th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Zweite aktuelle Studie zu Wohnbauprojekten in Niederösterreich und Wien

Der WKÖ-Fachverband Immobilien und EXPLOREAL informierten über Neubausituation in Niederösterreich und zogen einen Vergleich zu Wien.

GruppenbildAlle Präsentatoren der Studie
© Tanja Wagner

V.l.: Bernd Rießland, Verbandsobmann Österreichischer Verband Gemeinnütziger Bauvereinigungen, Obmann des Fachverbandes der Immobilien– und Vermögenstreuhänder Georg Edlauer, Fachgruppenobmann der Immobilien– und Vermögenstreuhänder NÖ Johannes Wild, Fachgruppenobmann der Immobilien– und Vermögenstreuhänder Wien Michael Pisecky, Matthias Grosse (Exploreal) und Alexander Bosak (Exploreal)


Die aktuelle Studie „Wohnbauprojekte in der Pipeline“ zur Wohnsituation in Niederösterreich
präsentierten heute, Dienstag, der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
in Zusammenarbeit mit EXPLOREAL im Seminarzentrum Schwaighof in St. Pölten. „Diese
Studie ist bereits die 2. Auflage unserer umfassenden Aufbereitung der Wohnbausituation in
Niederösterreich“, meint Georg Edlauer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien– und
Vermögenstreuhänder zum Auftakt der Pressekonferenz in seiner Heimatstadt.
Nach der ersten Studie über die Wohnbauprojekte in Wien, im November 2019, folgte im
Frühjahr 2020 die umfassende Darstellung der Situation in Niederösterreich, der jetzt eine
Aktualisierung folgt. In dieser wird – wie auch in der vorangegangenen – nicht nur die
Wohnbauleistung in Niederösterreich dargestellt, sondern auch ein Vergleich gegenüber Wien
gezogen. Georg Edlauer: „Prinzipiell kann man sagen, dass die Projekte von der Anzahl der
Wohneinheiten deutlich kleiner sind, mehr Wohnfläche und PKW-Stellplätze aufweisen und
die Wohnungen über einen sehr hohen Freiflächenanteil verfügen.“
Neben Niederösterreich wurde bisher auch die Situation in Wien, im Burgenland,
Oberösterreich und der Steiermark eingehend erfasst. „Die übrigen Bundesländer werden in
den kommenden Monaten vom WKÖ-Fachverband Immobilien und EXPLOREAL präsentiert“,
so Georg Edlauer: „Die Darstellung der Bautätigkeit für Wohnbauten in den jeweiligen
Bundesländern hat sich nämlich für die Bauträger in Österreich als wichtiges Tool
herausgestellt, um eine Übersicht über die Wohnbauprojekte in ihrer Region zu bekommen.
Damit haben sie eine detaillierte Zusammenfassung des Status Quo.“ „Damit lassen sich die
Unterschiede verdeutlichen und wir können auch den Wohnungssuchenden nützliche
Informationen geben“, so Georg Edlauer.


Mehr Platz in Niederösterreich

„Das Update erschien uns insofern wichtig, da sich im vergangenen Jahr auf den
Immobilienmarkt sehr viel bewegt hat“, erklärt Johannes Wild, Fachgruppenobmann der
Immobilien- und Vermögenstreuhänder Niederösterreich: „Die Nachfrage nach Wohnraum
außerhalb von Wien und auch in den weiter entfernten Regionen unseres Bundeslandes hat
Corona bedingt stark angezogen.“
Die starke Nachfrage beruht auf drei Aspekten, die Niederösterreich, beziehungsweise seine
Wohnbaute, zu bieten haben. Johannes Wild: „Es ist vor allem der Wunsch nach mehr
Freiflächen, grüner Umgebung und mehr Wohnfläche.“ Ein Blick auf die Studie zeigt, dass
durchschnittlich 79,5 Quadratmeter Wohnnutzfläche in Niederösterreich, lediglich 64,2
Quadratmeter in Wien gegenüberstehen. Auch bei den Freiflächen gibt es Unterschiede,
wenn sie auch nicht so ausgeprägt sind, wie bei der Wohnfläche. 97 Prozent der derzeit
errichteten Wohneinheiten besitzen eine Freifläche, wie Loggia, Balkon, Terrasse oder
Garten, und das, obwohl die Projekte selbst in einem „grünen“ Umfeld stehen und sich die
Natur oftmals faktisch vor der Haustüre befindet. In Wien besitzen „nur“ 91 Prozent der
Wohnungen eine Freifläche. „Das ist zwar weniger als in Niederösterreich, für eine Großstadt
ist dieser Prozentsatz allerdings äußerst bemerkenswert“, so Michael Pisecky, Obmann der
Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.
Auch die Freiflächen sind etwas größer in Niederösterreich: Durchschnittlich 11,5
Quadratmeter stehen 8,9 Quadratmeter in Wien gegenüber. Und für den PKW ist im größten
Bundesland doppelt so viel Platz: 1,63 PKW-Stellplätze sind durchschnittlich pro Wohneinheit
geplant (Wien 0,80).


Weniger Wohneinheiten pro Projekt


In Niederösterreich werden auch weitaus weniger Wohneinheiten pro Projekt errichtet als in
Wien. Im Durchschnitt sind es 25 Wohnungen, während es in Wien 60 sind. Es zeigt sich aber
auch, dass Niederösterreich das Land der Familien ist. 35 Prozent der Wohnbauten haben 4
Zimmer und mehr, immerhin 36 besitzen drei Zimmer. „Dies steht in einem eklatanten
Unterschied zu Wien, wo 53 Prozent der errichteten Wohneinheiten 1 bis 2 Zimmer
Wohnungen sind“, so Michael Pisecky. Dies ist vor allem dem hohen Prozentsatz an Ein- und
Zweipersonenhaushalten in der Bundeshauptstadt geschuldet, aber auch dem hohen Wiener
Quadratmeterpreis, weshalb kleinere Wohnungen errichtet werden, damit sie leistbar
bleiben.
Geringere Grundpreise durch die Widmungskategorie geförderter Wohnbau lassen für
zukünftige Projektentwicklungen niedrigere Grundpreise erwarten was das
Verwertungsrisiko für gewerbliche und gemeinnützige Bauträger senken sollte, ergänzt Bernd
Rießland.


Abnehmende Bautätigkeit


Das Jahr 2020 kann als Rekordjahr bezüglich der Fertigstellungen bezeichnet werden“,
erklärt Alexander Bosak, Mitbegründer und Geschäftsführer von EXPLOREAL: „Auch das Jahr
2021 wird ähnlich wie 2019 wieder ein starkes Jahr werden. Diese Entwicklung zeichnet sich
ab, da wir bei unseren Recherchen nicht nur den Status Quo feststellen, sondern immer auch
in die Zukunft blicken.“ Im letzten Jahr war in Niederösterreich im Jahresvergleich mit 7.900
Wohneinheiten die höchste Neubauleistung zu verzeichnen.
Im Jahr 2021 werden ähnlich wie im Jahr 2019 rund 6.200 fertiggestellt. Was in
Niederösterreich noch im Vergleich zur letzten Auswertung auffällt, ist, dass sich der Anteil
von den gemeinnützigen von 64 auf 58% verringert hat. Dies ist auf die zunehmende
Investitionstätigkeit in Niederösterreich zurückzuführen ist. Dies ist auch in der Zunahme
des Segments freifinanzierte Mieten ablesbar.
2022 zeichnet sich ein Rückgang der Wohnbauleistung ab um mehr als die Hälfte als 2020. In
Wien hingegen wird laut EXPLOREAL 2022 die höchste Bauleistung erwartet. Michael Pisecky:
„2020 und 2021 hatten wir in Wien Rekordfertigstellungen, und wir sehen am Markt, dass der
Bedarf bereits gesättigt ist und derzeit das Angebot stärker steigt als die Nachfrage. Damit
kommt es zu einem Druck auf die Mieten in Wien, vor allem in den Flächenbezirke, wo viel
gebaut wurde.“
Für Wien fügt Bernd Rießland hinzu dass 2021 und auch 2022 mit einer weiteren Zunahme
der Fertigstellungen zu rechnen ist. Dies sollte zumindest teilweise die Schließung der
bestehenden Angebotslücke ermöglichen. Die Bevölkerungszunahme in Wien liegt aber trotz
einem Rückgang im europäischen Vergleich gemeinsam mit Berlin immer noch an der Spitze.
Speziell im Sektor leistbarer Wohnungen ist daher weiterhin mit großer Nachfrage zu
rechnen.


Wer baut in Niederösterreich?


Bei den Aktivitäten der gewerblichen und gemeinnützigen Bauträger gibt es einen auffälligen
Unterschied zwischen den beiden Bundesländern. Während in Wien die gewerblichen
Bauträger dominieren, sind es in Niederösterreich die Gemeinnützigen. Dazu Bernd
Rießland, Verband Gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV): „In Niederösterreich werden 58
Prozent der Projekte von gemeinnützigen Bauträgern errichtet, während es in Wien 32
Prozent sind.“ Weiters gibt es auch regionale Unterschiede bei der Bautätigkeit in
Niederösterreich. „Je näher zu Wien und in den regionalen Ballungsräumen, desto höher ist
der Anteil der gewerblichen Bauträger, während in den ländlichen Regionen wieder die
gemeinnützigen die Nachfrage nach Wohnraum abdecken“, analysiert Bernd Rießland. Ein
überproportionaler Anteil der gewerblichen Bauträger ist - im Verhältnis zur
Gesamtverteilung - daher in den Bezirken Mödling, St. Pölten/Stadt, Korneuburg, Tulln,
Baden und Krems festzustellen.


Über 1.000 Projekte in Niederösterreich ausgewertet


Um ein typisches Neubau-Bauträgerprojekt zu charakterisieren, wurden von EXPLOREAL über
1.700 Projekte in Niederösterreich mit über 42.000 Wohneinheiten ausgewertet. „Für uns ist
es nicht nur als Interessenvertreter eine interessante Abbildung der Ist-Situation, wir können
auch unseren Kundinnen und Kunden damit exakt über derzeitige Bauaktivitäten
informieren“, erklärt Johannes Wild, Geschäftsführender Obmann Fachgruppe der
Immobilien- und Vermögenstreuhänder Niederösterreich.


Das könnte Sie auch interessieren

Informieren Sie sich rechtzeitig über die neue Gehaltsordnung im Handel und holen Sie sich Tipps bei den Experten der WKNÖ

Kollektivvertrag Handel NEU

Neues Gehaltssystem Handelsangestellte: Ab 1.1.2022 verliert die Gehaltsordnung Alt ihre Gültigkeit. Kompakt stellen wir hier die notwendigen Schritte vor. mehr

Porträtfotos

Große Vorfreude bei NÖ Tourismus- und Freizeitwirtschaft

„Muss in unser aller Interesse liegen, die Vorgaben einzuhalten“, betont Spartenobmann Mario Pulker. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker: „Schön, dass unsere Tourismusbetriebe wieder zeigen können, wie gastfreundlich Niederösterreich ist.“  mehr