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Tourismus – der Gegenwind lässt nach

Nach der „Reparatur“ der Mehrwertsteuer fürBeherbergungen (siehe auch Seite 6) geht es jetzt auch um Löhne, Raucher­bereiche und weitere Steuer­erleichterungen.

© Pixabay
Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs lässt aufhorchen: Nach der im Ministerrat beschlossenen Mehrwertsteuersenkung von 13 auf 10 Prozent sollen nun weitere Steuererleichterungen für die Tourismusbranche auf Schiene gebracht werden wie etwa höhere Freibeträge für Betriebsübergaben oder auch die so wichtige Verkürzung der Abschreibungsdauer.
Spartenobmann Mario Pulker (Tourismus und Freizeitwirtschaft NÖ) ist erleichtert, „dass für den Tourismus nach harten Zeiten der Ankündigungs- und Belastungspolitik nun endlich jene der Entlastungspolitik folgen soll. Das kommt mit Sicherheit dem gesamten Wirtschaftsstandort Österreich zugute“.

Mindestlohn 1.500 Euro


In diesem Licht erscheint auch der erfolgreiche Abschluss der Lohn- und Gehaltsverhandlungen.
So haben sich die Sozialpartner im Hotel- und Gastgewerbe – die Gewerkschaften vida und GPA-djp sowie die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) – auf folgendes geeinigt:

  • Ab 1. Mai 2018 steigen die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Gehälter um durchschnittlich 2,3 Prozent.
  • Lehrlinge erhalten je nach Lehrjahr zwischen 20 und 30 Euro mehr, was im Durchschnitt einer Erhöhung von 2,9 Prozent gleichkommt.
  • Der Nachtarbeitszuschlag und die Fremdsprachenzulage erhöhen sich jeweils um 0,50 Euro, die Fehlgeldentschädigung wird um einen Euro angehoben.
  • Wie angekündigt, wird der Mindestlohn beziehungsweise das Mindestgehalt ab 1. Mai 1.500 Euro betragen.


Gutes Verhandlungsklima


Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida freut sich: „Das Erreichen der 1.500 Euro war ein längst fälliger Schritt. Dies und die konstruktive Stimmung sollten eine gute Basis für weitere mutige Schritte in der Lohnentwicklung und Rahmenreform sein.“
Auch die Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Mario Pulker (Fachverband Gastronomie) und Siegfried Egger (Fachverband Hotellerie), zeigen sich mit dem Abschluss zufrieden: „Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer österreichweiten Harmonisierung des Lohn- und Gehaltssystems gesetzt. Gleichzeitig haben wir durch die deutliche Anhebung der Lehrlingsentschädigungen neuerlich ein starkes Signal in Richtung des Nachwuchses gesetzt, um die Lehrlingsausbildung im Tourismus in Zukunft noch attraktiver zu machen. Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass die ursprünglich befristet vereinbarte Ausdehnung des Durchrechnungszeitraums für Jahresbetriebe auf sechs Monate mit 1. Mai nun als Dauerrecht gilt.“
Ein weiterer Grund zur Freude: Mit dem eingebrachten Initiativantrag zum Tabak- und NichtraucherInnenschutzgesetz (TNRSG) soll die aktuell geltende Nichtraucherschutzregelung auch nach dem 1. Mai 2018 bestehen bleiben.


Mein Standpunkt – Obmann Mario Pulker

Ob geraucht wird oder nicht, sollte laut Mario Pulker von Gastronomie und Gästen entschieden werden
© Lechner Ob geraucht wird oder nicht, sollte laut Mario Pulker von Gastronomie und Gästen entschieden werden

"Der Initiativantrag bildet den Grundstein für die Beibehaltung von Raucherbereichen in der Gastronomie. Die Verlängerung der bestehenden Regelung ist sachgerecht, verhältnismäßig und aus Sicht der Branche ebenso zu begrüßen wie der gesellschaftliche Wandel hin zu einem gesteigerten Gesundheitsbewusstsein. Auch das Bekenntnis der Regierung zu verstärktem Jugendschutz und Prävention ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Fakt ist, dass ein generelles Rauchverbot ausschließlich in der Gastronomie eine eklatante Ungleichbehandlung zu anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens dargestellt hätte, in denen es praktisch überall weiterhin möglich ist, einen abgetrennten Raucherraum einzurichten. Die rege Beteiligung am „Don’t Smoke“-Volksbegehren zeigt, dass das Thema Rauchen für viele Menschen hohe Relevanz hat. Diesem Trend folgend sind auch ein Großteil der Speiselokale und praktisch alle Neugründungen in der Gastronomie bereits rauchfrei. Diese Entscheidung sollten aber die Gastronomen und – bei der Wahl des Lokals – auch die Gäste eigenständig treffen können!"

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