th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Silvester naht – die wichtigsten Informationen für den Pyrotechnikhandel zum Jahreswechsel

Das Bundesministerium für Inneres ersucht, die einschlägigen Gewerbetreibenden auf die nachstehenden Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes 2010 hinzuweisen:

Feuerwerk
© Pixabay
1. Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F1 dürfen gemäß § 30 Abs. 1 PyroTG 2010 iVm § 15 Z. 1 leg. cit. Personen unter
12 Jahren nicht überlassen werden.

2. Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2
dürfen gem. § 30 Abs. 1 PyroTG 2010 iVm § 15 Z. 2 leg. cit. Personen unter 16 Jahren nicht überlassen werden.

3. Zur Knallerzeugung bestimmte pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 dürfen nicht überlassen, in Verkehr gebracht und auf dem Markt bereitgestellt werden, es sei denn, der Knallsatz enthält ausschließlich Schwarzpulver. Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2, die als Knallsatz einen Blitzknallsatz („BKS“, „flash powder“) enthalten (Blitzknallkörper, flash banger), sind in Österreich daher generell verboten, auch wenn Knallartikel der Kat. F2 mit Blitzknallsatz aus dem Ausland ein

CE-Kennzeichen aufweisen sollten.


4. Bereitstellung: Händler dürfen nur pyrotechnische Gegenstände, die gemäß §§ 22, 23 und 24 PyroTG 2010 gekennzeichnet, und pyrotechnische Sätze, die gemäß § 24 PyroTG 2010 gekennzeichnet sind, bereitstellen.
Dies bedeutet, dass pyrotechnische Gegenstände, die im Bundesgebiet an den Endverbraucher bereitgestellt werden, in deutscher Sprache richtig, sichtbar, lesbar und dauerhaft gekennzeichnet sind und die Kennzeichnung folgende Angaben zu enthalten hat:
den Namen, den eingetragenen Handelsnamen oder die eingetragene Handelsmarke und die Postanschrift des Herstellers,
wenn der Hersteller nicht in der Europäischen Union niedergelassen ist, die Angaben zum Hersteller nach Z 1 sowie den Namen, den eingetragenen Handelsnamen oder die eingetragenen Handelsmarke und die Postanschrift des Importeurs,
den Namen und den Typ des Gegenstandes,
die Registrierungsnummer nach § 21d,
das CE-Kennzeichen nach § 22,
die Produkt-, Chargen- oder Seriennummer des Artikels,
die betreffende Altersgrenze nach § 15,
die jeweilige Kategorie,
Gebrauchsanleitung und Sicherheitsinformation,
die Nettoexplosivstoffmasse und
bei Feuerwerkskörpern der Kategorien F3 und F4 zusätzlich das Herstellungsjahr.

Weiters müssen Feuerwerkskörper zusätzlich folgende Mindestinformationen enthalten:
1. Kategorie F1: gegebenenfalls „nur zur Verwendung im Freien“ und einen Mindestsicherheitsabstand;
2. Kategorie F2: „nur zur Verwendung im Freien“ und einen Mindestsicherheitsabstand (8 Meter)
3. Kategorie F3: „nur zur Verwendung im Freien“ und einen Mindestsicherheitsabstand (Bei Kat. 3. benötigt der Verwender einen Kurs für F3 und darf nur mit behördlicher Genehmigung verwendet werden)
4. Kategorie F4: „zur Verwendung nur durch Personen mit Fachkenntnissen“, einen Mindestsicherheitsabstand oder Kenngrößen zur Ermittlung des Mindestsicher- heitsabstandes (F3 und F4 sind Großfeuerwerke und der Handel ist eingeschränkt und nicht auf normale Konsumenten anwendbar)

Falls auf dem pyrotechnischen Gegenstand nicht genügend Platz für die erforderliche Kennzeichnung vorhanden ist, müssen diese auf der kleinsten Verpackungseinheit angebracht werden.
Die Kennzeichnung pyrotechnischer Sätze, die im Bundesgebiet an Endverbraucher bereitgestellt werden, muss mindestens Name und Typ des Satzes, die jeweilige Kategorie sowie eine Gebrauchsanweisung und Sicherheitsinformation enthalten. Sie muss in deutscher Sprache ausgeführt sein und ist auf der kleinsten Verpackungseinheit anzubringen.
Hat der Händler Grund zur Annahme, dass ein pyrotechnischer Gegenstand nicht mehr § 20a Abs. 1 Z 1, 2, 4, 5 oder 6 PyroTG 2010 entspricht, hat er, soweit zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher erforderlich, unverzüglich alle Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere den pyrotechnischen Gegenstand zurückzunehmen oder zurückzurufen, damit der rechtmäßige Zustand wieder hergestellt wird, und darüber die Behörde sowie den Hersteller oder den Importeur zu informieren.

5. Da die Übergangsbestimmungen des § 47 PyroTG 2010 mit 4.7.2017 außer Kraft getreten sind, müssen seit diesem Zeitpunkt sämtliche pyrotechnische Gegenstände dem PyroTG 2010, insbesondere hinsichtlich der EU-Konformität und CE-Kennzeichnung entsprechen und eine Registrierungsnummer sowie gesetzeskonforme Kennzeichnung aufweisen. Pyrotechnische Gegenstände der Klassen I bis IV gem. Pyrotechnikgesetz 1974 dürfen daher nicht mehr am Markt bereitgestellt, in Verkehr gebracht, erworben, überlassen, besessen und verwendet werden.

Weitere Infos des Landesgremiums:
Die Pyrotechnik-Lagerverordnung 2004 wurde bis jetzt noch nicht geändert. Damit gelten weiterhin die Lagermengen gemäß dem Bruttogewicht (inklusive Verpackung und Ursprungskarton) des pyrotechnischen Gegenstandes (siehe nachstehende Tabelle).

©

Achtung: Betreffend Lagerverordnung gelten die im Bescheid der Betriebsanlage angeführten Lagermengen. Die Behörde kann die Lagermengen abweichend festsetzen. Insbesondere auf die Einhaltung des §2 Allgemeine Lagerbestimmungen (Feuerlöscher, Kennzeichnung, Rauchverbot,…) und des §3 Lagerverbote (Notausgänge, Fluchtwege, Pyrotechnika dürfen vom Kunden nicht frei entnommen oder berührt werden können,…) wird verwiesen. Beachten Sie, dass jedenfalls ab Kategorie II eine Berechtigung für das reglementierte (Konzession) Gewerbe Pyrotechnikhandel notwendig ist.

Wichtig: Weisen Sie Ihre Käufer auf den sorgfältigen Umgang mit Pyrotechnika hin. Auch die Abgabe an die entsprechenden Alterskategorien sowie die jeweiligen Gebrauchsanweisungen sind zu beachten und ein entsprechendes Verhalten beim Zünden von pyrotechnischen Artikeln sind notwendig.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Gewerbe und Handwerk
Topfpflanzen in Miniaturform sind seit einigen Jahren stark im Trend.

Saisonstart für den Weihnachtsstern

Neben dem traditionellen Adventkranz und dem Adventkalender sind es vor allem die Weihnachtssterne, die als Vorweihnachtsboten gelten mehr

  • Information und Consulting
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Obmann Karl Puš in der Buchhandlung Schubert.

Ein Brief ans Christkind

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Obmann Karl Puš gaben in der St. Pöltner Buchhandlung Schubert den Startschuss für die Aktion „Liebes Christkind“ der NÖ Buchhändler und Verleger. mehr