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Keine dritte Piste ist eine Absage an den Standort!

Kommentar von Obmann Franz Penner:

Porträt Spartenobman Franz Penner
© Henk/Fotolia/Ismani Spartenobman Franz Penner
Die Absage an die dritte Piste des Flughafens Schwechat ist eine Absage an den Wirtschaftsstandort! Die dritte Piste wäre sehr wichtig für die Wachstums- und Entwicklungschancen der Wirtschaft – jetzt bleibt uns nur die Hoffnung auf den Verwaltungsgerichtshof!
In der Wirtschaft stößt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts auf großes Unverständnis. Der Flughafen Wien verzeichnet ein kontiniuierliches Passagierwachstum: Im Jahr 2016 wurde erstmals die 23-Mio-Marke überschritten. Mit 23,4 Mio. Passagieren sind 2016 so viele Menschen über den Flughafen Wien geflogen wie nie zuvor. Im Jänner 2017 wurde ein Passagierplus von 7,9 Prozent verzeichnet!
Der von der Politik grundsätzlich befürwortete Infrastrukturausbau wird mit einer Ablehnung der dritten Piste konterkariert. Das wäre ein herber Rückschlag – nicht nur für die Luftverkehrsbranche. Alle Bestrebungen, die Tourismuswirtschaft zu unterstützen und auch allen anderen Branchen eine tragkräftige Infrastruktur als Basis für Wachstum zu bieten, wären damit ad absurdum geführt.
Es handelt sich hier nämlich nicht nur um irgendeine bauliche Erweiterung, sondern um die Optimierung unseres größten Flughafens, der als  wirtschaftlicher Impulsgeber eine Schlüsselfunktion für die gesamte österreichische Wirtschaft hat. Im Waren-  und Personenverkehr zwischen Ost und West nimmt der Flughafen Wien eine wichtige Position ein, die auch weit über nationale Belange hinausgeht! Die Argumente für den Ausbau sind viele:
Als „Drehkreuz der Wertschöpfung“ sorgt jeder Beschäftige am Flughafen für zwei weitere Beschäftigte – das sagt eine Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes (IWI).
Dieser Effekt schlägt  sich bei vor- und nachgelagerten Unternehmen nieder wie etwa bei der Mineralöl– und Bauwirtschaft sowie in den Bereichen Beherbergung, Gastronomie oder Handel.
Seit 1989 hat sich die Passagierentwicklung vervierfacht – was spricht dagegen, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen? Analog dazu ist natürlich auch die Tourismuswirtschaft betroffen, da ja auch die Tourismuszahlen laufend steigen.
Fast die Hälfte aller exportierten Waren unserer Industrie verlassen Österreich über Schwechat als Luftfracht. „Mehr Export“ ist nicht nur Ehrgeiz der heimischen Wirtschaft, sondern auch realistische Zukunftsaussicht – und dann bedeutet ein „Mehr“ an  Frachtumschlag auch einen vermehrten Bedarf im Luftfrachtbereich.
Für internationale Konzerne steht und fällt der Standort Österreich nicht nur mit der Anzahl von direkt erreichbaren Destinationen, sondern auch mit dem Angebot, wann und wie oft sie angeboten werden – „mehrmals wöchentlich“ ist dabei eher die Pflicht, als die Kür, dafür braucht man aber auch die nötigen Kapazitäten.
Der Ausbau würde zusätzliche 2.000 Arbeitsplätze bedeuten. Der Luftverkehr ist nämlich eine der wenigen Industrien, die nicht aus Europa abwandert, sondern mit einem jährlichen Wachstum von fünf  Prozent ein Job-Motor bleibt – auch bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage! Auch Eurocontrol prognostiziert bis 2030 eine Verdoppelung der Nachfrage an Luftverkehrsdienstleistungen.
Die Steuerleistung ist enorm: Der gesamte Sektor (inklusive Vorleistungsindustrie) zahlt jetzt schon 1,6 Mrd. Euro an Steuern und Sozialabgaben – ohne Ticketsteuer! Warum also soll eine dritte Piste nicht gebaut werden?

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