th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKNÖ-Präsident Ecker und LR Danninger fordern Schutzschirm für Wirtschaftsstandort

„Betriebe brauchen jetzt Klarheit, welche Unterstützungen seitens des Bundes geplant sind.“ 

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Geschäftsführer Rudolf Berger un KNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Geschäftsführer Rudolf Berger und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger
© Gerald Lechner WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Geschäftsführer Rudolf Berger und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger

Bei einem Betriebsbesuch der Firma Berger Schinken in Sieghartskirchen (Bezirk Tulln) appellierten Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Wirtschaftskammer Niederösterreich-Präsident Wolfgang Ecker an die Bundesregierung rasch Wirtschaftshilfen auf den Weg zu bringen.

Kostendeckendes Wirtschaften bei vielen Betrieben nicht mehr möglich

„Für viele Betriebe haben die Energiepreise in den vergangenen Monaten ein Niveau erreicht, wo sie die Preissteigerungen nicht mehr an die Kunden weitergeben können. Viele berichten uns, dass sich ihre Energiekosten versieben- oder gar verzehnfacht haben.

Ein kostendeckendes Wirtschaften ist bei vielen kleineren und mittleren aber auch größeren Betrieben nicht mehr möglich. Dabei sind aber nicht mehr nur energieintensive Unternehmen betroffen, sondern die Energiekrise zieht sich quer durch alle Branchen“, betonen Landesrat Danninger und WKNÖ-Präsident Ecker und fügen hinzu: „Unsere Betriebe brauchen jetzt Klarheit, welche Bundeshilfen geplant sind, wer davon profitiert, in welcher Höhe diese bereitgestellt werden und wann diese bei den Unternehmen ankommen, damit sie ihre Geschäftstätigkeit im Herbst und Winter weiter ausführen können. In den letzten Monaten haben sich immer mehr Unternehmer gemeldet, die aufgrund der exorbitanten Energiepreise nicht mehr weiterwissen und mit den Gedanken spielen ihre Produktion zurückzufahren oder ihr Geschäft zu schließen. Daher brauchen die Unternehmerinnen und Unternehmer nun ein klares Bekenntnis der Bundesregierung, dass sie in dieser Krisensituation unterstützt werden. Ein Bundesland alleine würde diese Dimension an Wirtschaftshilfen überfordern. Es braucht jetzt einen milliardenschweren Schutzschirm für den gesamten Wirtschaftsstandort.“

Gruppenfoto
© Gerald Lechner

Und auch die Europäische Kommission darf nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden, fordern Landesrat Danninger und Präsident Ecker: „Es ist höchste Zeit, endlich das Merit-Order-Prinzip abzuschaffen. Dass die Bindung des Strompreises an den Gaspreis die aktuelle Krise noch weiter verschärft, ist bereits seit Monaten klar. Nur mit Energiespartipps werden unsere Betriebe nicht durch diesen Winter kommen, es braucht sehr wohl auch konkrete Maßnahmen aus Brüssel, die den Betrieben nutzen.“

Weiters fordern Landesrat Danninger und Präsident Ecker auch die Energieministerin zum Handeln auf: „Alles was hilft, um die Abhängigkeit vom Gas zu reduzieren, nimmt den Kostendruck von den Betrieben. Wir müssen die heimischen Potenziale von Grünem Gas – vor allem Biomethan aber in Zukunft auch Wasserstoff – rasch heben, um die Energieimporte zu verringern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Es wäre auch an der Zeit, um unkonventionelle Wege zu beschreiten:  Warum beteiligt sich Österreich nicht am Ausbau von Flüssiggasterminals in Deutschland, Italien und Kroatien? Es würde sich zumindest lohnen, diese Möglichkeiten zu sondieren, um neue Energiequellen für die kommenden Jahre zu erschließen. Hier passiert seitens der Bundesregierung zu wenig, um die Energieversorgung der Betriebe sicherzustellen.“

Berger Schinken ist ein familiengeführtes Traditionsunternehmen im Tullnerfeld mit rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als Hersteller von Fleisch- und Schinkenprodukten produziert die Firma täglich ca. 100 Tonnen Lebensmittel und ist somit Teil der kritischen Infrastruktur in Österreich. „Die Steigerung der Kosten für Energie nimmt Dimensionen an, die in keinem Plan eingepreist ist und die wir auch nicht 1:1 weitergeben können. Wir rechnen mit einem Energiekosten-Plus von mehreren Millionen Euro“, erklärt Geschäftsführer Rudolf Berger. „Wir werden in den nächsten Jahren massiv in den Standort investieren, um uns bei Energie noch unabhängiger zu machen: Neben der Vergrößerung der bestehenden Photovoltaikanlage haben wir seit 2012 auch Solarthermie in Verwendung.“ Trotz dieses Einsatzes stellen die immensen Energiekosten das Unternehmen vor Herausforderungen: „Als Lebensmittelproduzent brauchen wir Klarheit bezüglich einer verlässlichen Energieversorgung - bei gleichzeitig planbaren, stabilen Kosten.“ „Wir wollen sicherstellen, dass Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin Zugang zu leistbaren Produkten haben.“

Gruppenfoto
© Gerald Lechner

Das könnte Sie auch interessieren

Gabriele Steiner

Ein Vorbild suchen

Unternehmerinnen, die ihre Karriere mit einer Lehre begonnen haben, vor den Vorhang holen: Das macht die Kampagne „G’lernt is g’lernt“ von Frau in der Wirtschaft Niederösterreich. Heute im Portrait: Gabriela Steiner, Inhaberin von Kleiderreinigung Steiner in Gmünd. mehr

Man bei der Arbeit

Den Nachwuchs im Blick

Die Berufsinformationsmesse Lilienfeld (BIL) ist eine tolle Möglichkeit für Betriebe, sich als attraktive Arbeitgeber in der Region zu präsentieren. Metagro Edelstahltechnik AG aus Hainfeld und Malerei Nutz GmbH aus Annaberg nutzen diese Chance und sind am 30. September im Stift Lilienfeld mit dabei. mehr

Verpackungen

Umweltschonend verpackt

Wiederverwertbare und kompostierbare Folien hat die Firma Michalt in Herzogenburg entwickelt. mehr