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Mit AQUA gegen den Fachkräftemangel

Das AMS NÖ forciert die Ausbildung von Jobsuchenden direkt im Unternehmen. Dafür wird das Schulungsmodell AQUA (steht für arbeitsplatznahe Qualifizierung) verstärkt ausgebaut.

V.l.: Sven  Hergovich, Sonja Zwazl, Martina Mick, Karin Vogel und Markus Wieser.
© AMS NÖ/ Kreiner V.l.: Sven Hergovich, Sonja Zwazl, Martina Mick, Karin Vogel und Markus Wieser.

Wie funktioniert es? Um Jobsuchenden eine praxisnahe Ausbildung bis hin zum Lehrabschluss zu ermöglichen, werden diese für einen konkreten Arbeitsplatz in einem NÖ Unternehmen geschult. Die Kosten teilen sich Ausbildungsbetrieb und AMS. „Bis zu 600 zusätzliche Fachkräfte wollen wir bis 2020 über diesen Weg ausbilden“, lautet das Ziel von AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich.

Das AMS hat niederösterreichweit eigene Beratungs- und Betreuungseinrichtungen etabliert, um den Schulungserfolg für beide Seiten – Unternehmen wie Jobsuchende – sicher zu stellen. Das Modell ermöglicht arbeitslos gemeldeten Personen, eine Ausbildung in einem nachgefragten Bereich sowohl in einer externen Bildungseinrichtung als auch praxisnah in einem Betrieb zu absolvieren. Die Kosten teilen sich AMS und Ausbildungsunternehmen.

"Wir sorgen für die Existenzsicherung der TeilnehmerInnen während der Ausbildung. Der Betrieb, von dem wir erwarten, dass er anschließend den/die TeilnehmerIn in ein Dienstverhältnis übernimmt, finanziert die Qualifizierung“, erklärt Hergovich. Die Ausbildung selbst muss mindestens 13 Wochen dauern. Sogar die Lehrabschlussprüfung kann im Rahmen von AQUA absolviert werden. Hier ist die Dauer auf die Hälfte der regulären Lehrzeit begrenzt.

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl begrüßt es, dass die Nachfrage den Ausbildungsweg bestimmt: „AQUA fördert punktgenau jene Ausbildung, die in einem konkreten Betrieb gebraucht wird. Und das wiederum heißt: Doppelte Hilfe – für Unternehmen wie für Arbeitslose.“ AQUA zeige einmal mehr, dass in Nieder
österreich die Sozialpartnerschaft hervorragend funktioniere, meint AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Ihm ist die Höherqualifizierung im zweiten Bildungsweg ein besonderes Anliegen. „Weil das der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist. Eine abgeschlossene Berufsausbildung bringt ein besseres Einkommen und stärkt das Selbstbewusstsein.“

Die bisherigen Erfolge –  85 Prozent der bisherigen AQUA AbsolventInnen in NÖ stehen spätestens ein Jahr nach der Ausbildung im Berufsleben – haben das AMS dazu bewogen, die Initiative auszubauen. Die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten ist praktisch unbegrenzt. Von der Pflege – über die Restaurantfachkraft bis zum/zur KlimatechnikerIn ist vieles möglich. Eine, die dieser Tage ihre Ausbildung im Kosmetikbetrieb Vogel und Töchter in Stockerau beginnt ist Martina Mick, für die sich damit ein langgehegter Berufswunsch erfüllt.

Firmenchefin Karin Vogel freut das: „Es war mir immer schon ein Anliegen, Menschen, egal welchen Alters, eine Chance zu geben.“ Es sei wichtig, Menschen etwas lernen zu lassen, wofür sie sich interessieren, damit sie ihre Berufung zum Beruf machen können.

www.ams.at/noe

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