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Die Freude am Handwerk weitergeben

Reinhard Osimitz hat erst im zweiten Bildungsweg das Installateur-Handwerk gelernt. Der Unternehmer aus Senftenberg im Bezirk Krems gibt am WIFI NÖ nicht nur sein Wissen, sondern vor allem auch die Freude an seinem Beruf weiter.

Installateurmeister Reinhard Osimitz
© Fotozentrum Fleischanderl

Welchen beruflichen Weg sind Sie bisher gegangen?
Ich habe ursprünglich Getreidemüller gelernt und später übers AMS die Möglichkeit zur Umschulung als Installateur am WIFI Technik Center bekommen. Danach habe ich 25 Jahre Berufserfahrung gesammelt, die Meisterprüfung gemacht, eine Firma gegründet und mittlerweile bin ich selbst als Trainer tätig.

Wie sind Sie WIFI-Trainer geworden und was unterrichten Sie?
Im Meisterkurs ist einem Trainer aufgefallen, dass ich meinen Kurskollegen immer wieder Themen genauer erklärt habe. Da fragte er mich, ob ich auch Interesse am Trainerdasein hätte. Danach folgte ein Vorstellungsgespräch im WIFI, bei dem ich auch spontan ein Werkstück in der Werkstatt anfertigen musste. Zum Glück hat alles geklappt. 2015 war mein Jahr: Im April war der Meisterkurs, im Juni habe ich das Gewerbe angemeldet und im August war ich schon als Trainer im Einsatz. Ich bilde am WIFI Technik Center Personen aus, die ebenfalls im zweiten Bildungsweg Installateur werden möchten.

Wie gestalten Sie Ihre Trainingseinheiten?
Ich arbeite gerne mit vielen Praxisbeispielen. So kann man die Richtlinien und Vorschriften einfach besser verstehen. Ich zeige Fotos her, die die fachlich richtige Ausführung darstellen oder wo es Fehler zu finden gilt. So verfestigt sich das Wissen am besten.

Welche Herausforderungen bringt der Job mit sich?
Wenn es eine Stunde lang nur um Kilojoule und Kilowattstunden geht, dann ist es klar, dass sich hin und wieder die Konzentration der Teilnehmenden verabschiedet. Darum ist es mir wichtig, den Unterricht immer mit etwas Humor aufzulockern. Ich erzähle ihnen dann eine Anekdote aus 25 Jahren Baustellenerfahrung – untermalt mit lustigen Fotos und Videos. Es ist schon eine Herausforderung, einem Trainer mit voller Aufmerksamkeit acht Stunden zu folgen, das kenne ich ja aus eigener Erfahrung.

Was geben Sie Ihren Auszubildenden sonst noch mit?
Das allerwichtigste meiner Meinung nach ist, dass ich meinen Beruf liebe und lebe. Nur so kann ich die Freude und Euphorie für das Handwerk auch weitergeben. Ich kenne die Selbstzweifel, die man hat, wenn man im Lehrsaal sitzt und die Lehrabschlussprüfung immer näher rückt. „Der Weg zum Erfolg beginnt aber genau da, wo ihr jetzt sitzt“, sage ich ihnen dann.

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