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Weinherbst: die 5. Jahreszeit in NÖ

Niederösterreich liebt seine Weine so sehr, dass es dafür eine fünfte Jahreszeit hat – den Weinherbst Niederösterreich.

Bis Ende November steht Wein
im Zentrum des Lebens.
Obmann Franz Ehrenleitner (Weinhandel): „Der Weinherbst lässt uns als Menschen und Genießer zusammenkommen.
© Foto: WINZER KREMS eG/Rainer Friedl Obmann Franz Ehrenleitner (Weinhandel): „Der Weinherbst lässt uns als Menschen und Genießer zusammenkommen."
In Österreichs größtem Weinland laden über 100 Gemeinden zur genussreichen fünften Jahreszeit – dem Weinherbst Nieder-österreich. Erleben lassen sich zahlreiche Veranstaltungen und Angebote rund um den Wein: Erste Fassproben oder traditionelle Bräuche in geselliger Umgebung kennenzulernen sind das Wesen des Weinherbstes, der in NÖ Mitte der 1990er-Jahre ins Leben gerufen wurde. Die gewachsene Kultur rund um den Wein zur Zeit der Lese wurde zu einem Programm zusammengefasst, und heute ist der Weinherbst NÖ die größte weintouristische Initiative Europas. Jungwein-Präsentationen, Kellergassenfeste, Weinkulinarien, Wanderungen durch die Weingärten, Weinseminare, Lesungen und Kunstausstellungen sorgen bereits zum 22. Mal dafür, dass Weingenuss und Weinkultur in immer neuen Variationen erlebt werden kann.

Wein & Architektur

Neben den zahlreichen, rund um den Wein organisierten Veranstaltungen ist der Schwerpunkt des Weinherbstes Niederösterreich heuer das Thema Wein & Architektur. Mit seinen Kellergassen, den Lesehöfen, in denen vom Mittelalter bis ins Barock die Weinkultur entscheidend geprägt wurde, und den Paradebauten moderner Wein-Architektur ist das Weinland Niederösterreich besonders für kulturhistorisch interessierte Weinliebhaber ein lohnendes Ziel.
Einige Weingüter bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten in Genießerzimmern an, mit Liebe eingerichtete Refugien, die sich durch großzügige Wohnräume, eine hochwertige Ausstattung und einen starken regionalen Bezug auszeichnen.


Tradition & Brauchtum
Niederösterreich ist nicht nur Österreichs größtes, sondern auch vielfältigstes Weinland. Die Vielfalt äußert sich auch im Weinherbst in den verschiedenen Traditionen.
Im Osten wird Niederösterreichs Landesheiliger Leopold vinophil geehrt, während sich in der Thermenregion Wienerwald viele der alten Winzerbräuche (wie das Gebirgsaufschießen in Gumpoldskirchen oder der Hiataeinzug in Perchtoldsdorf) gehalten haben. In den Weinbaugebieten an der Donau werden verhältnismäßig viele Erntedankfeste (wie etwa in der Wachau) und rund um Martini Weintaufen gefeiert.

Beruf und Berufung
Kompetente Weinberatung ist längst ein unentbehrlicher Schlüssel zum gastronomischen Erfolg. Eine ansprechende Weinkarte und vor allem das Wissen um das passende Glas Wein werden von Gästen in der gehobenen Gastronomie heute vorausgesetzt. Das erklärt auch das große Interesse an einschlägigen Fachausbildungen im WIFI Niederösterreich.
Die Ausbildung zum Diplom-Sommelier gibt es im WIFI seit über 20 Jahren. Martin Widemann, Vize-Präsident des NÖ Sommeliervereins, war vor 20 Jahren selbst einer der ersten Kursabsolventen. „Der Lehrgang war von Beginn an ein voller Erfolg, viele Karrieren wurden damit unterstützt“, ist sich auch Martina Illek, Präsidentin des NÖ Sommeliervereins, sicher.

Kurstipps (WIFI St. Pölten):
Lehrgang Sommelier Österreich: 16.10. – 5.12.2017
Wein 1 – Weine richtig verkosten: 2.11.2017
Lehrgang Jungsommelier: 5.2. – 21.2.2018
Lehrgang Diplom-Sommelier: 9.4. – 16.9.2018
Alle Termine: www.noe.wifi.at

Veranstaltungstipps

Bis 15. Oktober: Spitzer Weinherbst (Wachau): An den Wochenenden laden die Spitzer Winzer in ihre Weingüter. Auf dem Programm stehen offene Kellertüren, Konzerte, Rieden- und Fackelwanderungen, Zillenfahrten auf der Donau, weinherbstliche Menüs und das Erntedankfest am 1. Oktober.
26. Oktober: Traisentaler Jungweinpräsentation: Im stilvollen Ambiente des Augustinussaales im Stift Herzogenburg präsentieren die Traisentaler Winzer ihre Jungweine mit einem zünftigen Bauernbuffet. Ein echter Geheimtipp für Weinkenner!
15. bis 19. November: Leopoldifest und Fasslrutschen in Klosterneuburg: Das Fassl-Rutschen ist ein traditionelles Brauchtum im Binderstadl. Am 15. November findet das große Fest zu Ehren des Hl. Leopold und der Leopoldimarkt statt.
18. und 19. November: Göttlesbrunner Leopoldigang (Carnuntum): Offene Weinkeller in der Rotwein-Hochburg: Flanieren und neue Weine 
verkosten.
Alle Termine: www.weinherbst.at


„Es wird ein guter Jahrgang...“

Der Niederösterreichische Weinherbst ist gestartet. Nach dem eher bescheidenen Weinjahr 2016 befragte die NÖWI Obmann Franz Ehrenleitner (Weinhandel) zu den heurigen Aussichten, dem Klimawandel und den Präferenzen der heimischen Weinkonsumenten.

NÖWI: Die wichtigste Frage zuerst – wie wird der Wein?

Franz Ehrenleitner: Die Reife ist vegetationsbedingt rund 14 Tage ihrer Zeit voraus, die Weinlese 2017 hat also früher eingesetzt. Wenn das Wetter trocken bleibt, erwarten wir eine qualitativ gute Ernte. Zusätzlich begünstigt die Abkühlung in der Nacht die Bildung der Aromastoffe. Bis jetzt sind die Trauben gesund und schon sehr reif. Ich glaube also, es wird ein guter Jahrgang.

Der Klimawandel ist ein Faktum und Gegenstand ökologischer wie politischer Diskussionen. Ist dies auch beim Wein spürbar?

Grundsätzlich weisen die einzelnen Jahrgänge immer Unterschiede auf. Es gibt jetzt aber keinen, der so einzigartig neu ist in seiner Beschaffenheit, dass man von grundlegenden Veränderungen durch den Klimawandel sprechen kann.Jede aktuelle Jahrgangscharakteristik kenne ich als eine, die schon mal da war.

2016 war durch Wetterverhältnisse die Steiermark stark betroffen, Niederösterreich kam mit einem blauen Auge davon. Gleicht 2017 dies wieder aus?

Heuer gab es zum Teil Trockenschäden, die nur durch Bewässerung ausgeglichen werden konnten. Die österreichweiten Schätzungen gehen zur Zeit von etwa 2,3 bis 2,4 Millionen Hektoliter aus. Die Steiermark erwartet heuer wieder eine normale Ernte.

Haben Sie eine Prognose für den Absatz, welche Nachfrage nimmt zu und welche ab?

Das hängt von vielen, oft internationalen Einflüssen ab. Aktuell lässt sich ein klarer Vormarsch des Weißweins feststellen. Laut aktueller Nielsenstudie für den Lebensmittelhandel beträgt der Mengenanteil an Weißwein 56,3 %, der Mengenanteil an Rotwein 40,6 % und weiters 3 % an Roséwein. Der letzte Höhenflug des Rotweins vor über 10 Jahren war sicher mitbestimmt von medialen Berichten über den gesundheitsfördernden Inhaltsstoff Resveratrol. Mittlerweile ist auch die generell gesundheitsfördernde Wirkung des Weintrinkens untersucht und bestätigt worden. 

Der heimische Weinbau hat bereits eine 2.000 Jahre alte Tradition. Gibt es im Jahr 2017 etwas grundlegend Neues?

Um für die in Zukunft wechselnden klimatischen Bedingungen besser gerüstet zu sein, gibt es
österreichweit Forschungen und neue Rebzüchtungen. An der Höheren Bundeslehranstalt für
Wein- und Obstbau in Klosterneuburg wurden zwei Sorten entwickelt, die widerstandsfähiger sind: Der "Donauriesling" und der "Donauveltliner". 

In NÖ ist Weinkultur Bestandteil des Alltags. Welche Rolle schreiben Sie ihm zu?

Weinkultur ist eng mit Tradition und Brauchtum verbunden. Und egal, ob Literatur, Musik
oder bildende Kunst – die Verbindung zum Wein ist überall zu finden. Was mich in letzter Zeit besonders freut, ist das touristische Interesse am Weinherbst: Unsere Gäste freuen sich, überall dabei sein zu dürfen, von der Weinlese bis zur Verkostung des frischen Traubensaftes, des Sturms und des jungen fertigen Weins. Ich nehme das als Ausdruck eines Zeitgeistes, der mich persönlich, als Geschäftsführer der WINZER KREMS Sandgrube 13 und als Obmann des NÖ Weinhandels ganz besonders freut.

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