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Niederösterreichs Shopping-Center laden wieder zum Einkaufserlebnis ein

Neue Spielregeln, zuversichtliche Händler und entspannte Kunden: Zwei Wochen nach den kleinen Handelsgeschäften haben am 2. Mai auch die 16 heimischen Einkaufszentren ihre Pforten geöffnet. Vier Shoppingzentren berichten, wie das Comeback nach dem Shutdown gelaufen ist.

4.000 Stück Nasen-Mundschutz-Masken hat das Mariandl besorgt, um sie an jene Kunden zu verteilen, die keine eigene Maske zum Einkaufen mitbringen. Kaum jemand musste davon Gebrauch machen.
© Mariandl 4.000 Stück Nasen-Mundschutz-Masken hat das Mariandl besorgt, um sie an jene Kunden zu verteilen, die keine eigene Maske zum Einkaufen mitbringen. Kaum jemand musste davon Gebrauch machen.

Mariandl Krems

„Online einkaufen ist eine gute Alternative, aber ich mag es durch das Einkaufszentrum zu bummeln, mich von den Produkten in den Schaufenstern inspirieren zu lassen und die Sachen anzuprobieren. Da werde ich eigentlich immer fündig", erklärt die junge Frau, die im Kremser Shopping-Center Mariandl gerade aus dem Lift im Obergeschoss steigt, und schaut lachend auf die Einkaufstaschen in ihrer Hand. „Nur schade, dass ich nicht auch gemütlich einen Kaffee trinken und ein Stück Marzipankuchen essen kann, aber das hole ich in zwei Wochen nach", erklärt sie bestimmt und schlendert weiter durch das Kremser Einkaufszentrum. Nasen-Mund-Schutz, Sicherheitsabstand und Desinfektionsmittel: Das Einkaufserlebnis ist ein anderes geworden, aber die Menschen sind bereit, sich auf diese Veränderung einzulassen, wie der erste Einkaufssamstag nach Wochen zeigt.

„Wir freuen uns, dass endlich wieder Leben im Haus ist", sagt Centermanager Egbert Holz und rückt sich seinen Nasen-Mundschutz zurecht. „Es ist zwar noch nicht so viel los, wie an Samstagen vor dem Lockdown, aber es läuft ganz gut und wir sind zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Wochen einspielt", erklärt Holz und spaziert am Genuss.Spiel vorbei. „Vor allem, wenn auch die Gastronomie aufsperren kann und die Menschen wieder einen Ort zum Verweilen haben." 4.000 Stück Nasen-Mundschutz-Masken hat das Mariandl besorgt, um sie kostenlos an jene zu verteilen, die ohne Maske zum Einkaufen kommen. Außerdem sind zusätzliche Reinigungskräfte im Einsatz und es wurden mehrere Stationen mit Desinfektionsmittel aufgebaut. „Die Kunden sind sehr diszipliniert und die meisten bringen eigene Masken mit", weiß der Center-Manager. Besonders beliebt sind neben Lebensmitteln auch Möbel und Sport. Reger Andrang herrscht auch im Friseursalon.

Ähnlich zeigt sich die Situation im Bühl Center, das dem Mariandl gegenüber auf der anderen Seite der Wiener Straße liegt. Verbunden mit einer gläsernen Brücke vereinen die beiden Kremser Einkaufszentren mehr als 80 Shops unter ihren Dächern. Einer davon ist Regina Schuhe. „Wir sind äußerst froh, dass wir wieder öffnen dürfen, aber die Bilanz ist noch etwas durchwachsen. Wir hätten uns doch mehr erhofft. Mal schauen, wie die nächsten Tage und Wochen werden", sagt Peter Plabensteiner, Gebietsleiter von Regina Schuhe in Krems.

Traisenpark St. Pölten

Indes im St. Pöltener Traisenpark. „Die Eröffnung ist wirklich sehr gut gelaufen. Unsere knapp 90 Stores waren super vorbereitet und die Kunden äußerst diszipliniert", freut sich Centermanagerin Anita Bräunlich über einen gelungenen Start nach mehreren Wochen Pause. Schon in der Früh haben sich viele Kunden im Traisenpark getummelt. „Zu Mittag ist die Frequenz durch die fehlende Gastronomie abgeflaut, aber am Nachmittag hat sie sich wieder erhöht", berichtet Bräunlich.

Neben Lebensmittel, Mobilfunk und Geschäften für Gesundheitsbedarf war auch in den Modeboutiquen einiges los. „Es sind vor allem unsere Stammkundinnen, die nach der langen Pause hereingeschaut haben, um ein wenig zu plaudern und sich etwas Schönes auszusuchen", berichtet Franchiseunternehmerin Brigitte Pokorny. 2009 hat sich die Niederösterreicherin mit der Marke Cecil selbstständig gemacht. „Cecil ist bei den Damen ein bekanntes und beliebtes Label, das hilft", sagt sie und greift zum Antibeschlagspray. „Für Brillenträger ein guter Tipp, denn durch das Tragen des Nasen-Mund-Schutz beschlagen oft die Gläser", erklärt Pokorny, reicht ihrer Kundin die Dose und ergänzt: „Wenn Sie in der Kabine sind, können Sie die Maske heruntergeben. Das macht das Anprobieren leichter."

Rosenarcade Tulln

Mit tollen Angeboten lockten auch die mehr als 50 Shop-Betreiber in der Rosenarcade Tulln erstmals wieder Kunden in ihre Geschäfte. „Der erste Tag ist gut gelaufen. Die Händler waren positiv überrascht, wie diszipliniert und umsichtig die Besucher die Schutzmaßnahmen einhalten. Wir verteilen Gratis-Masken am Infopoint, aber kaum jemand macht davon Gebrauch, da alle bereits Masken mithaben. Die Kunden warten auch anstandslos vor dem Geschäft, wenn sich zu viele Leute im Verkaufsraum befinden", berichtet Centermanagerin Katharina Gfrerer. Vor allem der Elektrohandel, Sport und Mode waren begehrt, aber auch andere Branchen freuten sich über die gute Frequenz im Shopping-Center. „Heute waren wieder deutlich mehr Kunden im Geschäft", erzählt Michaela Tscherny, Inhaberin des Familienunternehmens Tscherny Augenoptik, das heuer sein 40-jähriges Jubiläum feiert.

Michaela Tscherny zeigt sich nach der Öffnung des Shopping-Centers zuversichtlich.
© Martin Windisch Michaela Tscherny zeigt sich nach der Öffnung des Shopping-Centers zuversichtlich.

Aufgrund einer Ausnahmeregelung durfte sie auch während des Lockdowns offen haben, „aber es war keine Frequenz im Einkaufszentrum und somit waren kaum Kunden bei mir." Auch wenn die Umsatzzahlen des Vorkrisenniveaus noch in weiter Ferne scheinen, ist die Unternehmerin zuversichtlich. „Die Menschen werden sich an die neue Situation gewöhnen und wieder verstärkt einkaufen kommen", sagt Tscherny, während sie einer Kundin eine Packung mit Kontaktlinsen über die Verkaufstheke reicht.

Umsichtig und diszipliniert. Die Shop-Betreiber in der Rosenarcade Tulln freuten sich, nach mehreren Wochen Zwangspause endlich wieder Kunden in ihren Geschäften bedienen zu können.
© Rosenarcade Tulln Umsichtig und diszipliniert. Die Shop-Betreiber in der Rosenarcade Tulln freuten sich, nach mehreren Wochen Zwangspause endlich wieder Kunden in ihren Geschäften bedienen zu können.

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