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Wieder auf Reisen gehen

Sabine Riedl, Sprecherin der Reisebüros in der Wirtschaftskammer NÖ, über die aktuelle Situation der Branche, die Reiselust der Niederösterreicher und wie der heurige Sommer zu einem sicheren und unbeschwerten Erlebnis werden kann. 

Sabine Riedl, Sprecherin der Reisebüros
© David Schreiber Sabine Riedl, Sprecherin der Reisebüros

Corona war und ist für die Reisebranche eine große Herausforderung. Wie ist die aktuelle Situation?

Sabine Riedl: Die Reisebranche ist vorigen März praktisch zum Erliegen gekommen. Von Juli bis September gab es dann vereinzelt Buchungen. Doch der Umsatzausfall lag bei mindestens 95 Prozent. Aktuell sieht es so aus, dass es vereinzelt Kunden gibt, die nach Dubai, Namibia, auf die Seychellen, oder auf die Malediven fliegen. Wir hoffen aber auf den Sommer. 

Ist bei den Menschen Reiselust zu spüren, wird wieder verstärkt gebucht?
Unsere Kunden wollen reisen, sind im Moment aber aufgrund der noch immer geltenden Quarantäneregelung bei der Ankunft in Österreich verunsichert. Urlaub am Meer und in Österreich stehen derzeit im Fokus des Interesses.

Ist Reisen möglich und sicher?
Reisen ist mit unter den vorgegebenen Auflagen möglich und auch aufgrund der Hygienekonzepte der Fluglinien und Hotels im In- und Ausland sicher. Der von der Regierung und unserer Branche angestrebte grüne Pass wird eine große Erleichterung beim Reisen bringen.
 
Worauf müssen Reisebüros und Kunden achten, damit die Reise ein schönes und unbeschwertes Erlebnis wird? 
Ich rate jedem, unbedingt eine Pauschalreise zu buchen, am Besten mit einer Flexgarantie. Das bedeutet, ab einem Betrag von 29 Euro pro Buchung kann bis 14 Tage vor Abreise kostenlos umgebucht oder storniert werden. Auch die Reiseversicherungen bieten mittlerweile für jene einen Schutz, die vor Abreise an Corona erkranken. Im Reisebüro wird der Kunde immer auf die aktuellsten Ein- und Ausreisebestimmungen hingewiesen. 

Was sind die beliebtesten Destinationen 2021?
Griechenland, Österreich, Spanien, Kroatien, Italien, Dubai und die Seychellen stehen hoch im Kurs.

Was sind die Botschaften der Branche an die Politik?

Wir müssen weg von einer weltweiten, generellen Reisewarnung und der bestehenden Quarantäneregelung bei der Einreise nach Österreich, hin zu einer Einreisebestimmung mit Ländern derselben oder geringerer Inzidenz wie Österreich.


Norbert Brunner: Sprecher der NÖ Reisebusbetriebe:

"Räder müssen wieder rollen"
Norbert Brunner, Sprecher NÖ Reisebusbetriebe:
© David Schreiber Norbert Brunner, Sprecher NÖ Reisebusbetriebe

Seit einem Jahr stehen in der Busreise-Branche nun schon die Räder still. Keine Umsätze, kaum Anfragen und Buchungen – es herrscht große Unsicherheit und unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Mit der Aussicht auf Öffnung am 19. Mai erscheint auch für die Reisebus-Branche endlich Licht am Ende des Tunnels. Denn mit der Öffnung von Gastro, Kulturbetrieben und Museen werden bei den Menschen Busreisen wieder zum Thema. 

Sollte es bei der Öffnung für einige touristische Branchen am 19. Mai bleiben, rollen ab diesem Zeitpunkt – nach derzeitigem Stand – auch unsere Räder endlich wieder. Die vereinzelten Anfragen, die wir im Moment erhalten, sind hauptsächlich Tagesausflüge in der Region und  Mehrtagesfahrten im Inland.
Die Vorlaufzeiten für Planung und Durchführung von Reisen dauern mehrere Monate, daher ist es wichtig, dass auch die dann notwendigen Hygienemaßnahmen frühzeitig bekanntgegeben werden, damit unseren Betrieben genügend Zeit für die Umsetzung bleibt.

Die Kurzarbeit ist zwar sehr hilfreich, trotzdem sind viele Busfahrer in andere Branchen abgewandert. Der Fachkräftemangel stellt unsere Branche auch nach der Öffnung wieder vor enorme Herausforderungen. 

Auch Unterstützungsmaßnahmen wie Ausfallsbonus und Fixkostenzuschuss müssen unbedingt bis März 2022 verlängert werden, da sich die Reisebusbranche nicht schneller erholen wird.

Zahlen | Daten | Fakten

»  In NÖ gibt es 245 Reisebüros und rund 170 Reisebus-Unternehmen
     ( Stand 31.3.21) 

»   In den NÖ Reisebüros arbeiten 895 unselbstständig Beschäftigte, bei
     den Reisebus-Unternehmen 823.

»   Der Anteil an EPU liegt bei den Reisebüros bei 24,2, bei den Reisebus-
     Unternehmen bei rund 15 Prozent.

Mehr Informationen finden Sie unter: wko.at/noe/reisebueros

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