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Mein WKO

Regionen mit Leben erfüllen

Qualität. Service. Beratung. Im Ort. Vor der Haustür. Die heimischen Ortskerne brauchen eine funktionierende, bunte und ausgewogene Unternehmerlandschaft. Mit der Kampagne „Mir ist‘s nicht egal – ich kauf lokal“ will die WKNÖ das Bewusstsein für Regionalität schärfen. 

Regionales Geschäft
© Andreas Kraus Gemeinsames Bekenntnis zur Regionalität: Die Nähe der Betriebe gewinnt an Bedeutung. Mit der Kampagne #ichkauflokal ruft die WKNÖ zum Konsum bei den Unternehmen vor Ort auf. Rund 900 Partnerbetriebe sind schon mit dabei.

Guten Morgen Michaela“, sagt Mona Strametz und blickt die junge Frau lächelnd an, die den Rad- und Sportshop Strametz an der Mariazellerstraße in Traisen betritt. „Wie war die Bergtour auf den Göller? Magst einen Espresso?“, fragt sie die Stammkundin.

„Gerne“, erwidert die Traisnerin und lässt sich am gemütlichen Verkaufstresen nieder. „Euer Arcteryx Jacket war perfekt für die wechselhaften Wetterbedingungen. Von denen brauch‘ ich dringend noch eine“, meint die Hobby-Bergsteigerin und führt die Tasse zum Mund.

Seit 1995 bietet das Familienunternehmen mit vier Mitarbeitern und einem Lehrling hochwertige und ausgewählte Sportartikel für Jedermann. 90 Prozent der Kunden sind Stammkunden, einige nehmen auch einen längeren Anfahrtsweg auf sich.

„Beratung, Qualität und der Austausch mit unseren Kunden ist uns wichtig. Sie sollen sich bei uns wohl fühlen, sich gerne bedienen lassen und auf unser Fachwissen vertrauen. Der persönliche Kontakt ist für beide Seiten etwas Schönes – man kennt sich mit der Zeit“, erklärt Geschäftsführer Norbert Strametz und ergänzt: „Auch wenn es Probleme oder Reklamationen gibt, versuchen wir diese für unsere Kunden zu lösen.“
Das Sortiment ist groß, die Spezialgebiete sind Bike, Outdoor, Running, Tennis, Langlauf, Ski Alpin, Tourenski sowie Sport-Lifestyle. Darüber hinaus bietet Sport Strametz Stil und Farbberatung, Tennisracket-Bespannservice und Bootfitting (Schi- und Bergschuhanpassung). 

Der Austausch mit den Kunden

„Mir sind Beratung, Qualität, Service und Individualität sehr wichtig. Sportartikel hat man ja meistens länger, da soll‘s auf Anhieb passen“, betont Josef Fuchs, während er an den verschiedenen Bike-Modellen vorbei, zielsicher die Werkstatt im hinteren Bereich des rund 120 Quadratmeter großen Geschäfts ansteuert.

Hier ist die Wirkungsstätte von Reinhard Steinwendtner und seinem Lehrling Florian Zöchling, die sich sogleich um das Anliegen ihres Kunden kümmern.
„Ich muss nicht weit fahren und habe große Auswahl. Zudem bieten Norbert und sein Team auch einen Liefer- bzw. Abholdienst an. Und ich kann mir Sachen zum Probieren mit nach Hause nehmen“, erklärt Michaela F. und fügt lachend hinzu: „Aber am liebsten verbinde ich den Einkauf mit einem Plausch. Der Kaffee hier ist nämlich auch sehr gut.“

www.sportstrametz.at

In der Blumeninsel

Vogelgezwitscher und Blumenduft sind eine gute Kombination. Fröhlich zwitschern Papageno und Pimpinella, die beiden Wellensittiche, in ihrer großen Voliere in der hellen, freundlichen „Blumeninsel“ von Irene Riedel in Tullnerbach vor sich hin. Die ganze Palette des Lebens spiegelt sich hier. Erst am Vortag galt es ein Begräbnis floral zu begleiten, heute stehen zwei Hochzeiten auf dem Programm. „Zu wenig Hände“, sagt Riedel – und lächelt aber dabei.

Lehrling Anna Hösch bindet unterdessen in höchst beeindruckendem Tempo perfekte Blumensträuße in den verschiedensten Farbtönen – jederzeit fertig zum Mitnehmen und jeder Strauß ein richtiges Unikat. Man müsse als Lehrling schon „etwas mitbringen. Manche haben das im G’spür. Und andere lernen’s nie“, erläutert Riedel. Und Hösch ergänzt: „Es hat schon etwas Künstlerisches.“


Meine Mädels dürfen von Anfang an alles machen. - Irene Riedel, Floristin

Irene Riedel
© WKNÖ Seit rund 35 Jahren sorgt Irene Riedel als Selbstständige für den zu jedem Anlass passenden Blumenschmuck in der Region.

Ohne Stress und Training

Hösch hat ganz offensichtlich „etwas mitgebracht“. Schließlich ist die Wolfgrabnerin beim Landeswettbewerb der NÖ Floristen in Tulln als Siegerin hervorgegangen – und hat auf österreichweiter Ebene den Preis für den schönsten Urnenschmuck abgeräumt. Ohne Stress, ohne Training sei es zum Wettbewerb gegangen, berichten Riedel und Hösch unisono. Beim Hinfahren habe man „noch geredet“, das war’s. Seit ihrem 22. Lebensjahr bildet Riedel Lehrlinge aus. „Meine Mädels dürfen von Anfang an alles machen“, also überall mitarbeiten, von Sträußen bis zu Trauerkränzen, sagt sie. „Auch der Lehrling muss zufrieden sein.“ Bei Anna Hösch steht jetzt die Lehrabschlussprüfung an. Der nächste Lehrling, eine junge Dame aus der Polytechnischen Schule, steht schon in den Startlöchern und beginnt – nach bereits ausgiebigem Schnuppern in den Betrieb – im August.

„Boho-Style“

Anna Hösch drapiert die fertiggestellten Blumensträuße inzwischen in der Nähe des Geschäftseingangs. Pastell- und Erdtöne liegen derzeit besonders im Trend, dazu Pflanzen wie Eukalyptus, Pampasgräser oder auch Disteln. „Boho-Style eben“, lernt der „Wirtschaft NÖ“-Reporter gleich einen ihm bis dahin nicht geläufigen Fachausdruck.
Abseits von Trends macht sich die Teuerung aber auch im Blumenbereich beim Einkauf der Ware massiv bemerkbar – und die Ware ist knapper geworden. „Man bekommt nicht immer alles.“ Dafür kann sich Riedel auf ihre Kundinnen und Kunden verlassen. „Unsere Stammkundschaft hat uns immer schon gut die Treue gehalten“, lächelt sie. Und auch bei der Laufkundschaft habe man zugelegt. Spricht’s und macht sich fertig, um rasch und einmal mehr bestellten Blumenschmuck pünktlich und in gewohnter Qualität auszuliefern. Der nächste Familienanlass wartet schon.
blumeninsel-riedel.at

Karikatur Bäckerei
© Hartner GmbH
Beim Bäcker Hartner

Indes, 127 Kilometer südwestlich, in Waidhofen an der Ybbs, reicht Sigrid Hartner einen Laib Hausbrot über den Verkaufstresen ihrer Bäckerei. „Bitteschön Maria. Nach dem Rezept meines Großvaters. Wohl bekomms‘.“ Im Sommer 1932  haben Gottfried & Hermine Hartner in der Ybbstorgasse in Waidhofen eine Bäckerei gegründet. Im Jahr 2002 hat Sigrid Hartner den von ihren Eltern vergrößerten Betrieb mit 40 Mitarbeitern, inklusive eigener Konditorei und zweier Kaffeehäuser, übernommen. „Die Bäcker-Gene wurden mir gewissermaßen in die Wiege gelegt“, lacht die Mostviertlerin.
„Wir bieten eine große Auswahl an täglich frisch erzeugten Back- und Konditorwaren – in Handarbeit hergestellt. Zudem waren wir eine der ersten Bäckereien im Mostviertel mit einer Bio-Zertifizierung“, erklärt Hartner. In der hauseigenen Mühle wird das regional eingekaufte Bio-Getreide täglich frisch vermahlen, um die wertvollen Inhaltstoffe in Schale und Keimling zu erhalten.

Hände die Teig kneten
© Hartner GmbH In der Bäckerei Hartner entstehen die Produkte in Handarbeit – täglich frisch.
„Wir haben viele, treue Stammkunden. Einige kommen sogar nur wegen unserer köstlichen Brote und Mehlspeisen von Amstetten, Steyr und dem Ybbstal nach Waidhofen und decken sich mit unseren Waren ein. Außerdem schätzen unsere Stammkunden das persönliche Gespräch. Wir nehmen uns gerne Zeit, um ein wenig zu plaudern.“

Mit Rohstoffen aus der Region

Hier wird auch an Sonn- und Feiertagen gebacken. „Ich kann sieben Tage die Woche frisches Brot kaufen. Das ist super“, erklärt eine junge Frau und packt eine Schachtel mit Mehlspeisen behutsam in ihr Stoffsackerl. Die Rohstoffe für die Backwaren werden aus der Region bezogen: Bio-Milch, Bio-Eier, Getreide, Obst, Honig, Schnäpse. „Wir passen die Mehlspeisen der Saison entsprechend an und backen auch traditionelle Produkten, etwa das ,Godnkipferl‘, das Osterlamm, Fastenbeugel, Allerheiligen-Striezel, Semmelkrampus und unser berühmtes Kletzen- sowie Früchtebrot“, erklärt Hartner. Dass die Qualität stimmt, zeigen nicht nur viele zufriedene Kunden, sondern auch die Goldmedaillen beim Lebkuchen Award (Lebkuchen Genuss Stangerl) und dem Internationalen Brotwettbewerb (Waidhofner Gupf). Um auch weiterhin erfolgreich zu sein, setzt die Hartner GmbH auf die Lehrlingsausbildung. Mehr als 80 Nachwuchskräfte wurden bereits ausgebildet. „Aktuell haben wir einen Bäcker-, drei Konditor- und einen Systemgastronomielehrling“, sagt Hartner und widmet sich der nächsten Kundin.
www.hartner.waidhofen.at 

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