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Jahreswechsel: Da können Sie noch schnell Steuern sparen

Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel empfiehlt es sich, alle steuerlichen Einsparungsmöglichkeiten zu überprüfen, die für Ihr Unternehmen relevant sein könnten. Hier einige potenzielle Themen.

Sparschwein mit Weihnachtsmannmütze und gestapelte Münzen nebenbei.
© Fotolia
  • Halbjahresabschreibung:

Erfolgt die Nutzung eines im zweiten Halbjahr angeschafften Wirtschaftsgutes noch vor dem Jahresende, steht die Halbjahres-AfA zu, auch wenn die Bezahlung erst im nächsten Jahr erfolgt.


  • Registrierkassenjahresbeleg: 

Für die Registrierkasse ist mit Ende des Jahres ein signierter Jahresbeleg (Monatsbeleg vom Dezember) auszudrucken, zu prüfen und aufzubewahren. Die verpflichtende Überprüfung des Jahresbelegs kann manuell mittels der entsprechenden BMF-App oder automatisiert durch die Registrierkasse durchgeführt werden (laut BMF-Info bis spätestens 15. Februar des Folgejahres). Zu beachten ist auch, dass das vollständige Datenerfassungsprotokoll zumindest quartalsweise extern zu speichern und aufzubewahren ist.


  • Ertragsteuerbelastung für 2018 

kann durch das Vorziehen von Aufwendungen bei Bilanzierern bzw. durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern noch beeinflusst werden. Zum Beispiel können Zahlungen für heuer durchgeführte Instandhaltungen bzw. Reparaturen von Betriebsgebäuden oder Maschinen etc. 2018 zur Gänze als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn sie heuer noch geleistet werden. Als Betriebsausgabe anerkannt werden auch Vorauszahlungen auf GSVG-Beiträge, wenn sie das laufende Jahr betreffen und der voraussichtlichen GSVG-Nachforderung entsprechen.

  • Gewinnfreibetrag: 

Dieser steht allen natürlichen Personen unabhängig von der Gewinnermittlungsart zu und beträgt bis zu 13 Prozent des Gewinnes. Ein Gewinnfreibetrag kann bis zu einem Gewinn von 580.000 Euro geltend gemacht werden. Durch die Staffelung des Prozentsatzes für Gewinne ab 175.000 Euro beträgt der maximale Gewinnfreibetrag 45.350 Euro pro Jahr. Bis 30.000 Euro Gewinn steht der Gewinnfreibetrag jedem Steuerpflichtigen automatisch zu: (Grundfreibetrag von max. 3.900 Euro). Ist der Gewinn höher als 30.000 Euro, steht ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag zu, wenn noch vor Jahresende Investitionen in bestimmte körperliche Wirtschaftsgüter (ungebrauchte, abnutzbare Wirtschaftsgüter mit einer Abschreibungsdauer von zumindest vier Jahren, keine PKWs etc.) oder bestimmte Wertpapiere getätigt werden. Der investitionsbedingte Freibetrag steht bei einer Betriebsausgabenpauschalierung nicht zu. 

  • Geringwertige Wirtschaftsgüter: 

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 400 Euro (Betrag ohne USt, wenn ein Vorsteuerabzug möglich ist, sonst inklusive USt) können im Jahr der Anschaffung sofort abgesetzt werden.


  • Energieabgabenvergütung: 

in Vergütungsantrag ist spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren zu stellen. Das heißt, für das Jahr 2013 kann ein Antrag noch bis 31.12.2018 gestellt werden.
Die Entscheidung im Verwaltungsgerichtshof-Verfahren über den Ausschluss der Dienstleistungsbetriebe auf Rückvergütung der Energieabgaben ab 2011 wird weiterhin auf sich warten lassen, da der Verwaltungsgerichtshof beschlossen hat, dem EuGH neuerlich mehrere Fragen zur unionsrechtlichen Deckung der Einschränkung der Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe vorzulegen. Dienstleistungsbetriebe mit potenziellen Vergütungsansprüchen sollten dennoch überlegen, vorsorglich einen zeitgerechten Antrag zumindest für 2013 einzubringen.

  • Spenden aus dem Betriebsvermögen: 

Spenden aus dem Betriebsvermögen zur Durchführung von Forschungs- und Lehraufgaben an bestimmte Institutionen sowie Spenden für mildtätige Zwecke sind bis zu maximal 10 Prozent des Gewinnes vor Berücksichtigung eines Gewinnfreibetrag steuerlich absetzbar. Eine Liste der begünstigten Empfänger ist auf der Homepage des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at abrufbar. Geld- und Sachspenden bei Katastrophenfällen sind betraglich unbegrenzt als Betriebsausgaben absetzbar, wenn damit ein entsprechender Werbeeffekt verbunden ist, etwa Spenden im Zusammenhang mit einem Hochwasser. Die Zahlung muss in dem Jahr erfolgen, in welchem sich der Betrag steuermindernd auswirken soll. 


  • Verlustvorträge von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern: 

Infolge der Steuerreform 2015/16 ist die Verlustvortragsbeschränkung für Einnahmen-Ausgaben-Rechner auf drei Jahre entfallen. Verluste, welche ab 2013 entstanden sind, können nunmehr unbeschränkt vorgetragen werden. Bei natürlichen Personen als kapitalistischen Mitunternehmern sind Verluste ab 2016 nicht mehr ausgleichsfähig, soweit dadurch ein negatives steuerliches Kapitalkonto entsteht. Derartige Verluste sind nur mehr als Wartetastenverluste für künftige Gewinne (oder Einlagen) aus derselben Einkunftsquelle vortragsfähig. 


  • Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und private Spenden: 

Zahlungen für Sonderausgaben (bestimmte Personenversicherungen, Wohnraumschaffung bzw. -sanierung, Kirchenbeitrag etc.), außergewöhnliche Belastungen (z.B. selbst zu tragende Krankheitskosten oder Kosten für die Kinderbetreuung) sowie private Spenden können für 2018 steuermindernd geltend gemacht werden, wenn sie noch heuer bezahlt werden. Ausgaben für sogenannte Topfsonderausgaben (insbesondere Personenversicherungen und Wohnraumschaffung) können ab 2016 (bis 2020) aber nur mehr dann abgesetzt werden, wenn der der Zahlung zugrundeliegende Vertrag vor dem 1.1.2016 abgeschlossen wurde bzw. mit der Bauausführung oder Sanierung vor dem 1.1.2016 begonnen wurde. 

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