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ZKW setzt in Zeiten der Krise auf Eigeninitiative

Bright Lights – Bright Minds: Der Spezialist für Lichtsysteme produziert Schutzmasken und Desinfektionsmittel für seine Mitarbeiter selbst.

Maske wird an der Nähmaschine produziert.
© ZKW Group Um genügend Mund-Nasen-Schutz für die Mitarbeiter zu haben, produziert ZKW sie selbst.

„36,7 Grad, alles bestens", sagt der Mann mit dem Fieberthermometer am Haupteingang des ZKW-Werks in Wieselburg und nickt seinem Kollegen zu. „Du kannst rein". Seitdem der Corona-Virus auch die niederösterreichische Wirtschaft in Atem hält, hat der Spezialist für innovative Premium-Lichtsysteme und Elektronik weitreichende Maßnahmen zum Schutz seiner Mitarbeiter ergriffen. Temperaturkontrolle vor den Eingängen, abgetrennte Arbeitsplätze und Schutzmasken sowie Desinfektionsmittel werden in Eigenregie produziert.

Mitarbeiterinnen nähen Masken zu Hause

„Seit dem 6. April ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Betreten des Werksgeländes vorgeschrieben", sagt Stefan Hauptmann, Standortleiter der ZKW Lichtsysteme Wieselburg. Doch die Schutzmasken sind Mangelware. Also hat ZKW selbst die Initiative ergriffen. Mit einer Umfrage unter der Belegschaft konnten zehn Mitarbeiterinnen ausfindig gemacht werden, die nähen können. „Sie erhalten vom Werk die in Arbeitspaketen vorbereiteten Materialien, wie Baumwollstoff, Gummibänder, Nähfaden, Nähmaschinennadeln sowie eine Anleitung und stellen die Masken in Heimarbeit her. Anschließend werden die fertigen Masken verpackt, in die Firma gebracht und an die Belegschaft verteilt", erklärt Hauptmann das Prozedere.

„Bisher haben wir an die 5.000 Masken produziert – in Tranchen. So, dass jeder Mitarbeiter zwei bis drei zum Wechseln hat. Sie können gewaschen und wiederverwendet werden. Nicht nur Schutzmasken, sondern auch Desinfektionsmittel sind in vielen Betrieben Mangelware. ZKW hat auch für diesen Engpass nach einer raschen Lösung gesucht und hier auf regionale Kooperation gesetzt. „Ein Mitarbeiter hatte die Idee, bei der Brauerei Wieselburg nachzufragen, die überschüssigen Alkohol bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier gewinnt. Daraus stellt uns die Meridian-Apotheke Desinfektionsmittel für unsere Unternehmer her. Bisher konnten wir rund 180 Liter produzieren", nennt Hauptmann die Zahlen.

Corona-Task-Force

Profitiert und gelernt hat das ZKW in Wieselburg auch von den Erfahrungen des Partnerwerks in China. „Und wir haben eine Task Force eingerichtet, die laufend an Verbesserungen der Schutzmaßnahmen arbeiten. So wird die manuelle Temperaturmessung an den Eingangsbereichen bald von einem Thermoscan-Kamera-System abgelöst", erklärt Hauptmann. Wann das Wieselburger Werk seine Produktion wieder auf normales Niveau hochfahren kann, hängt davon ab, wie sich die Lage in der Automobilindustrie entwickelt. „In China normalisiert sich die Wirtschaft langsam, mal sehen, wann Europa nachzieht."

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