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Seriöse Arbeit statt Husch-Pfusch-Beschlüsse

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
© © Josef Bollwein Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

„Bitte keine Wahlzuckerl“ lautete Mitte Mai der Titel des an dieser Stelle erschienenen Kommentars. Die Realität droht wieder einmal eine andere zu sein. Stand jetzt, ich schreibe diese Zeilen am 3. Oktober, scheint die SPÖ eine „Angleichung“ von Arbeitern und Angestellten noch drei Tage vor der Wahl im Nationalrat durchpeitschen zu wollen.

Ob die Begriffe Arbeiter und Angestellter noch zeitgemäß sind, darüber kann man streiten. Ebenso ob sich ein Arbeiter mit dieser Bezeichnung zu wenig wertgeschätzt fühlt. Aber diese Fragen haben jene zu beantworten, die sich entsprechend auskennen – die Sozialpartner. Dieses Thema ist zu komplex für Husch-Pfusch-Beschlüsse und muss folglich in Ruhe und seriös bearbeitet werden. Praxisuntaugliche Regelungen haben wir mehr als genug.

Wer hier etwas mit Gewalt und ohne übliche Begutachtung noch schnell vor der Wahl durchpeitscht, stellt seine demokratiepolitische Reife massiv in Frage. Und endgültig indiskutabel wird das Vorgehen, wenn die politische Zuckerlverteilung darüber hinaus noch auf Kosten Dritter, nämlich unserer Unternehmen, erfolgen soll.

Zur Verdeutlichung: In Niederösterreich stehen aktuell rund 260.000 Arbeitern rund 310.000 Angestellte gegenüber. Wer hier ohne Berücksichtigung der Branchen, der Unternehmen, an Schrauben wie der Regelung der Krankengeldbezüge zu drehen beginnt, schafft erhebliche Kosten und Belastungen für Unternehmen – und schadet damit letztlich dem gesamten Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort. Das sollten und dürfen Wahlzuckerl eigentlich niemandem wert sein.

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