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Export: Wie wäre es mit Australien und Fernost?

Die potenziellen Exportmärkte Australien, Indonesien, Südkorea und Vietnam im Portrait.

© Fotolia

Australien

Die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen verlief während des letzten Jahrzehnts sehr erfreulich. Die österreichischen Exporte wuchsen in diesem Zeitraum in meist zweistelliger Größenordnung. Auch bei den Einfuhren waren über die letzten Jahre regelmäßig Zunahmen zu verzeichnen. Unterbrochen wurde diese Entwicklung nur durch einen deutlichen Rückgang der österreichischen Ausfuhren in unmittelbarer Folge der weltweiten Finanzkrise.
Während die österreichischen Exporte 2015 einen leichten Rückgang verzeichneten, zeichnete sich für 2016 ein stark positiver Trend und in Summe ein Rekord-ergebnis ab. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die heimischen Exporte nach Downunder um 36,5% auf EUR 1,039 Mrd.; auch die österreichischen Importe aus Australien konnten mit über 51,2% deutlich zulegen, sind aber mit EUR 137,7 Mio. weiterhin überschaubar und sehr bodenschätzelastig.

Seit 2016 ist Australien für Österreichs die viertwichtigste Übersee-Exportdestination nach den USA, China und Japan. Pro-Kopf sind die Australier bei weitem die wichtigsten Überseekunden der österreichischen Exportwirtschaft.

Unter den großen Ausfuhrkategorien haben 2016 besonders die Zugmaschinen- und Kraftfahrzeugexporte mit 151,7%, Zucker und Zuckersirup mit 129,2%, die Molkereierzeugnisse mit 118,2%, die Maschinenbauerzeugnisse mit 46,9% und die elektrischen Maschinen mit 40,8% stark zugelegt.

Zurzeit sind ca. 110 österreichische Unternehmen mit Vertriebsniederlassungen, Repräsentanzen und - in Ausnahmefällen - Produktionsstätten in Australien direkt vertreten. Etwa 850 österreichische Unternehmen unterhalten regelmäßige Geschäftskontakte.

Der Gesamtwert der Direktinvestitionen österreichischer Unternehmen in Australien wird auf ca. € 1,9 Mrd. geschätzt. Insgesamt beschäftigen die heimischen Niederlassungen in Australien etwa 10.000 Personen.

Aus der Region Fernost informieren wir Sie über drei ausgewählte Märkte:

Indonesien

Auch im Jahr 2016 waren die österreichischen Exporte nach Indonesien wieder stark von elektrischen und mechanischen Maschinen und Geräten (EUR 75,6 Mio. bzw. 65,1 Mio.) dominiert. Insgesamt stellt diese Produktgruppe traditionell den Hauptanteil (über 50 %) aller österreichischen Ausfuhren dar, wodurch auch die größten absoluten Exportzuwächse bei diesen Warengruppen zu beobachten waren (+9,7 % bzw. +47,9 %).

Einen sehr wichtigen Teilbereich des geschäftlichen Engagements österreichischer Firmen in Indonesien stellt traditionell das Projektgeschäft dar. Hier bestehen weiterhin gute Chancen beim Ausbau der indonesischen Verkehrsinfrastruktur sowie im Elektrizitäts- und Umweltsektor. Gleichfalls gibt es etwa im Gesundheitssektor großen Nachholbedarf, was hochwertige medizinische Geräte und Einrichtungen anbelangt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Unterstützung von Projektfinanzierungen durch die Österreichische Kontrollbank möglich.

Neben den genannten Sektoren bestehen Marktchancen für österreichische Produkte und Dienstleistungen im Maschinenexport (Kunststoff-, Metallbearbeitungs- und Nahrungsmittelmaschinen) und im indonesischen Konsumgütersektor.

Südkorea

Korea ist mit Warenlieferungen von € 851 Mio. einer der wichtigsten Exportmärkte und Handelspartner in Asien und gerade wegen seiner Hitech-Firmen ein ausgezeichneter Technologiepartner für österreichische Firmen.
Neben den für Korea klassischen Feldern wie Automobil-, Elektronikindustrie, sowie Zulieferungen für Kraftwerks- und Maschinenbauer und die Schiffsbauindustrie sehen die Experten des AußenwirtschaftsCenters Seoul besondere gute Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Nischen- und Qualitätsanbieter in den Bereichen Erneuerbare Energien/ Umwelttechnologien, Smart Factory, neue Verkehrslösungen (selbstfahrende Autos, Sharing Modelle etc.) sowie innovative Bautechnologien. Der Sicherheitsaspekt in allen Lebensbereichen gewinnt in Korea auch zunehmend an Bedeutung. Dies eröffnet österreichischen Zulieferern in Bereichen wie z.B. Labor- und Analysetechnik, Prüf- oder Messtechnik sowie hochwertige Materialien neue Geschäftschancen.

Vietnam

Die österreichischen Exporte nach Vietnam haben im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte enorm zugenommen. Innerhalb von 10 Jahren haben sie sich verfünffacht, über die letzten 20 Jahre gerechnet sogar verzwanzigfacht. 2015 erreichten die österreichischen Warenlieferungen mit einem Wert von € 177,3 Mio. einen neuen Allzeitrekord. Für diesen Erfolg ist vor allem die aktive Markterschließung österreichischer Projektfirmen, Anlagenbauer und Maschinenlieferanten verantwortlich, insbesondere bei öffentlichen Aufträgen in den Bereichen Spitalsausrüstung, Sicherheit und Umwelt.  

Geschäftschancen für österreichische Unternehmen bestehen insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Gesundheitswesen, Maschinen- und Anlagenbau, Stahl- und Papiersektor, Kunststoffproduktion sowie chemische und Pharmaindustrie. Schließlich bietet auch die langsam aber stetig immer größer werdende Mittelschicht zunehmende Chancen im hochwertigen Konsumgüterbereich.

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