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Ausgezeichnete Steinmetze in Österreich

Die Bundesinnung der österreichischen Steinmetze ehrte in Zusammenarbeit mit dem Steinzentrum Hallein die Gewinner aus drei Wettbewerben.

Neben dem traditionellen Denkmalpflegepreis und dem Grabmalpreis wurde erstmals ein Lehrlingspreis vergeben.
Der aufwändig verzierte Wandbrunnen befindet sich jetzt im eigens errichteten Abt Nicolaus-Saal beim Augustinerbräu Salzburg.
© Clemens Deisl Der aufwändig verzierte Wandbrunnen befindet sich jetzt im eigens errichteten Abt Nicolaus-Saal beim Augustinerbräu Salzburg.

Die Preisverleihung für die 2017 ausgeschriebenen Wettbewerbe erfolgte auf der Salzburger Messe MONUMENTO 2018. Insgesamt waren elf Projekte eingereicht worden. Die Jury aus Denkmalpflegern, Vertretern des Bundesdenkmalamtes sowie dem Steinmetzhandwerk bewertete die eingereichten Projekte aus Naturstein anhand zahlreicher Kriterien: Neben der Sensibilität dem Material gegenüber werden ebenso die Materialauswahl, die Oberflächenbearbeitung und die angewandten historischen Handwerks­techniken beurteilt. Anteil bei der Bewertung haben ebenfalls das restauratorische Können, die einzelnen Bearbeitungsschritte und deren Dokumentation, der Umgang mit der Originalsubstanz und der harmonische Gesamteindruck.

Die Bandbreite der Einreichungen war so vielfältig wie die Tätigkeit der Steinmetze selbst: Von der Sanierung eines Terrazzobodens bis zur Rekonstruktion einer monumentalen Wassertreppe spannte sich der Bogen bei dem seit 2012 bereits zum vierten Mal durchgeführten Wettbewerb. Den ungewöhnlichen Schritt der Jury, in diesem Jahr vier gleichberechtigte Sieger zu küren, begründete Jurymitglied Astrid Huber-Reichl mit der beein­druckenden Qualität der vier völlig unterschiedlichen, nicht miteinander vergleichbaren Projekte, bei denen „jedes für sich ein herausragendes Beispiel für den sensiblen Umgang des Steinmetzhandwerks mit kostbarer, historischer Steinsubstanz darstellt“.

  • Wolfgang Ecker GmbH aus Traiskirchen – Rekonstruktion der sogenannten Großen Kaskade im Schloss Hof: Die über vier Meter hohe Wassertreppe sowie das obere und untere Wasserbecken wurden unter Verwendung zuvor restaurierter Steinfragmente der ursprünglichen Barockanlage neu hergestellt. Im November 2017 wurde die Kaskade fertiggestellt.
  • Wilhelm Schreiber & Partner aus Poysdorf – Sanierung der historistischen Sandsteinfassade der Praterstraße 42 in Wien: Für Ergänzungen mussten die Sandmischungen von Fall zu Fall auf die Farbe des Steins angepasst werden. Für die Jury gab besonders dieser sensible Umgang mit der farblichen Vielfalt des Natursteines den Ausschlag.
  • Marmor-Industrie Kiefer GmbH aus Niederalm – Projekt Marmorsaal Augustinerbräu Salzburg: Errichtet wurde eine komplette historische Raumausstattung aus Adneter und Untersberger Marmor an neuer Stelle. Der aufwändig verzierte Wandbrunnen zierte von 1949 bis zur Neugestaltung des Salzburger Hauptbahnhofes 2009 den sogenannten Marmorsaal im Bahnhofsrestaurant. Jetzt befindet er sich im eigens errichteten Abt Nicolaus-Saal beim Augustinerbräu Salzburg.
  • Miromentwerk Ing. Helmut Stuhlberger aus Wien – Sanierung eines Terrazzobodens in dem von Otto Wagner gestalteten Stadtbahn-Pavillon des „k. u. k. Allerhöchsten Hofes“ in Wien-Hietzing: Bei der Sanierung wurden stark geschädigte Partien anhand von Proben des Altbestandes originalgetreu ausgeführt. Dabei kam beim Terrazzomörtel nur die originale Mischtechnik ohne Kunstharze zum Einsatz.

Preis für das zeitge­nössische Grabdenkmal

Mit dem Grabmalpreis fördert die Bundesinnung das zeitgenössische Grabdenkmal mit individueller und persönlicher Gestaltung in drei Kategorien: Kategorie A für zukunftsweisende Muster-Grabmale auf Sonderschauen und in Ausstellungen, Kategorie B für Grabmale oder Gedächtnissteine, die bereits auf Friedhöfen und anderen Gedenkorten errichtet wurden sowie die Kategorie C für Gestaltungen von Friedhofsanlagen oder Teilbereichen wie Urnenanlagen.
Kategorie A – Bernhard Baumgartner aus Vöcklabruck – „Baumbestattung“: Das Muster-Grabmal aus Schremser Granit war im Rahmen der Landesgartenschau 2017 in Kremsmünster ausgestellt.
In der Kategorie B errang kein Beitrag den ersten Platz. Die Jury vergab daher jeweils einen zweiten Preis an den Steinmetzmeister Erich Trummer aus Gnas (Steiermark) für das „Grabmal eines jungen Tischlers“ sowie an Steinmetzmeister Benedikt Pointner aus Hofkirchen an der Trattnach (Oberösterreich) für sein „Irisches Kreuz“. Den dritten Platz erreichte der Wiener Steinmetzmeister Reinhard Winter für das „Grabmal eines Regisseurs“.
In der Kategorie C für Friedhofs- und Urnenanlagen konnte Moderator und Jurymitglied Arnold Reinthaler zwei Anerkennungen vergeben: Erich Schwab aus Puch bei Hallein – anonyme Urnenanlage in Puch für naturnahe Bestattungen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen sowie Bernhard Baumgartner – Konzept und Umsetzung des Urnenfriedhofs Attnang.

Erstmals Wettbewerb für Lehrlingsprojekte

Der österreichische Steinmetz-Lehrlingspreis wurde 2018 zum ersten Mal ermittelt. Die Ausschreibung richtete sich an alle Steinmetzlehrlinge, Berufs- und Fachschüler sowie Fachschülerinnen, die einfache Arbeiten aus Stein konzipieren, umsetzen und wirkungsvoll präsentieren. Neben Einzelarbeiten können auch Gruppenarbeiten von Lehrlingen sowie von Schülern der Berufsschulen und der Fachschule für Steingestaltung eingereicht werden.
Siegerin in der Gruppe der Einzelarbeiten ist die Halleiner Fachschülerin Melanie Kien mit ihrem funktionellen Waschbecken aus grauem Marmor.
Der erste Preis für eine Gruppenarbeit ging an den Walser Berufschullehrer und Steinmetzmeister Bernhard Hasenöhrl sowie die von ihm betreuten Schüler für das mehrteilige Projekt „Wasserspender“.
Eine Anerkennung für die Gruppenarbeit „Brunnen am Grazer Friedhof“ ging an die Landesberufsschule Graz und Fachlehrer Johann Klammler.

Ausgezeichnete Steinmetze

Fotos: whu@ynet.at ynet gmbh; Clemens Deisl; zVg

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