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Wirtschaftskammer und AMS Niederösterreich gemeinsam gegen die Krise: Kooperationen und Bildungsoffensive im NÖ Modehandel

Das Unterstützungspaket beinhaltet Lohnkostenförderungen und attraktive Angebote, wenn Unternehmen ihre Beschäftigten qualifizieren möchten. Eine Win-win-Situation für Betriebe, Mitarbeiter und Arbeitssuchende. 

Landesgremialobfrau und WKNÖ-Vizepräsidentin Nina Stift und Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, stellten die Details der Kooperation vor.
© Tanja Wagner Landesgremialobfrau und WKNÖ-Vizepräsidentin Nina Stift und Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, stellten die Details der Kooperation vor.

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft massiv getroffen, vor allem der NÖ Handel mit Mode- und Freizeitartikeln steht mit Umsatzeinbußen von rund 25 Prozent im Vergleich zu 2019 vor großen Herausforderungen. „Gerade in diesen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt so herausfordernden Zeiten braucht es zielgerichtete Maßnahmen“, betonen Nina Stift, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich und Landesgremialobfrau des Handels mit Mode- und Freizeitartikeln sowie Sven Hergovich, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ. In einer gemeinsamen Initiative unterstützen sie den Modefachhandel in der Corona-Krise und möchten ihn für zukünftige Herausforderungen stärken. Das Unterstützungspaket beinhaltet Lohnkostenförderungen und attraktive Angebote, wenn Unternehmen ihre Beschäftigten qualifizieren möchten. „Um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können, brauchen unsere Betriebe top ausgebildete Fachkräfte. Eine gute Ausbildung bildet hier den Grundstein. Wir müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Sachen Weiterbildung unterstützen, um so auch den Betrieben zu helfen, diese Krise zu meistern“, wissen Stift und Hergovich.

Fokus liegt auf dem Mode- und Textilhandel

Von den Folgen der Corona-Krise sind Frauen im Mode- und Textilhandel besonders stark betroffen: Mehr als 82 Prozent der Beschäftigten in der Branche sind weiblich. Der Beschäftigtenstand in diesem Bereich ist in Niederösterreich im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr davor überdurchschnittlich stark gesunken. Zugleich stieg hier die Zahl der Jobsuchenden um 25 Prozent. Die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz sind durch die Beschränkungen kleiner geworden – der Stellenmarkt ist um ein Drittel geschrumpft. „Daher brauchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in dieser Branche beschäftigt sind bzw. dort Arbeit suchen, unsere Unterstützung“, so AMS NÖ-Chef Sven Hergovich.

Lohnkostenförderung bei Aufnahme von Jobsuchenden und eigene WIFI-Kurse

Exklusiv für den Modehandel wurde die Sonder-Eingliederungsbeihilfe „Jobfit Mode&Bekleidung NÖ“ konzipiert – bei der 12 Monate lang die Hälfte des Bruttoentgelts samt Nebenkostenbeitrag über das AMS gefördert wird. „Die Weiterbildung für bestehende Mitarbeiter ist über die Qualifizierungsförderung auch für andere Branchen möglich – unsere beiden eigens entwickelten WIFI-Kurse ,Verkaufsgespräch‘ sowie ,Schaufenster- und Innenraumgestaltung‘ decken hier punktgenau den Bedarf unserer Händler in der Praxis ab“, informiert Nina Stift. Start der Kurse am WIFI in St. Pölten ist am 7. (Verkaufsgespräch) bzw. 14. April (Schaufenster- und Innenraumgestaltung).

Qualifizierung von Beschäftigten

Neben der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte bietet das AMS Impulsberatung und Unterstützung bei der Einrichtung überbetrieblicher Qualifizierungsverbünde an. Auch im Rahmen der Kurzarbeit der Phase 3 übernimmt das AMS 60 Prozent der Kurskosten für die betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Per 3. Februar haben in Niederösterreich 2.623 Beschäftigte in 196 Unternehmen des Bekleidungseinzelhandels kurzgearbeitet. „Wir haben für das Unterstützungspaket ‚Jobfit Mode & Bekleidung‘ 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Ziel ist, dass Jobsuchende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie niederösterreichische Betriebe davon profitieren“, informiert Sven Hergovich.

2.860 aktive Betriebe beschäftigen in NÖ knapp 10.000 Mitarbeiter. „Der NÖ Modehandel ist ein wichtiger Arbeitgeber und Lehrlingsausbilder. Es ist wichtig, dass wir unseren Händlern in dieser schwierigen Zeit unter die Arme greifen und arbeitslosen Menschen dabei helfen, wieder den Weg ins Arbeitsleben zu finden“, so Stift. 

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