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NÖ Tourismus hofft auf eine starke Saison

Die Liftbetriebe sind optimistisch, die Gästezahlen zu heben. Positive Signale kommen auch aus der Hotellerie und dem Sportartikelhandel – ein Stimmungsbericht. 

Kinder im Schnee
© Fotos: linesadventures Der Winter in Niederösterreich hat viele Facetten: Auf der Piste und abseits bieten die blau-gelben Tourismusbetriebe für jeden Geschmack ein passendes Angebot.

Am Semmering finden wie gewohnt Tag- und Nachtbetrieb für alle Skifahrer, Snowboarder, Rodler und sonstigen Wintersportbegeisterten statt“, erzählt Josef Autischer, Betriebsleiter-Stellvertreter der Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen, und blickt von der Gipfelstation talwärts. Wo derzeit noch niemand Schwünge in den Schnee setzt, sollen in der bevorstehenden Wintersaison deutlich mehr Gäste als zuletzt dem Pistenspaß frönen. „In der vergangenen Wintersaison konnten wir trotz Covid-Maßnahmen 85.000 Gäste am Semmering begrüßen.“ Sofern es 2022/2023 keine Einschränkungen wegen Covid-19 gebe, erwarte man 100.000 Gäste, gibt Autischer die Marschroute vor. Es werde viele Besucher aus den vorgelagerten Ballungszentren geben, die anstelle eines Winterurlaubes unbeschwerte Wintersporttage in den umliegenden Skigebieten verbringen wollen, ist sich Autischer sicher. 

Optimismus herrscht trotz Teuerung und Energiekrise auch auf der Gemeindealpe Mitterbach: „In der kommenden Saison hoffen wir natürlich auf ein Gästeplus“, bestätigt Katharina Heider-Fischer von den Niederösterreich Bahnen als Betreiberin. Im vergangenen Winter hatten vergleichsweise 32.000 Besucher das Bergerlebnis auf der Gemeindealpe Mitterbach genutzt. ecoplus Alpin-Geschäftsführer Markus Redl rechnet währenddessen vor: „Zu vorpandemischen Zeiten haben wir mit allen fünf Skigebieten – also Hochkar Bergbahnen, Ötscherliften, Annaberger Liften, Erlebnisalm Mönichkirchen und Erlebnisarena St. Corona am Wechsel – bis zu 500.000 Skier-Days erreicht.“ Da wolle man langfristig wieder hin. Im Vorwinter seien weniger als 400.000 Skier-Days (Gäste, die an einem Tag das erste Mal eine Liftanlage nutzen, Anmerkung der Redaktion) gezählt worden.  

Online-Tickets sind billiger 

Flexible Tagespreise sollen in den Skigebieten Hochkar, Ötscher, Annaberg und Mönichkirchen die Auslastung vom ersten bis zum letzten Betriebstag verbessern: „Wir setzen also nicht auf eine Preiserhöhung quer über alle Ticketarten und an jedem einzelnen Betriebstag, sondern wollen mehr Besuche in den traditionell weniger stark nachgefragten Zeiten erreichen“, erklärt Redl. Wer demnach unter der Woche die Skier anschnallt, der kommt in den Genuss von zum Teil deutlich reduzierten Preisen. Und: „Wer früher bucht, zahlt weniger“, verweist Tourismuslandesrat Jochen Danninger auf den neuen Frühbucher-Rabatt. Konkret sei der Online-Preis immer um 15 Prozent günstiger als der an der Liftkassa an diesem Tag gültige Preis“, heißt es seitens ecoplus Alpin. Eine andere Preisstrategie fährt vergleichsweise der Semmering. „Bedingt durch die hohe Inflationsrate werden die Tarife um zehn Prozent angehoben“, informiert Josef Autischer. Wobei zehn Prozent dem Schnitt der Erhöhungen der Saisonkarten in den NÖ Skigebieten entsprechen. 

In puncto Energiekrise zeigen sich die Liftbetriebe im Land gewappnet, wenngleich für ecoplus Alpin-Geschäftsführer Markus Redl feststeht: „Das Einsparungspotenzial bei der Energie wird in der Seilbahnbranche mit zehn bis 15 Prozent angegeben. Damit ist auch klar – auf der Kostenseite allein können wir die Preissteigerung nicht abfedern.“ Das Einsparungspotenzial bei der Energie habe man bereits in der Vergangenheit ausgereizt: „Nicht nur durch den Einsatz von digitaler Schneehöhen-Messung in den Pistengeräten, sondern vor allem durch die Konzentration auf die für unsere Gäste wichtigste Pistenfläche, die dann aber zum Beispiel mit Funslopes oder Skimovie-Strecken aufgewertet wird. Das kommt uns jetzt zugute.“ 

Die ecoplus Alpin-Betriebe würden auch in der kommenden Wintersaison jede Möglichkeit, energieeffizient zu arbeiten, nutzen. „Das betrifft im Wesentlichen die Beschneiung und den Betrieb der Aufstiegshilfen.“ Die Lifte etwa nur bei Bedarf einzuschalten, sei realistisch. „Das geht durchaus, wenn zum Beispiel Aufstiegshilfen redundant sind, also die Pisten auch durch eine oder mehrere andere Aufstiegshilfen erreicht werden können“, präzisiert Redl. Er verspricht: „Die Sicherheit unserer Gäste hat allerdings immer oberste Priorität, da gibt es keine Kompromisse.“ Im Bereich der ecoplus Alpin wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rund zwei Millionen Euro investiert – etwa bei den Hochkar Bergbahnen, wo die Stromversorgung und die Beschneiungsanlage im Bereich Draxlerloch durch 20 neue Schneeerzeuger wesentlich energieeffizienter gestaltet wurden. 

Premiere mit Eröffnungstag  

50.000 Euro investieren zudem die Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen in die Optimierung der Energieeffizienz der Beschneiungsanlage, um ein weiteres Beispiel zu bemühen. Und Katharina Heider-Fischer bestätigt für die Gemeindealpe Mitterbach: „Generell werden wir witterungsbedingt darauf achten, einen möglichst kosteneffizienten Betrieb von Seilbahn und Beschneiung durchzuführen“. Dabei gelte es, wie schon bisher, den „wirtschaftlichen Hausverstand“ einzusetzen: „Wir werden nicht bei extremen Plusgraden beschneien beziehungsweise bei Schlechtwetter gegebenenfalls geschlossen halten.“

In die Saison starten die Skigebiete heuer mit einer Premiere: „Am 8. Dezember wird es mit einem gemeinsamen Eröffnungstag losgehen. An diesem Tag zahlen die ersten 3.000 Kinder und Jugendlichen bei Hochkar, Ötscher, Annaberg, Mönichkirchen, Semmering-Hirschenkogel, Königsbergliften, Jauerling und weiteren Skigebieten keinen Eintritt“, informiert Markus Redl. Bis dahin hoffen er und seine Kollegen nur noch auf eins – genügend Schnee.

Erlebnis am Berg

„Ich bin in Göstling aufgewachsen, die Berge vor der Haustür. Ich liebe diese Region, ich liebe diesen Berg. Das wohlige Prickeln bei einer Abfahrt am frühen Morgen – ein einzigartiges Erlebnis“, gerät „JoSchi“ – Johannes Putz – beim Blick aufs Hochkar ins Schwärmen. „Ein Erlebnis, das wir mit unseren Gästen teilen möchten“, fügt der Hotelier, Gastronom und Sportartikelhändler bestimmt hinzu. Putz steht auf der Terrasse eines seiner Betriebe – dem Sporthaus auf 1.500 Metern inmitten des Skigebietes – und atmet tief die kühle Luft ein. Noch liegen die Wiesen einsam da, aber bald schon wedeln hier Wintersportler die Pisten herunter. „Anfang Dezember geht‘s los, dann starten wir in die Wintersaison. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind gerüstet.“ 

Was 1992 mit einer Skischule begann, hat Johannes Putz mit einem engagierten Team zu einem gesamtheitlichen Service am Berg ausgebaut. Die JoSchi-Familie ist kontinuierlich gewachsen und besteht heute aus einem Vier-Sterne-Hotel, dem Almgasthof, vier Gastronomiebetrieben am Berg, der Schlosstaverne in Lunz am See, dem Sportshop, Skiverleih und natürlich der Skischule von damals – mit der alles begann. 

„In den vergangenen beiden Wintern hat man gemerkt, dass weniger Bewegung am Berg ist. Wir haben darauf reagiert und unser Angebot auch verstärkt auf Schulen und Gruppen ausgeweitet, denen wir umfassende Packages anbieten können. Der Gast organisiert mit einem einzigen Anruf praktisch seinen kompletten Urlaub“, sagt Putz, während er die Getränkevorräte im großen Lagerraum checkt. „Und so lässt sich auch die Bereitstellung der Mitarbeiter, im Moment sind es um die 50, besser planen und organisieren“, fügt der Touristiker hinzu.

Der Blick auf die Reservierungen lässt jedenfalls auf eine gute Saison hoffen. „In den Ferien- und Spitzenzeiten sind wir fast bei 100 Prozent Auslastung und unter der Woche sind wir mit den Gruppen und Schulen gut gebucht. Im Individualbereich gibt es noch etwas Luft nach oben.“ Hier hofft Putz auch auf die Einheimischen. „Aufgrund der Spritpreise werden die Skigebiete in der Region vielleicht wieder interessanter für die Niederösterreicher.“

Städte- und sanfter Tourismus

Niederösterreichs Tourismus geht  optimistisch in die heurige Wintersaison – zwischen Jänner und August stiegen die Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 40 Prozent. Diese Steigerungen sind vor allem von Gästen aus dem Ausland getragen. Die Buchungslage für den Winter sei „erfreulich“, bekräftigten Land und NÖ Werbung bei einer Pressekonferenz Mitte November. Niederösterreich beschränkt sich aber nicht nur auf die Berge. Ein Fokus liegt heuer erstmals auf dem Städtetourismus, um so den regionalen Handel massiv zu stärken. Überdies setzt man im NÖ Winterangebot auch verstärkt auf sanften Wintertourismus. Sei es Winter- und Schneeschuhwandern auf der Raxalpe, in Göstling oder Lackenhof, Alpakawandern im Waldviertel, Langlaufen auf den über 800 Kilometer gespurten Loipen oder das Kulinarikangebot in den zahlreichen Gastronomiebetrieben.

 Gut beraten für die Piste

„Für kurze Schwünge empfiehlt sich ein Slalom- oder Allroundski, hier ist der Radius kleiner. Der Riesentorlaufski ist eher für lange Schwünge. Der Allmountain Ski eignet sich sowohl für die Piste, als auch den Tiefschnee“, erklärt Inge Ruspekhofer, langjährige Mitarbeiterin im JoSchi-Skiverleih, und greift zu Brettern der Marke Atomic. An zwei Standorten nahe der Pisten können sich Gäste Skier und Snowboards ausleihen und im Sportshop auch gleich ausstatten. „Sich seine Ausrüstung auszuleihen, hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Hier sind wir einziger Anbieter in einem größeren Umkreis“, erklärt Putz und nennt Zahlen. „Wir verleihen pro Saison rund 15.000 Skier und 2.500 Snowboards.“
www.jo-schi.at

Beratung steht im Fokus

Auch 100 Kilometer weiter nordöstlich, bei Sport Strametz in Traisen, stehen die Zeichen auf Winter. „Wir legen den Fokus auf Beratung. Das wissen und schätzen unsere Kunden. Viele kommen, um sich ihre Skischuhe anpassen zu lassen, oder um funktionelle und passende Bekleidung für die gewünschte Outdoor-Sportart zu kaufen“, erklärt Mona Strametz und hängt eine Skijacke auf den Bügel. Seit Beginn der Pandemie liegen Outdoor-Sportarten wie Skitouren, Langlauf oder Schneeschuhwandern im Trend. „Hier bieten wir eine große Auswahl“, sagt Strametz.  Eine Untersuchung der Wirtschaftskammer hat ergeben, dass die Österreicher durchschnittlich rund 309 Euro pro Jahr für Sportartikel ausgeben, vor allem für Sportequipment, Sportkleidung und Sportschuhe. „Wir hoffen auf Schnee und winterliche Temperaturen und würden uns freuen, wenn die Menschen ihre Weihnachtsgeschenke vor Ort kaufen“, betont Strametz.
www.sportstrametz.at

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