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Spartenevent in Laxenburg: Bildung 4.0 – Zukunftsperspektiven für die „alte Schule“

Epochale Veränderungen erfordern sowohl unkonventionelle Denkweisen, als auch eine Nachwuchsgeneration mit kreativem Vorstellungsvermögen und Unternehmertum.

Wie aber muss dann unser Bildungssystem aussehen?
© Kraus

Am Podium diskutierten (von links): Michael Kropacek, Vorsitzender der Studierendenvertretung der New Design University; Niki Glattauer, Best-of-Schule Autor; Ingeborg Dockner, Obfrau der Sparte Information und Consulting; Moderator Gerald Gross, vormals ORF; Bildungsministerin Sonja Hammerschmid; Pflichtschulinspektorin Monika Dornhofer und Sonja Zwazl, Präsidentin der WKNÖ.


Immer kürzer werdende Innovationszyklen beeinflussen unser Berufsleben und unseren Alltag immer stärker. Will man nicht Getriebener sein, sondern diese Entwicklung mitgestalten, heißt der Schlüssel „Bildung“:
Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in Zukunft von unseren Kindern erwartet?
Sind unsere PädagogInnen auf die Anforderungen der neuen Arbeitswelten vorbereitet?
Welches Bildungssystem fördert ein notwendig gewordenes unternehmerisches Denken, das uns erlaubt in die Zukunftsgestaltung aktiv einzugreifen?​​

Diese grundlegenden Fragen diskutierte eine hochkarätige Runde beim Spartenevent im Conference Center Laxenburg.
Neben den Statements (siehe unten) sorgte auch die Ankündigung von Spartenobfrau Ingeborg Dockner für Furore: „Die Sparte Information und Consulting ist seit je her Vorreiter am Gebiet der Digitalisierung. Auch deswegen werden wir eine ganze Klasse und ihre Lehrer ‚digital fit‘ machen und mit allem Nötigen ausrüsten.“

Statements (von links nach rechts, analog zum Podium):

  • Michael Kropacek, Vorsitzender der Studierendenvertretung an der New Design University St. Pölten: „Lehren wir an unseren Schulen die Kompetenzen, die die Welt von morgen braucht! Neben Handhabung und Verständnis digitaler Medien sollen Schulen auch verstärkt Kreativität, Problemlösungskompetenz und ein soziales Miteinander auf den Lehrplan rufen. Gamification, also die Anwendung spiel­typischer Elemente, ist dabei das Stichwort.“
  • Niki Glattauer, Bestseller-Autor, Journalist und Lehrer: „Schule heute ist überreglementiert, verbürokratisiert und hoffnungslos überaltert, nicht nur, was den Lehrkörper betrifft. Wie sollen selbst die engagiertesten Lehrerinnen in einem Betrieb, der auf Kreide und Tafeln, Faxgeräten und VHS-Videorekordern aufgebaut ist, Kreativität fördern? Schule heute testet, prüft, evaluiert, dokumentiert – und vergisst vor lauter Tätigkeit auf die Tat.“
  • Ingeborg Dockner, NÖ Obfrau der Sparte Information und Consulting: „Die Schule muss am besseren Erkennen von Kompetenzen arbeiten. Nur, wenn der Fokus auf die Stärken gelegt wird, können sie auch entsprechend gefördert werden. Ideologische Scheuklappen müssen raus aus dem Lehrplan –  Kreativität, Unternehmergeist und Digitalisierung müssen  rein, damit unsere Kinder für die Zukunft auch gerüstet sind.“
  • Sonja Hammerschmid, Bundesministerin für Bildung: „Wissbegierde und Forschergeist sind wichtige Triebfedern für das Lernen und die spätere berufliche Karriere. Es gilt, das mit übergreifendem und projektspezifischem Unterricht zu fördern. Dabei hat gerade heute die Bildung von Medien- und digitaler Kompetenz eine zentrale Bedeutung. Denn gut ausgebildete und engagierte junge Menschen sind der Grundstein für unseren  Wirtschaftsstandort.
  • Monika Dornhofer, Pflichtschulinspektorin in Mödling und Baden: „Bildung ist für mich nicht nur der Erwerb von Kompetenzen und Kulturtechniken – es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen, Werte zu leben und ein Leben lang neugierig zu sein, Neues zu erfahren. Ich sehe die wesentliche Aufgabe der Schule darin, SchülerInnen zu mündigen Medienbenutzern auszubilden, die die Chancen und Gefahren der digitalen Medien erkennen.“
  • Sonja Zwazl, Präsidentin der WK NÖ: „Im Zentrum jeder Aus- und Weiterbildung müssen die individuellen Talente stehen. Wer nur darauf schaut, Schwächen zu glätten, schafft bestenfalls Durchschnitt. Stärken zu stärken, das zählt. Die muss man aber auch kennen – genau dafür haben wir den Begabungskompass aktualisiert: Einen ganzen ‚Talentetag‘ lang können jetzt am WIFI BIZ (Berufsinformationszentrum) Fähigkeiten, Neigungen und Verständnis ausgelotet werden.“


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