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Neue Schnupperlehre-Hotline der WKNÖ

Die Lehrzeit kann für alle Beteiligten so schön wie anstrengend sein. Die Berufsausbildung, die Arbeitswelt der Erwachsenen, die Auseinandersetzung mit einer jüngeren Generation – es gibt wahrlich einfachere Situationen.

Lehrherr und Lehrling beim Holzschneiden
© Adobe Stock Wer als Lehrbetrieb die Schnupperlehre anbietet, kann sich auf der Seite eintragen lassen, ein E-Mail genügt: pr.bildung@wknoe.at
Umso wichtiger ist die Wahl des „richtigen Betriebes“ und vor allem die Wahl des „richtigen“ Lehrlings. Neben den bisherigen Hilfestellungen in Sachen Lehre gibt es jetzt auch eine eigene Schnupperlehre-Hotline unter 02742/ 851-17910
Auf der Internetseite www.lehre-respekt.at können die Jugendlichen nach Umkreis, Bezirk, Lehrberuf und Berufsgruppen suchen und sich Lehrbetriebe auf eine Landkarten anzeigen lassen.
Wer als Lehrbetrieb die Schnupperlehre anbietet, kann sich auf der Seite eintragen lassen, ein E-Mail genügt: pr.bildung@wknoe.at

Egal, ob ein Unternehmen Jugendlichen einen Blick in die Berufswelt ermöglichen, oder einen potenziellen Lehrling mal etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte – dafür eignen sich am besten die berufspraktischen Tage. Die SchülerInnen werden für eine bestimmte Zeit in den Arbeitsalltag des Unternehmens integriert und können sich ein praxisnahes Bild vom Beruf machen.

Schnupperlehre während der Unterrichtszeit

Bei berufspraktischen Tagen (als Schulveranstaltung) sind die SchülerInnen in gleicher Weise kranken- und unfallversichert wie beim Unterricht im Klassenzimmer oder auf Exkursion.
Unfallversicherung während der Unterrichtszeit bei schulbezogener Veranstaltung:
1. Der Betriebsinhaber muss keine Meldung bei der AUVA erstatten und keinen Beitrag leisten.
2. Die Berufsorientierung während der Unterrichtszeit  kann an bis zu fünf Tagen pro Unterrichtsjahr erfolgen, wenn es sich um Schüler ab der 8. Schulstufe handelt.
3. Die Erlaubnis für eine individuelle Berufsorientierung muss vom Klassenvorstand erteilt werden

Schnupperlehre außerhalb der Unterrichtszeit

Eine individuelle Berufsorientierung außerhalb der Unterrichtszeit (z.B. nach dem täglichen Unterricht oder während der Ferien) ist nur bei Schülern im oder nach dem achten Schuljahr möglich. Voraussetzung dafür ist, dass die Zustimmung des Erziehungsberechtigten vorliegt. Der Krankenversicherungsschutz besteht meist durch die Mitversicherung bei den Eltern.
Unfallversicherung außerhalb der Unterrichtszeit:
1. Betriebsinhaber muss keine Meldung bei der AUVA erstatten und keinen Beitrag leisten.
2. Schnupperlehre darf höchstens 15 Tag pro Berieb und Kalenderjahr erfolgen

Schnupperlehre von Jugendlichen, die keine Schüler mehr sind

Eine Schnupperlehre im Sinne des § 175 Abs. 5 Z 3 ASVG ist für Jugendliche, die keine Schüler mehr sind, nicht möglich. Enzige Ausnahme: In dem Kalenderjahr, in dem die Schulkarriere beendet wird, kann bis Ende September eine individuelle Berufsorientierung absolviert werden.

Rahmenbedingungen der Schnupperlehre

Durch Zuschauen, Fragen stellen und Ausprobieren einfacher, ungefährlicher Tätigkeiten soll ein interessierter Jugendlicher seinen Wunschberuf praxisbezogen kennen lernen. Den Jugendlichen trifft keine Arbeitspflicht, er hat aber auch keinen Anspruch auf Entgelt.
Eine Eingliederung des Jugendlichen in die betriebliche Organisation findet nicht statt, da in diesem Fall ein Arbeitsverhältnis mit allen arbeits- und solzialrechtlichen Konsequenzen (Anmeldung bei der Krankenkasse, Entgeltzahlungspflicht, Andwendung des Kollektivvertrages, etc.) entsteht.
Die Schnupper-Lehrlinge dürfen zu keiner Arbeit verpflichtet werden und unterliegen auch nicht dem Weisungsrecht des Betriebsinhabers (mit Ausnahme von jugendschutzrechtlichen Bestimmungen, Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und arbeitshygienische Vorschriften).
Sollten die Jugendlichen einzelne Handgriffe ausprobieren dürfen, ist dabei auf die körperliche und geistige Reife Bedacht zu nehmen. Der Unternehmer verstößt sonst gegen die Bestimmungen des Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetzes!
Erfahrungsgemäß werden die Zeiten, in denen sich der Schüler im Betrieb aufhalten darf, individuell vereinbart.
Eine Schnupperlehre unmittelbar vor Beginn eines Lehrverhältnisses ist rechtlich problematisch und sollte jedenfalls vermieden werden. Ein solcher zeitlicher Zusammenhang könnte dazu führen, dass die Zeit des Berufspraktikums bereits als Lehrzeit mit allen arbeits- und sozialrechtlichen Konsequenzen gilt.

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