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WKNÖ-Präsident Ecker: „Brauchen Lösungen für unsere Betriebe und ihre Beschäftigten“

Herausforderungen vom Infrastrukturausbau bis zum Mitarbeitermangel sind nur gemeinsam zu meistern

Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker
© Andreas Kraus Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker

Beim WKNÖ-Wirtschaftsparlament blickt Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker zurück: „Zwei Jahre Pandemie liegen hinter uns. Kurz vor Beginn meiner Präsidentschaft im Mai 2020 ist Corona mit seinen Auswirkungen voll auf unsere Betriebe getroffen. Jetzt finden wir uns in einer neuen Normalität wieder.“

Einerseits hofft die NÖ Wirtschaft auf ein Ende des Auf und Ab der Pandemie, andererseits wird sie täglich mit neuen, weiteren Herausforderungen konfrontiert – von unsicheren Rohstofflieferungen bis zu extrem steigenden Energie- und Spritpreisen. „Praktisch jedes Unternehmen war und ist durch die Pandemie betroffen. Alle haben gespürt, was Existenzgefährdung bedeutet, was Planungs- und rechtliche Unsicherheit bedeutet“, so der WKNÖ-Präsident, „aber die Pandemie hat auch positive Dinge wie das gesteigerte Bewusstsein für Regionalität und große Fortschritte in der Digitalisierung hervorgebracht. Unser WKNÖ-Arbeitsprogramm mit dem Motto ‚Zukunft. Gemeinsam. Unternehmen‘ hat „noch mehr an Aktualität gewonnen“.

Attraktiver Standort mit stabilen Rahmenbedingungen

„Niederösterreich ist ein attraktiver Standort mit stabilen Rahmenbedingungen. Gerade beim wichtigen Thema Infrastruktur gibt es aber einige Entscheidungen, die Unsicherheit und Unklarheit schaffen“, betont Ecker.

„Ein Beispiel ist der Lobautunnel, der genehmigt und umgesetzt werden muss. Die dauernden Diskussionen helfen weder der Wirtschaft, noch der Bevölkerung oder Umwelt.“ 1,5 Milliarden Euro Bruttoregionalprodukt entgehen durch den Stopp alleine in der Bauphase, 14.000 Arbeitsplätze werden nicht geschaffen. Nur ablehnen sei zu wenig, so der Präsident: „Wir brauchen Lösungen im Sinne aller Beteiligten.“

Zusammen mehr bewegen

„Unser Wirtschaftsstandort kann für die Zukunft nur dann gesichert werden, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, ist sich Ecker sicher. Die enge Zusammenarbeit mit dem Land NÖ und den Sozialpartnern habe sich insbesondere „bei den Herausforderungen der letzten Zeit“ gezeigt.

Sei es das betriebliche Testen, das gemeinsam mit der Arbeiterkammer NÖ als Pilotprojekt gestartet wurde und dann vom Land NÖ übernommen wurde oder das NÖ Konjunkturprogramm, das gemeinsam mit dem Land zu Beginn der Krise umgesetzt wurde. „Das Paket umfasste 229 Millionen Euro und hat bis jetzt mehr als 400 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst.“

Über 110.000 Betriebe mit 650.000 Beschäftigen in NÖ

Der WKNÖ-Präsident hebt außerdem die gut ausgebildeten Fachkräfte im Land hervor: „Über 110.000 niederösterreichische Betriebe bieten über 650.000 Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz. Aber der Arbeitskräftemangel ist auch in Niederösterreich eine große Herausforderung.“

Das bestätigt eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria. „Jede zehnte Stelle in Niederösterreich kann nicht besetzt werden. Und dieser Mangel kostet unseren Betrieben rund 400 Millionen Euro pro Jahr – Tendenz steigend“, so der Präsident. Als erster Erfolg im Kampf gegen den Mitarbeitermangel sei die geplante Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte zu sehen, die nun rasch umgesetzt werden müsse. Weiters sind „die Lehrlinge als Fachkräfte von morgen ein wichtiger Baustein“. Maßnahmen wie eine Ausweitung der Mangelberufsliste – Stichwort Pflegeberufe - oder Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien ebenfalls notwendig.

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