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Warnung vor Erpressungen im Internet

Kriminelle wollen mit „Ransomware“ im Internet an Geld gelangen: Durch Öffnen von Dateien in E-Mails, die von gefälschten Absendern kommen, lädt sich Schadsoftware auf den PC. Dann kommt die Forderung, „Lösegeld“ zu bezahlen. Hilfe gibt es rund um die Uhr bei der Hotline der Wirtschaftskammer.

Internetbetrug
© Fotolia Lassen Sie sich nicht erpressen - die Wirtschaftskammer hilft Ihnen!

Ransomware sind gezielt eingesetzte „Erpressungstrojaner“, die angeben, alle Daten des Opfers verschlüsselt oder gesperrt zu haben. Den Opfern wird angeboten, gegen eine Bezahlung von „Lösegeld“ ihre Daten wieder freizugeben. Obwohl es keinerlei Garantie gibt, nach Bezahlung des Lösegeldes wieder Zugriff auf seine Daten zu bekommen und die Behörden von einer Lösegeldzahlung abraten, werden jährlich gezahlte Lösegelder in Millionenhöhe geschätzt.

So läuft der Betrug ab:

  • Ransomware wird derzeit vor allem über E-Mails verteilt.
  • Diese E-Mails haben oft gefälschte Absenderangaben und enthalten Dateianlagen (zip-Dateien, aber auch normale Office-Dateien), die für den Benutzer „interessant“ klingen, wie Rechnungen und Lieferscheine.
  • Beim Öffnen dieser Anhänge wird von einem infizierten Web-Server die eigentliche Schadsoftware nachgeladen.
  • Dadurch ist die Ransomware auf dem Gerät installiert und bewirkt, dass der Zugriff auf Daten verweigert wird oder ein Passwort verlangt wird.
  • In weiterer Folge erhält das angegriffene Unternehmen die Aufforderung, Lösegeld zu bezahlen, um wieder Zugriff auf seine Daten zu erhalten.
  • Als Zahlungsmittel werden oftmals Bitcoins gefordert, da der Zahlungsfluss hier vollständig verschleiert werden kann.

Diese Angriffsmethode hat leider sehr hohes Schadenspotenzial. Neben den unmittelbaren Kosten der Datenwiederherstellung und Systembereinigung kann es durch fehlenden Zugriff auf Kunden- oder Lieferantendaten, Lager- oder Finanzdaten zu erheblichen Störungen im betrieblichen Leistungsprozess kommen, die im schlimmsten Fall sogar zu einer Betriebsunterbrechung und damit einhergehenden Reputationsschäden führen können. Dieses Kalkül macht diese Angriffe auch so gefährlich.

Hilfe im Falle einer Cyber-Attacke

Wenn Sie als Unternehmen Opfer einer Cyberattacke, eines Cybercrime Angriffs, von Ransomware oder Verschlüsselungstrojanern werden, können sie sich an das Callcenter der Wirtschaftskammer wenden: T 0800 888 133

Hier gibt es rund um die Uhr und kostenlos eine rasche telefonische Erstinformation und Notfallhilfe. Bei komplexeren Fragestellungen und für eine weitergehende Hilfeleistung wird der Kontakt zu einem IT-Security-Unternehmen  hergestellt. Das Erstgespräch mit der vom Callcenter zugewiesenen IT-Security-Firma ist kostenlos, ein weiterer Einsatz muss vom Kunden an die Firma bezahlt werden.

Die Cyber-Security-Hotline der Wirtschaftskammer:

Montag bis Sonntag, 0 – 24 Uhr
T  0800 888 133

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