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NÖ ist starkes EPU-Land

Aktuell gibt es mehr als 72.000 Ein-Personen-Unternehmen in NÖ. EPU-Sprecherin Birgit Streibel-Lobner: „EPU sind aus Leidenschaft und Überzeugung selbstständig.“

 Birgit Streibel-Lobner
© Jörg Uckermann

EPU-Sprecherin Birgit Streibel-Lobner: „Unsere Ein-Personen-Unternehmen sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der aus der heimischen Unternehmenslandschaft nicht wegzudenken ist. EPU sind essenziell für die Weiterentwicklung und Innovationskraft des Standortes und damit eine wichtige Säule der Wirtschaft.“

Derzeit sind in Niederösterreich 72.311 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) tätig.
In absoluten Zahlen ist Niederösterreich damit das stärkste EPU-Bundesland, noch vor Wien. Jedes fünfte österreichische EPU ist in Niederösterreich ansässig.

Zwei Drittel sind EPU

Die Ein-Personen-Unternehmen halten in Niederösterreich die Zwei-Drittel-Mehrheit: Fast zwei von drei unserer blau-gelben Unternehmen sind Ein-Personen-Unternehmen.

Österreichweit plus 3 Prozent

Österreichweit gibt es aktuell mehr als 340.000 Ein-Personen-Unternehmen. Das entspricht einem leichten Anstieg von plus 3,1 Prozent, der im langjährigen Schnitt liegt. Gemäß aktueller EPU-Statistik entfielen 2021 mit 50 Prozent rund die Hälfte aller österreichischen Ein-Personen-Unternehmen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel mit 22,1 Prozent und Information & Consulting mit 17,8 Prozent. Rund die Hälfte der heimischen Kleinstunternehmen sind weiblich. Vier von fünf EPU üben ihre unternehmerische Tätigkeit hauptberuflich aus. 15 Prozent der EPU sind selbstständig und unselbständig zugleich (hybride EPU). Jedes vierte EPU ist im Export tätig.  

Die Top 3 EPU-Branchen

In Niederösterreich am stärksten vertreten sind die EPU (Personenbetreuerinnen ausgenommen) in den Fachgruppen

  • Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnik
  • Persönliche Dienstleister und 
  • Direktvertrieb. 

Drang nach Unabhängigkeit

Die KMU Forschung Austria erstellt im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich in regelmäßigen Abständen den EPU-Monitoringbericht. In der aktuellen Studie wurden unter anderem die Gründungsmotive von EPU erhoben. Die Pull-Faktoren sind dabei generell leicht angestiegen und zeigen folgendes Bild: Für 82 Prozent war das Motiv mehr Unabhängigkeit ausschlagend für die Gründung, gefolgt vom Wunsch nach Selbstverwirklichung mit 78 Prozent und der Erreichung flexibler Zeiteinteilung, 70 Prozent. Für rund die Hälfte war das Erkennen einer Marktchance entscheidend für den Schritt in ihre Selbstständigkeit.  

Wesentlicher Wirtschaftsfaktor

„Unsere Ein-Personen-Unternehmen sind mit Leidenschaft und Überzeugung selbstständig. Größte Antriebskraft für EPU ist ihr Drang nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung, der die höchsten Werte seit Beginn der Erhebungen hat“, sagt EPU-Sprecherin Birgit Streibel-Lobner. Sie ist überzeugt: „Unsere Ein-Personen-Unternehmen sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der aus der heimischen Unternehmenslandschaft nicht wegzudenken ist. EPU sind essenziell für die Weiterentwicklung und Innovationskraft des Standortes und damit eine wichtige Säule der Wirtschaft.“

wko.at/noe/epu

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