Wirtschafts-Dynamik im Baltikum

Robuste Konjunktur und solide Finanzen zeichnen die drei baltischen Staaten aus. Und obwohl deren BIP an jenes von Nieder­österreich nicht heranreicht, gibt es durchaus gute Marktchancen.

 
Baltikum
© Fotolia

Kontinuierliches Wirtschaftswachstum, interessante Investitionsprojekte und steigende Konsumausgaben prägen derzeit das Wirtschaftsleben der drei baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen. Innerhalb der Eurozone gehören die drei baltischen Märkte zu den dynamischsten Volkswirtschaften mit dem höchsten Wachstum und der besten öffentlichen Haushaltslage. Alle drei Staaten liegen unter den Maastricht-Verschuldungsgrenzen von 60 Prozent, wobei Estland mit 9,6 Prozent am besten dasteht. Zum Vergleich: Lettland (37,9 Prozent), Litauen (41,3 Prozent), Österreich (85,5 Prozent).

Vor allem durch den privaten Konsum als Wachstumstreiber ergeben sich im Lebensmittel- und Konsumgüterbereich zunehmend Marktchancen, die beispielsweise von heimischen Weinerzeugern, Säfte- und Süßwaren-Herstellern genutzt werden könnten.

Kleinere Projekte als Chance für NÖ-KMU

„‘Skandinavische Werte‘ wie Genauigkeit, Pünktlichkeit, Professionalität wie gute Vorbereitung oder sachliche Gesprächsführung und Qualität haben im Geschäftsleben auch im Baltikum ihren Stellenwert“, erklärt Ingrid Valentini-Wanka. Als österreichische Wirtschaftsdelegierte ist sie seit Mitte Jänner in Riga tätig und unterstützt die Geschäfts­interessen österreichischer Unternehmen in allen drei baltischen Republiken. Valentini-Wanka: „Gerade aufgrund relativ kleiner Projekte sind die großen internationalen Player oft nicht präsent. Das verbessert die Chancen für österreichische Mittelbetriebe.“

Zu den wichtigsten Export­produkten heimischer Unternehmen zählen Maschinen und mechanische Geräte, Pharmazeutika, elektrische/elektrotechnische Waren sowie Fahrzeuge. Beispielsweise realisierte Doka im estnischen Tartu ein sehr erfolgreiches Projekt, eine Brücke, die im schlammigen Flussboden ohne traditionelles Stützsystem auskommt. 

Doka, Novomatic und Polytechnik als Export-Pioniere

Die in Gumpoldskirchen ansässige Novomatic ist in allen drei baltischen Staaten präsent und betreibt gemeinsam mit dem lettischen Marktführer ‚Alfor Group‘ im Glückspielbereich ein Joint Venture in der Nähe von Riga.

Und die Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik aus Weissenbach vertreibt – über ihre lettische Vertretung Tauners – Kesselanlagen für Co-Generations-Kraftwerke und Biomasse-Kraftwerke im gesamten Baltikum. So schlossen sie mehr als 16 Kraftwerks-Projekte mit erneuerbarer Energie in Estland, Lettland und Litauen ab.

„Österreichische Firmen sollten politische Themen, besonders solche mit russischen Hintergrund, möglichst vermeiden. Gleichzeitig ist es aber für viele baltische Geschäftspartner kein Problem, wenn ihr Land als Sprungbrett auf den russischen Markt betrachtet wird“, meint die neue Wirtschaftsdelegierte Valentini-Wanka. „Insofern können Informationsmaterialien in Russisch oft gute Zwecke leisten, man sollte sich aber vorab versichern, ob dies wirklich gewünscht beziehungsweise geschäftsförderlich ist. Die jüngere Generation unter 35 spricht durchaus gut Englisch.“

Baltikum
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