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Normverbrauchsabgabe: Was Sie zur Erhöhung wissen müssen

Ab Juli 2021 kommt es zu weitreichenden Änderungen bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Es wird der Anwendungsbereich erweitert. Außerdem kommt es zu Verschärfungen bei der Berechnung der Abgabe.

Mit Juli 2021 kommt es zu Verschärfungen bei der Normverbrauchsabgabe. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen, um sich auf die Erhöhung vorzubereiten.
© Adobe Stock, Kneissl, Josef Bollwein Mit Juli 2021 kommt es zu Verschärfungen bei der Normverbrauchsabgabe. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen, um sich auf die Erhöhung vorzubereiten.

Was genau ist die Normverbrauchsabgabe?

Die Normverbrauchsabgabe ist eine Zulassungssteuer und wird fällig, wenn ein neuer Pkw, Kombi, ein Wohnmobil, oder ein neues Kraftrad in Österreich an den Kunden geliefert wird, oder ein solches Fahrzeug zum ersten Mal zum Verkehr in Österreich zugelassen wird. Dementsprechend wird die NoVA nicht nur beim Kauf eines Neuwagens bei einem österreichischen Händler fällig, sondern etwa auch, wenn neue oder gebrauchte Kraftfahrzeuge aus dem Ausland importiert und zugelassen werden sollen.

Was ändert sich mit Juli 2021 in Sachen NoVa

In den Anwendungsbereich der NoVA fallen dann folgende drei Gruppen von Fahrzeugen:

  1. Krafträder und andere zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge
  2. Ebenfalls unverändert unterliegen Personenkraftwagen der NoVA, wobei nunmehr auf Kraftfahrzeuge der Klasse M1 anstatt auf die Position 8703 der Kombinierten Nomenklatur abgestellt wird. Unter die Klasse M1 fallen etwa Limousinen, Kombis, Geländewägen („SUV“) oder Wohnmobile.
  3. Es unterliegen dann auch Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung bis einschließlich 3.500 Kilogramm höchstes zulässiges Gesamtgewicht der NoVA, also Kraftfahrzeuge der Klasse N1. Dabei handelt es sich etwa um Kastenwägen, Pritschenwägen („Pick up“) und Kleintransporter. 

Wie berechnet sich die Normverbrauchsabgabe?

Die Berechnung der Normverbrauchsabgabe ist im Regelfall abhängig von den CO2-Emissionen als Prozentsatz vom Fahrzeugwert (exkl. Umsatzsteuer und NoVA). Bei Überschreitung eines gewissen CO2-Grenzwerts ist darüber hinaus ein CO2-Malus fällig. Bei Pkw, Kombis und Lkw ist von der errechneten Steuer schließlich ein Fixbetrag abzuziehen. Um Kraftfahrzeuge mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß höher zu besteuern, wird die Formel adaptiert. Ab 1. Juli 2021 sind jährliche Verschärfungen für Pkw und Klein-Lkw (N1) vorgesehen. Die bereits bis 2024 vorgesehenen jährlichen Wertänderungen beinhalten ein Absenken des CO2-Abzugsbetrags und Malus-Grenzwertes sowie eine Erhöhung des Malusbetrags und des Höchststeuersatzes.

Wie lässt sich die NoVA-Belastung reduzieren?

Auf den Kaufzeitpunkt achten: 
Wird für ein Fahrzeug ein unwiderruflicher schriftlicher Kaufvertrag vor dem 1. Juni 2021 abgeschlossen UND erfolgt die Lieferung des Fahrzeuges an den Kunden bis zum 31. Oktober 2021, kann die ältere Rechtslage angewendet werden. In so einem Fall besteht etwa für einen Klein-Lkw (N1) noch keine NoVA-Pflicht.

Auf den Zulassungszeitpunkt achten: 
Importieren Sie ein Fahrzeug aus der EU, kommt es für die NoVA-Pflicht auf die Erstzulassung innerhalb der EU an. 

Überprüfen, ob eine Ausnahme zur Anwendung kommt: 
Die NoVA wird nicht fällig:
– wenn es sich um ein Kraftfahrzeug handelt, das von Menschen mit Behinderungen zur
   persönlichen Fortbewegung verwendet wird
– wenn es sich um Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von Null handelt. 
– wenn es sich um Fahrzeuge mit einer begünstigten Nutzung wie ein Fahrschulfahrzeug, ein Taxi,
   einen Miet-, oder einen Gästewagen, Fahrzeuge zur kurzfristigen Vermietung, Begleitfahrzeuge
    für Sondertransporte, oder einen Leichenwagen handelt
– wenn es sich um einen Oldtimer handelt.

Auf den CO2-Ausstoß achten:
Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß sind günstiger. Hybridfahrzeuge sind zwar nicht befreit – in der Regel fällt aber vor allem für Plug-In-Hybride nur eine geringe Normverbrauchsabgabe an.


Expertentipp von Sigrid Müllner

Sigrid Müllner
© David Schreiber Sigrid Müllner
Mit Juli diesen Jahres wir die NoVA ausgeweitet und verschärft. Deshalb ist es wichtig, sich früh genug mit der Thematik zu beschäftigen und sich zu überlegen, wie sich die Steuerbelastung senken lässt: Achten Sie auf den Zeitpunkt des Kaufs, den CO2-Ausstoß und darauf, ob eine Ausnahme zur Anwendung kommt. Bei Fragen zur NoVA können Sie sich gerne an mich, oder meine Kollegen in den Bezirksstellen wenden.

Kontakt:
Sigrid Müllner
Geschäftsführerin des NÖ Fahrzeughandels
T 02742 851 19320
E fahrzeughandel@wknoe.at


  

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