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Niederösterreichische Handwerks- und Gewerbebetriebe sind fit für die Zukunft

In einem vom ORF NÖ produzierten Österreich-Bild am Sonntag wurden niederösterreichische Handwerks- und Gewerbebetriebe vor die Kamera geholt. Die Unternehmen zeigen, wie sie sich an die durch Digitalisierung und Pandemie veränderte Marktsituation angepasst haben.

© ORF NÖ
Forschung und Innovation haben für die Dyk-Mühle im Waldviertel einen hohen Stellenwert. Diese Werte werden von Generation zu Generation weitergegeben und sichern so das Überleben des seit 1881 bestehenden Betriebes. Eine große Bedeutung haben auch Regionalität und Nachhaltigkeit. Den Strom für die Getreideverarbeitung liefert das eigene Wasserkraftwerk. Die Corona-Situation hat einen zusätzlichen Absatzmarkt geschaffen – noch nie wurden so viele Ein-Kilo-Packungen an Endkunden verkauft. Der Trend zum selbstgebackenen Brot nimmt nicht ab und die Nachfrage an regionalen Produkten steigt weiter.
Durch die Vermischung von modernen Entwicklungsprozessen und bewährten Traditionen entstehen Ideen, die die Attraktivität des niederösterreichischen Wirtschaftsstandortes steigern. Einen hohen Stellenwert hat die traditionelle Verarbeitung im Unternehmen Kirschholz von Martin Kirschbichler. Als Vorbild für seine kreativen Ideen dienen alte Möbel. Damit konnte er 2020 beim WKNÖ Wettbewerb „Kreativ in die Zukunft“ den ersten Preis in der Kategorie Design erreichen. Den Wettbewerb, der innovative Gewerbe- und Handwerksbetriebe jährlich auszeichnet, gibt es seit 29 Jahren. 2018 erhielt die Modedesignerin Gertraud Gerst den Sonderpreis für ihr „Slow Fashion Konzept“. Kernpunkte ihrer Arbeit sind Nachhaltigkeit und die Verarbeitung von natürlichen Materialen. Die regionalen Produktionsketten und der dadurch entstehende ökologische Kreislauf sichern die Qualität und den Fortbestand des regionalen Absatzmarktes.

Lehrlinge als Zukunfts-Garanten

Für die Stärkung des niederösterreichischen Wirtschaftsstandortes spielt die Ausbildung der Lehrlinge eine wichtige Rolle. „Um unser duales Ausbildungssystem werden wir weltweit beneidet. Es ist wichtig, dass unsere jungen auszubildenden Menschen sehr nah an der Wirtschaft sind. Sie sollen lernen, was Unternehmertum heißt“, sagt Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker. Aktuell werden an über 5.800 betrieblichen Ausbildungsstandorten und 18 Berufsschulen 17.000 Lehrlinge ausgebildet. Ein besonderes Angebot bieten die Beratungen der Technologie- und InnovationsPartner. Das spezifische Know-how von ExpertInnen unterstützt die Unternehmer von der Ideengenerierung bis zum Markteintritt. Durch das breite Netzwerk der WKNÖ können Partner in der Region zusammengebracht werden.
Niederösterreichische Betriebe zeigen ihre Leidenschaft für ihr Handwerk. So können auf veränderte Marktanforderungen nicht nur reagiert, sondern diese auch genutzt werden. Essenziell für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes ist der Erhalt und das darin enthaltene Potenzial des nieder­österreichischen Handwerks. Das Österreich-Bild kann noch bis zum 28. Februar in der ORF TVThek nachgeschaut werden. 

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