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„Weil die Kosten nicht geschmerzt haben …“

Jürgen Schlögl, der Leiter der Ökologischen Betriebsberatung in der WKNÖ, über Energiemaßnahmen, Amortisierungszeiten und seinen persönlichen Tipp Nummer 1.

Porträtfoto
© WKNÖ
Inwieweit haben sich die Themen bei Ökologischen Betriebsberatungen erst durch Corona, jetzt mit der gesamten Energiekrise verändert?
Jürgen Schlögl: Im Grunde sind die Themen gleich geblieben. Es geht um erneuerbare Energien, Energieeffizienz – und jetzt natürlich um die Kostenexplosionen. Viele Betriebe wollen weg von Öl und Gas hin zu nachhaltigen Energieträgern wie Stückholz, Hackgut, Pellets und Photovoltaik. Das wird jetzt verstärkt nachgefragt.
Wo liegen für Betriebe erfahrungsgemäß die größten Sparpotenziale?
Das ist von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich. Bei Industriebetrieben sehr viel in Prozessoptimierungen, bei Bäckereien in Wärmeoptimierungen usw. Am besten ist immer diejenige kWh, die erst gar nicht verbraucht (umgewandelt) werden muss. Somit sollte man den Betrieb im Vorfeld auf Energieeffiziensteigerung hin optimieren und wenn die Möglichkeit besteht, Strom selbst erzeugen/speichern und diesen im eigenen Betrieb verwenden. Große Photovoltaikanlagen mit oder ohne Speicher bieten da ausgezeichnete Möglichkeiten – nach dem Slogan von altbekannten Photovoltaik Pionieren: „Die Sonne schickt uns keine Rechnung.“
Wie lange dauert es, bis sich Investitionen im Energiebereich amortisieren?
Das ist bei den aktuellen Preisschwankungen nicht so einfach zu beantworten und muss immer tagesaktuell bewertet werden. Aus früheren Beratungen heraus kann das bei kleineren Photovoltaik-Anlagen ohne Speicher etwa acht bis zehn Jahre und bei PV-Anlagen mit Speicher etwa 20 Jahre und mehr betragen.Wichtig dabei ist auch immer die zur Zeit aktuelle Invest-Förderung und auch die Anlagengröße. Bei thermischen Sanierungen ist der ROI noch höher und hängt auch stark vom jeweiligen Projekt ab. Am besten durch eine Öko-Beratung den Betrieb energetisch analysieren und Effizienzmaßnahmen/Einsparungen aufzeigen lassen.
Steht bei Betrieben, die sich jetzt beraten lassen, stärker der Spargedanke oder die Versorgungssicherheit im Fokus?

Im Grunde geht das Hand in Hand – ausgehend von den Preissteigerungen bei Gas, die Anfang des Jahres eingesetzt haben. Das Thema CO2 tritt da jetzt in den Hintergrund. Bezeichnend ist, dass mir 2009 – als ich in der WKNÖ begonnen habe – kaum ein Unternehmer spontan die Frage beantworten konnte, welchen Stromverbrauch, welche Stromkosten er hat. Das hat fast niemand gewusst, weil die Kosten vernachlässigbar waren und nicht ‚geschmerzt‘ haben. Durch die aktuelle Lage wissen es jetzt fast alle. 

Wie wichtig sind die Mitarbeiter beim Einsparen von Stromkosten?
Es ist wichtig. die eigenen Mitarbeiter zu Energieeffizienz/Nachhaltigkeit zu motivieren und alle im Boot zu haben. Beim Energiesparen geht es auch im Betrieb um ein gemeinsames Bewusstsein und in der Folge um konkrete Maßnahmen von jeder und jedem Einzelnen, wie Licht, PC, Drucker abdrehen, Mobilitätsbewustsein stärken und so weiter. Bei unseren „Awareness-Beratungen“ zielen wir stark auf diese Bewusstseinsbildung ab, die die Unternehmer dann an ihre Beschäftigten weitergeben können, um gemeinsam möglichst energiesparend zu agieren.
Ihr Tipp Nummer1?

Auf die E-Mobilität nicht vergessen – gerade, wenn es um kurze Strecken geht. Da ist viel drinnen.

Nähere Infos zur Ökologischen Betriebsberatung: wko.at/noe/oeko 

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