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Erfolg für den Handel: Verlängerung der 15-Warengruppen-Regelung erreicht

Die 15-Warengruppen-Regelung bleibt bestehen. Zu danken ist dafür der Sparte Handel, die jede Menge Zeit und Energie in die Verhandlungen investiert hat.

Besonders kleine Unternehmen - wie im Bild - hätte die Aufhebung der 15 Warengruppen-Regelung hart getroffen.
© Pixabay Besonders kleine Unternehmen hätte die Aufhebung der 15 Warengruppen-Regelung hart getroffen.
Die Bundessparte Handel hat sich erfolgreich für die Weiterführung einer an der Praxis orientierten Vorgangsweise im Zusammenhang mit der Registrierkassenpflicht stark gemacht: „Die sogenannte 15-Warengruppen-Regelung wird um fünf Jahre, und zwar bis 31. Dezember 2025, verlängert“, ist Obmann Franz Kirnbauer erleichtert, „ursprünglich wäre damit Ende 2020 Schluss gewesen“.


Sammelbegriffe wie „Getränk“ oder „Obst“ würden fallen


Der Wegfall der 15-Warengruppen-Regelung hätte bedeutet, dass Sammelbegriffe auf Kassenbelegen wie „Getränk“ oder „Obst“ nicht mehr erlaubt gewesen wären. Stattdessen hätten Marke und Menge der gekauften Produkte genau angeführt werden müssen. Das hätte aber auch für alle Händler zwingend Scannerkassen beziehungsweise elektronische Warenwirtschaftssysteme nötig gemacht. Mit der jetzigen Verlängerung der 15-Warengruppen-Regelung hat die Bundessparte Handel die Weiterführung der praxistauglichen Lösung erreicht: Unternehmen, die keine elektronische Warenwirtschaft samt Scannerkassen im Einsatz haben, können weiterhin 15 Warengruppen vorab definieren. Diese werden in die Kassa einprogrammiert. Am Beleg scheint dann eine dieser Warengruppen-Bezeichnungen auf.
Achtung: Wer bereits zum 1.1.2016 (Beginn der Registrierkassenpflicht) beziehungsweise zum Zeitpunkt des Eintritts der Kassenpflicht im Betrieb über ein Warenwirtschaftssysten und/oder ein Kassensystem verfügt hat, das die handelsübliche Bezeichnung auf den Belegen ausweisen kann, für den gilt die Sonderregelung nicht.


WKNÖ-Expertin Andrea Prozek (Referat Finanzpolitik): „Die Verlängerung der 15 Warengruppen-Regelung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Als Interessensvertretung freut uns natürlich auch die rasche Umsetzung.“
© David Pany WKNÖ-Expertin Andrea Prozek (Referat Finanzpolitik): „Die Verlängerung der 15 Warengruppen-Regelung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Als Interessensvertretung freut uns natürlich auch die rasche Umsetzung.“

Zusatzaufwand für Handelsbetriebe konnte abgewendet werden


Für die Verlängerung der praxisgerechten Vorgangsweise in Form der 15-Warengruppen-Regelung für den Handel spricht laut Obmann Franz Kirnbauer zudem Folgendes: „Die vollumfängliche Warenbezeichnung am Kassazettel hätte für die Finanz keinen Zusatznutzen gebracht. Ob mit oder ohne handelsübliche Warenbezeichnung am Beleg – die Beträge werden in die Kassa eingegeben und ein korrekter Umgang mit den Umsätzen im Rahmen der Registrierkassenpflicht ist jedenfalls gewährleistet.“


Spartenobmann Franz Kirnbauer
© Andreas Kraus Spartenobmann Franz Kirnbauer

SO Franz Kirnbauer: „Der Verhandlungserfolg der Bundessparte Handel bedeutet, dass es gelungen ist, großen Zusatzaufwand für Handelsbetriebe abzuwenden. Denn mindestens eine Halbtagskraft wäre damit beschäftigt gewesen, Waren ins Warenwirtschaftssystem einzuspeichern, Waren, die ohne EAN-Code angeliefert werden, zu kennzeichnen sowie Preise zuzuordnen und zu ändern. Da der Fiskus dabei keinen einzigen Cent verliert, ist es also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“


Aus der Praxis: Was sagt der NÖ Handel zur Verängerung der 15-Warengruppen-Regelung?

Elli Fahrngruber
© R&K GmbH Elli Fahrngruber

Elli Fahrngruber (eliis Geschenke Bücher Papier, 3240 Mank): „Ich darf gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn es nicht dabei geblieben wäre – der extreme Zeitaufwand (worunter auch das normale Tagesgeschäft gelitten hätte), Stress für das gesamte Team und natürlich für mich als kleines Unternehmen eine große finanzielle Belastung sind uns erspart geblieben. Bei den Deko- und Geschenkartikel sowie Papierwaren wäre es am schlimmsten gewesen, da hier zigtausend verschiedene Artikel einzeln hätten erfasst werden müssen.“

Barbara Kremser
© Andreas Kraus Barbara Kremser

Barbara Kremser (Drogerie Führer, 2722 Winzendorf-Muthmannsdorf):
„Ich bin sehr froh, dass die WK für die Beibehaltung der 15 Warengruppen gesorgt hat. Uns kleinen Betrieben hätte man nicht noch mehr bürokratischen Aufwand zumuten dürfen. Ein Ende dieser Regelung hätte für mich viele Investitionen bedeutet – eine neue Scannerkasse, ein Warenwirtschaftssystem und auch mehr Personal. Daher ist diese Regelung und ihre gesetzlich Absicherung unbedingt nötig gewesen.“

Thomas Fessel
© Ersan Ismani Thomas Fessel

Thomas Fessel (Uhrenfachwerkstätte, 3121 Karlstetten):
„Ich bin froh über diese Entwicklung, da ich in meinen Betrieb noch kein Warenwirtschaftssytem habe und das für mich jetzt eine finanzielle und auch logistische Ersparnis bedeutet. Auch, wenn ein Warenwirtschaftssystem bedeutet, schneller einen exakten Überblick über die Umsätze der einzelnen Produkte zu haben, hätte eine solche Anschaffung jetzt eine außerordentlich hohe Belastung für mein Budget bedeutet.“

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