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Dynamisches Duo: Mit Kontinuität und Qualität zum gastronomischen Erfolg

Von einem Zwei-Mann-Team zu einem 36-köpfigen Betrieb. Seit knapp zehn Jahren prägen René Reinmüller und Mario Sassmann die Melker Gastronomie-Szene. Seit Juni zeichnen sie auch für den kulinarischen Genuss auf der Schallaburg verantwortlich. Corona spornte sie zur Flucht nach vorn an, denn Aufgeben kommt für die leidenschaftlichen Unternehmer keinesfalls in Frage.

Erfolgreiches Duo: René Reinmüller und Mario Sassmann (r.) haben in der Melker Gastro-Szene einiges bewegt. Seit Juni führen sie auch die Gastronomie auf der Schallaburg.
© Michael Bouda Erfolgreiches Duo: René Reinmüller und Mario Sassmann (r.) haben in der Melker Gastro-Szene einiges bewegt. Seit Juni führen sie auch die Gastronomie auf der Schallaburg.
„Die letzten neun Jahre waren eine spannende Reise“, sagt René Reinmüller mit einem leicht nostalgischen Ton in seiner Stimme. Er blättert in den Fotos von den massiven Umbauarbeiten des Melker Rathauskellers aus dem Jahr 2014. Berge von Schutt, eingerissene Wände und schweres Baugerät sind darauf zu sehen. Im gemütlichen Ambiente des heutigen Lokals lässt sich diese Zeit nur mehr erahnen. „Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben“, erklärt auch Reinmüllers Cousin und Geschäftspartner Mario Sassmann, und lässt seinen Blick durch den Rathauskeller wandern. Gestaltet wurde das Gasthaus nach ihren Vorstellungen. Um die Ideen umzusetzen, haben sie sich auch finanziell mit einer großen Summe an den Arbeiten beteiligt.
Neben dem Rathauskeller haben sie in dieser Zeit auch noch eine Weinbar betrieben – das Kalmuck, das nur einen Steinwurf vom Gasthaus entfernt liegt. Darüber hinaus vermietet das Unternehmer-Duo Zimmer und Appartements: 11 Zimmer im Rathauskeller sowie zwei Appartements und zwei Doppelzimmer in einem Gebäude daneben („Die Residenz“), das sie 2018 gekauft und umgebaut haben. Mit Juni diesen Jahres führen sie zudem die Gastronomie auf der Schallaburg.

Mit vollem Einsatz


„Wir kommen aus einer Gastronomenfamilie und René hat eine Tourismusschule besucht. Als ich aus der Schweiz zurückkam, wollte ich mich selbstständig machen. Aber nicht allein. René war für meinen Plan gleich Feuer und Flamme“, erzählt Sassmann. Bis das passende Lokal gefunden war, verging allerdings einige Zeit. „Doch wir blieben hartnäckig am Ball und haben im April 2011 das Kalmuck aufgesperrt“, sagt Reinmüller und fügt lachend hinzu: „Das war der schlimmste Tag in meinem Leben.“ Kurz bevor die Gäste eintrafen, warf der Koch das Handtuch, der Schlüssel war nicht auffindbar, die Speisekarten nicht fertig und das Besteck nicht poliert. Ohne die kurzfristige Unterstützung von Partnerinnen und Müttern hätte der Abend in einem Chaos geendet. „Wir waren grün hinter den Ohren und haben uns mit der Weinbar auch finanziell weit aus dem Fenster gelehnt.“ Das erste Jahr arbeiteten die beiden nonstop – ohne freien Tag. Doch Leidenschaft und Engagement haben sich ausgezahlt und das Kalmuck wurde zu einem beliebten Treffpunkt in der Melker Altstadt. 2019 haben sie das Nachtlokal an zwei ihrer Angestellten abgegeben.

Neue Herausforderung


2013 trat der Besitzer des Melker Rathauskellers bei seiner Suche nach neuen Pächtern an die beiden heran. „Nachdem sich die Pläne, ein zweites Kalmuck in St. Pölten aufzusperren, in letzter Minute zerschlagen haben, willigten wir ein, am 13. Oktober, zum Melker Kirtag, den Rathauskeller für einen Tag auf Probe zu schmeißen.“ Zum Glück rückte das Duo mit einer mobilen Küche an, denn nichts hat funktioniert. „Dieser Tag war der blanke Horror. Von einer Überschwemmung bis hin zu einer riesigen Stichflamme, die aus dem Kühlaggregat schlug, war alles dabei“, erinnern sich Reinmüller und Sassmann. Doch die Herausforderung war reizvoll. Sie nahmen Geld in die Hand und setzten ihre Vorstellungen gemeinsam mit dem Eigentümer um. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit eröffnete 2015 der Rathauskeller unter ihrer Führung. „Da uns irgendwann das Geld ausging, haben wir die Einrichtung für fünf Gästezimmer bei der Auktion eines steirischen Sporthotels erstanden.“ Und da sie mit turbulenten Premieren schon Erfahrung hatten, ließen sie sich weder von einer Schankanlage mit Eigenleben aus der Ruhe bringen, noch davon, dass Türen und Türstöcke erst kurz vor Eintreffen der Gäste eingebaut wurden.
Das Konzept ging wieder auf. „Wir konnten den Umsatz kontinuierlich steigern und das heurige Jahr lief super an.“ Doch dann kam Corona. Und auch im Rathauskeller wurde gerechnet, kalkuliert und nachgedacht. Als die Schallaburg plötzlich nach einem neuen Pächter suchte, griffen Reinmüller und Sassmann zu. „Es war eine Nacht und Nebel-Aktion. Wir hatten das Know-how und Personal und konnten gleich loslegen.“ Auf diese Weise lassen sich die Umsatzeinbußen im Rathauskeller einigermaßen kompensieren.

Arkadenhof Schallaburg
© Thomas Schnabel Arkadenhof Schallaburg


„Das Geschäft ist gut angelaufen. Aber es gibt Potenzial nach oben, vor allem, was Veranstaltungen und Feste anbelangt“, betont Sassmann und führt in den Gastgarten des Rathauskellers, der erst durch den Kauf des Nachbargebäudes entstanden ist. „Durch einen einfachen Durchbruch haben wir das Lokal mit dem dahinter liegenden Hof verbunden“, erklärt Reinmüller und ergänzt: „So haben wir auch Platz für große Feiern.“
Mit Mut, Weitblick, Leidenschaft, Einsatz und gastronomischem Gespür wurde das Duo im Laufe der Jahre zu einem der größten Tourismus-Arbeitgeber in der Region. „Einig“, sagen die beiden und lachen, „einig sind wir uns eigentlich nie – nicht einmal bei der optischen Gestaltung der Eiskarte.“ Doch das Ziel ist dasselbe. „Wir kennen einander schon ein Leben lang und lassen uns aufeinander ein.“ Und was macht die beiden so erfolgreich? „Es sind zwei Komponenten, die wichtig sind – Qualität und Kontinuität. Du darfst das Geschäft nie schleifen lassen – auch wenn es manchmal auf Kosten der Freizeit geht“, betonen Reinmüller und Sassmann – ausnahmsweise übereinstimmend.

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