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WKNÖ-Wirtschaftsbarometer

WKNÖ-Präsident Ecker: „Wer Unternehmen entlastet, stärkt Unternehmen – und damit die Beschäftigung und den gesamten Wirtschaftsstandort.“

WKNÖ-Johannes Schedlbauer und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker
© Josef Bollwein

Die Corona-Krise hat Niederösterreichs Wirtschaft einen Tiefpunkt bei den erwarteten Geschäftsaussichten beschert. Acht von zehn Unternehmen orten und erwarten eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas. Lediglich zwei Prozent setzen auf eine Verbesserung. Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Niederösterreich (1.136 befragte Unternehmen, Befragungszeitraum 13. bis 29. Mai 2020). Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), setzt zur Ankurbelung der Wirtschaft vor allem auf finanzielle Entlastungen, Investitionsanreize und weniger Bürokratie. „Wer Unternehmen entlastet, stärkt Unternehmen – und damit die Beschäftigung und den gesamten Wirtschaftsstandort.“ 

Wirtschaftsbarometer im Detail – Investitionen eingebrochen 

Vor zwei Jahren lagen die Erwartungen bezüglich Gesamtumsatz und Auftragslage noch bei einem positiven Saldo von 40%. Jetzt haben beide Parameter ins Minus gedreht (Gesamtumsatz -46,8%, Auftragslage -44,8%).  

Und auch die Bereitschaft zu Investitionen ist getrübt. Der Anteil der Unternehmen, die Neuinvestitionen planen, ist seit Herbst 2019 von 36% auf 19% gesunken. Der Anteil der Unternehmen, die gar keine Investitionen planen, hat sich dagegen mehr als verdoppelt, von 16,4% auf 38,8%. „Investitionen beschränken sich großteils darauf, den Betrieb am Laufen zu halten. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen plant Neuinvestitionen – setzt also auf einen Ausbau bzw. eine Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit“, resümiert WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer. Die Sparte mit dem höchsten Anteil an geplanten Neuinvestitionen ist Transport und Verkehr, wo mehr als drei Viertel der Unternehmen Neuinvestitionen tätigen wollen. Schedlbauer: „Dabei dürfte es stark um Investitionen in Umwelttechnologien und in die Sicherheit von Lenkern und Passagieren gehen.“ 

Forderungen der NÖ Unternehmen 

Ebenfalls abgefragt wurden bei den niederösterreichischen Unternehmen, was für sie die wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität und zum Unterstützen von Investitionen sind. Das Ergebnis:

Senkung der Lohnnebenkosten                                

88,9%
Senkung der Unternehmenssteuern bzw. Vorziehen
der Steuerreform
76,5%
Flexibleres Abschreibungsmodell für Investitionen47,2%
Einführung einer Investitions(zuwachs)prämie44,1%
Mehr Beraten statt Strafen38,2%
Investitionen der öffentlichen Hand gezielt einsetzen 34,4%

Dieses Ergebnis spiegelt sich in fünf Punkten, die WKNÖ-Präsident Ecker als entscheidend für die Ankurbelung der Wirtschaft sieht:  

  • Steuersenkungen und Investitionsanreize
  • Weniger Lohnnebenkosten
  • Weniger Bürokratie und mehr Rechtssicherheit für Unternehmen
  • Öffentliche Aufträge und Förderungen als Triebfeder
  • Regionalwirtschaft bei öffentlichen und privaten Aufträgen und Einkäufen ins Zentrum stellen

 
Lohnnebenkostensenkung „trotz Corona nicht aus den Augen verlieren“
 
„Der Wunsch nach finanziellen Entlastungen weist in allen Sparten Spitzenwerte auf“, fasst WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker zusammen und verweist darauf, dass dazu Forderungen wie etwa die Steuersenkung in der ersten Tarifstufe oder die neue Investitionsprämie von bis zu 14% bereits umgesetzt sind. „Wichtig bei der Investitionsprämie ist uns eine breite Anwendung quer über alle Branchen.“
 
In Sachen Lohnnebenkostensenkung erinnert Ecker, dass eine Prüfung der diesbezüglichen Möglichkeiten auch im Regierungsprogramm verankert ist. „Das dürfen wir trotz Corona nicht aus den Augen verlieren.“ Vorstellbar wären für Ecker in einem ersten Schritt etwa gewisse Entlastungen bei der Beschäftigung von über 50-jährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 


„Zu viel Bürokratie ist ein Hemmschuh für den Neustart“
 
Besonders wichtig sind Ecker Erleichterungen bei der Bürokratie. „Zu viel Bürokratie ist ein Hemmschuh für den Neustart“, so der WKNÖ-Präsident. „Je einfacher und klarer Regelungen sind, umso besser ist es. Und auch je früher Unternehmen wissen, wonach sie sich zu richten haben, umso besser ist es.“ Diesbezüglich sei ihm zuletzt die eine oder andere Verordnung zu spät gekommen – „weil Öffnungsregelungen für Unternehmen ja oft nicht einfach auf Knopfdruck umzusetzen sind, sondern Vorbereitung brauchen. Da geht es um Rechtssicherheit.“

 
NÖ Investitionspaket als „Zeichen der Verlässlichkeit“ – Gebäudesanierungen als Hebel für Umwelt und Wirtschaft
 
In Sachen Investitionen setzt Ecker neben der neuen Investitionsprämie auch auf einen Schub durch Investitionen der öffentlichen Hand und das von der Bundesregierung angekündigte Paket für thermische Sanierungen und den Ausbau von Solaranlagen. „Dass das Land Niederösterreich sein Investitionsprogramm trotz Corona wie geplant in der vollen Höhe von 873 Millionen Euro durchführt, ist da ein ganz wichtiges Zeichen der Verlässlichkeit und ein wesentlicher Beitrag, das Comeback unserer niederösterreichischen Unternehmen zu unterstützen.“ 

Zur Wirkung von Förderungen von Gebäudesanierungen erinnert der WKNÖ-Präsident an das Konjunkturpaket II aus dem Jahr 2009, bei dem die zur Förderung eingesetzten 61 Millionen Euro letztlich Investitionen von 485 Millionen Euro ausgelöst haben. Ecker: „Die Förderung von Gebäudesanierungen bringt wirtschaftlich also ein Vielfaches des eingesetzten Geldes.“ Auch im Sinne der klimapolitischen Ziele sei eine Verdreifachung der Sanierungsquote nötig. 

„Aufträge an das Unternehmen ums Eck…“ 

Ganz entscheidend dabei ist für ihn, dass regionale Unternehmen zum Zug kommen – das gelte für öffentliche Aufträge ebenso wie für Private. „Wer Aufträge an das Unternehmen ums Eck vergibt hilft unserer Wirtschaft ebenso beim Neustart wie jene, die bei unseren regionalen Unternehmen einkaufen. Internationale Internet-Konzerne schaffen und sichern bei uns keine Arbeitsplätze.“ 

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