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„Das Konzil“ will Bildungsdebatte aufbrechen

"Wie kann Bildung Frieden sichern?“  Das Leitthema für das erste BildungsKonzil Heldenberg steht im Umfeld zunehmend polarisierter Gesellschaften.

Dahinter entfaltet die Wirtschaftskammer Niederösterreich ein innovatives und regelmäßiges Veranstaltungsformat, das Verkrustungen der langjährigen Bildungsdebatte aufbrechen soll. Das Konzept dieses BildungsKonzils: Die breite Einbindung gesellschaftlicher Gruppen und Expertisen, die aktive Überbrückung unterschiedlicher Zugänge – und drei Tage „konziliare Konzentration“ am Heldenberg bei Hollabrunn in Niederösterreich.

Präsentierten die Ideen hinter dem Bildungskonzil im Automobilmuseum Heldenberg: Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Tim Unger, Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaften der RWTH Aachen
© Josef Bollwein Präsentierten die Ideen hinter dem Bildungskonzil im Automobilmuseum Heldenberg: Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Tim Unger, Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaften der RWTH Aachen.

„Unser BildungsKonzil Heldenberg ist nicht einfach eine weitere Diskussionsplattform zur Bildungspolitik. Das Konzil tritt an, um verkrustete Strukturen in der Bildungsdebatte aufzubrechen und einen neuen bildungspolitischen Grundkonsens zu entwickeln“, betont dazu Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ). Einen Konsens, den gerade die Wirtschaftskammer übergreifend und effizient mit voranbringen könne: „Vom Ein- Personen-Unternehmen über Handwerk und Gewerbe bis zur Industrie, vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber, bildet die Wirtschaft ein breites Spektrum gesellschaftlicher Interessen und Zugänge ab. Die Wirtschaft ist damit ein zentraler Player in praxisorientierten, bildungspolitischen Fragen und hat quasi ein natürliches Interesse an zukunftsfähiger Bildung.“

„Wie kann Bildung Frieden sichern?“

Das Konzilsthema 2017 setzt unmittelbar an einem Brennpunkt der Gegenwart an. Liberale demokratische Gesellschaftsverfassungen geraten unter Druck. Weltoffenheit, Wohlstand und Bildung stehen vor tiefgreifenden Herausforderungen. Traditionelle „Wahrheitsvermittler“ wie Medien und Institutionen ringen um ihre Glaubwürdigkeit. Bei all dem zeigt sich durchgehend, dass der Bildungshintergrund die politischen Präferenzen und Entscheidungen von WählerInnen maßgeblich mitprägt.

2 Tage: Brücken bauen,  Ideen kreieren

84 TeilnehmerInnen – Studierende neben Uni-Professoren, Pädagogen neben Unternehmern und viele andere – werden für die Teilnahme am vom 7. bis 9. September stattfindenden BildungsKonzil in einem aufwändigen Verfahren ausgewählt. Sie besetzen die thematischen „Kurien“ Bildungssystem, Bildungsideale und neue Medien. In Denk- und Experimentierräumen setzen sich die TeilnehmerInnen zwei Tage lang intensiv und offen auseinander: In der konzentrierten Konzils-Atmosphäre des Heldenbergs, konsequent daran orientiert, neue Fragehorizonte und Lösungen zu entwickeln.

Ab dem 3. Tag: Ergebnisse, Postulate

Am dritten Tag werden die Kurien ihre gewonnenen Ideen, Ansätze und Konzepte in einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit präsentieren. Eine Fachredaktion verdichtet zusammen mit Teilnehmenden des BildungsKonzils diese „Roh-Ergebnisse“ in den folgenden drei Monaten zum „Konzilsband 2017“: breit erarbeitete und umsetzbare Postulate für die Bildungspolitik im deutschen Sprachraum.

Der „Konzils-Effekt“

Als einen längst fälligen Gegenentwurf zu den öffentlichen  Bildungsdebatten der Vergangenheit mit ihren Verbandsinteressen, Zeitregimes und Selbstinszenierungen sieht Tim Unger, Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaften der RWTH Aachen, das BildungsKonzil Heldenberg: „Im Zentrum des Konzils steht der Dialog von Akteuren mit unterschiedlichen Zugängen zu Bildungsfragen. Wenn es uns gelingt, sie ins gemeinsame Nachdenken zu bringen, können tragfähige, neue Postulate in der Gestaltung der Bildung entstehen.“

7 Thesen für die Bildung

Die Wirtschaftskammer NÖ geht mit einem differenzierten Beitrag in das BildungsKonzil 2017. Mit „Sieben Thesen für die Bildung“ umreißt Präsidentin Sonja Zwazl den Anspruch, „Grenzen im Kopf zu überwinden“:

  1. Ein effizientes Schulsystem muss die Entwicklung von Talenten vor die Bekämpfung von Schwächen stellen.
  2. Ein Pflichtfach Berufsorientierung ab der 7. Schulstufe ist angesichts der immer größeren Bildungs- und Berufsvielfalt unverzichtbar.
  3. Die Qualität eines Bildungssystems misst sich nicht daran, Jugendliche möglichst lange in der Schule zu halten, sondern sie fit für das Berufsleben zu machen.
  4. Eine Bildungsdiskussion, die praxisorientierte Berufsausbildung – also die Lehre – sekundär behandelt, ist in geradezu fahrlässiger Weise unvollständig.
  5. Ein effizientes Schulsystem muss die Anforderungen des Berufslebens und der Wirtschaft in die Ausbildung integrieren.
  6. Es geht um Meister und Master. Akademikerquoten als Messlatte für die Bildungsstandards eines Landes greifen zu kurz.
  7. Das Schulsystem braucht mehr Anreize zum Entwickeln handwerklicher und technischer Fähigkeiten. Physik und Chemie schon in der ersten Klasse der NMS auf den Stundenplan zu setzen, wäre ein Anfang.

Als „umfassende Initiative mit der Bereitschaft, eingefahrene Bahnen zu überwinden“ will Zwazl das künftig jährliche BildungsKonzil Heldenberg verstanden wissen: „Für ideologische Grabenkämpfe ist das Thema Bildung zu wichtig und der Handlungsbedarf zu hoch.“

Weitere Informationen

www.bildungskonzil-heldenberg.at

Gerne laden wir Sie auch ein, Idee und Themen des BildungsKonzils Heldenberg für Ihre redaktionellen Social Media-Kanäle zu nutzen. Bitte posten Sie mit Hashtag #BildungsKonzilHeldenberg.

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