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Neuman Aluminium investiert Millionen

Nach dem Fließpresswerk wird auch das Butzenwerk von Neuman Aluminium in Marktl (Bezirk Lilienfeld) um fünf Millionen Euro erweitert.

Georg Feith, Geschäftsführer von Neuman Aluminium
© CROCE & WIR „Wir sind mit unseren Fließpressaktivitäten weltweit Technologie- und Marktführer“, sagt Georg Feith, Geschäftsführer von Neuman Aluminium.

850 Personen beschäftigen die beiden Firmen Neuman und Prefa des Industriellen Cornelius Grupp im Bezirk Lilienfeld – etwa 30 weitere sollen nun dazukommen.

„Im Butzenwerk ist der Aufbau eines zweiten Schmelzofens geplant“, sagt Eigentümer Cornelius Grupp. Baubeginn ist noch 2018, die Inbetriebnahme für das erste Halbjahr 2019 vorgesehen. Der Ausbau soll eine Kapazitätserhöhung um 10.000 Tonnen pro Jahr bringen. Investiert werden im Butzenwerk rund fünf Millionen Euro. Acht bis zehn zusätzliche Personen sollen Beschäftigung finden. 20 neue Arbeitsplätze, die laut Neuman Geschäftsführer Georg Feith zum Teil schon aufgebaut wurden, bringt indes der Ausbau im Neuman-Fließpresswerk. Ende März des Vorjahres wurde die weltgrößte mechanische Fließpresse mit 2.000 Tonnen Presskraft nach Marktl geliefert. Diese werde „gerade in Betrieb genommen“, bestätigt Feith.

Weltweiter Technologie- und Marktführer

Insgesamt werden mit dem Ausbauprogramm bei Neuman in Marktl von 2016 bis 2018 Investitionen über 21 Millionen Euro finanziert. Diese Investitionen zahlen sich aus. „Neuman Aluminium ist mit seinen Fließpressaktivitäten weltweit Technologie- und Marktführer. Das Fließpresswerk beschäftigt sich mit den Gehäusen für Sensortechnik (Abstandssensoren, Kameragehäuse, Radarboxen), die für das autonome Fahren von Autos benötigt werden“, erklärt Georg Feith, der mit der Entwicklung zufrieden ist: „Wir erhöhen unseren Umsatz jedes Jahr kontinuierlich um fünf bis zehn Prozent.“

Weltweit beschäftigt Neuman rund 2.800 Mitarbeiter. Die Bedeutung des NÖ-Standorts lässt sich an den Zahlen festmachen: Die Neuman-Gruppe, die weltweit zehn Standorte mit insgesamt 17 operativen Tochtergesellschaften unterhält, erzielte im Vorjahr 495 Millionen Euro konsolidierten Umsatz. In den letzten drei Jahren wurden 200 Millionen Euro für Erweiterungen in die Hand genommen. Feith: „Wir haben in drei neue Schmiedelinien und automatisierte Bearbeitungslinien für Fahrwerksteile in China, Norwegen und Kanada investiert und 2017 einen neuen Standort in Mexiko in Betrieb genommen“.

Die geplanten US-Zölle auf Aluminium und Stahl kommentiert Georg Feith so: „Zölle und Handelsbarrieren sind grundsätzlich schlecht und werden den USA und natürlich auch den Handelspartnern schaden. Es ist ärgerlich, dass es Disparitäten bei Zöllen gibt. Für Aluminiumfließpressteile sind die Importzölle aus China nach Europa sechs und umgekehrt aber 15 Prozent. Solche Handelsbarrieren und Zölle sollten abgebaut werden. CETA zum Beispiel ist ein bahnbrechendes Abkommen zwischen zwei vergleichbaren Partnern.“

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