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NÖ Immobilienmarkt im Aufwind

„Niederösterreich entwickelt sich im Umland von Wien und im Dreieck St. Pölten, Tulln, Krems ganz besonders gut“, meinte Johannes Wild, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) bei der Präsentation des Immobilienpreisspiegels 2018.

 Immobilienpreisspiegel 2018
© Ersan Ismani Immobilienpreisspiegel 2018

Von links: Wiener Fachgruppen-Obmann Michael Pisecky, Immobilienmakler Eugen Otto, NÖ Fachgruppenobmann Johannes Wild, Georg Edlauer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), FV Geschäftsführerin Ursula Pernica und Reinhold Lexer, stellvertretender Fachverbands-Obmann.


Speziell die Landeshauptstadt wachse und habe mittlerweile die 60.000 Einwohnergrenze erreicht, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Wohnraum führe. „Haben früher noch Genossenschaftswohnungen und Einfamilienhäuser das Stadtbild geprägt, so entwickelt sich nun durch die rege Tätigkeit der privaten Bauträger ein sehr guter Immobilienmix“, freut sich Obmann Wild. Ähnlich positiv sieht dies Georg Edlauer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). So wie Wild ist Edlauer ebenfalls in St. Pölten ansässig und kennt daher die Entwicklung aus nächster Nähe: „Derzeit sind 4200 Wohnungen im Bau. Der Markt reagiert und funktioniert“, stellt Edlauer zufrieden fest. Durch die ausgezeichnete Anbindung an den öffentlichen Verkehr werde St. Pölten nicht nur für Wohnungssuchende attraktiver, sondern habe sich auch für Betriebe als interessante Alternative zur südlichen Industriezeile etabliert. „Die Entwicklung wird vor allem durch die stark steigenden Baugründe dokumentiert“, sagt Fachgruppenobmann Wild. Mit einer Steigerung von 10,4 % liegt St. Pölten an zweiter Stelle hinter Bregenz mit 12,3 %. Dennoch seien die St. Pöltner Preise im Vergleich zu den anderen Landeshauptstädten noch immer sehr günstig.

 

Starke Nachfrage nach Bauland

Allgemein steigen im „Land der Einfamilienhäuser“ die Preise für Bauland stärker. Besonders die Bezirke im Norden und Süden haben - wenn auch von einem niedrigen Niveau ausgehend - stark angezogen. Der Preisunterschied zu den Wiener Umlandgemeinden ist allerdings noch immer enorm. Die Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung hat lediglich zu einer statistischen Preis-Erhöhung der erweiterten Bezirke geführt. So ist etwa das hochpreisige Klosterneuburg zum Bezirk Tulln „gewandert“. Die „günstigen“ Bezirke des sogenannten Speckgürtels um Wien, wie Hollabrunn, Mistelbach und Gänserndorf verzeichnen einen anhaltend starken Zuzug, dementsprechend haben hier die Preise zugelegt.

Immobilienpreisspiegel 2018
© Arnold Stivanello


Durchschnittliche Erhöhungen bei Wohnungseigentum, Betriebsbaugründen und Geschäftsraummieten

Bei gebrauchten oder neuem Wohnungseigentum ist die Preiserhöhung im ganzen Bundesland mit wenigen Ausnahmen durchschnittlich. Ähnliches gilt für die Steigerung der Mietkosten. Die Höhe richtet sich hier nach der Nähe zur West- und Südbahn, sowie nach der Nähe zu Wien. Stärkere regionale Unterschiede gibt es bei den Betriebsbaugründen. Dies hänge, so Wild, mit der nicht allzu großen Zahl der Transaktionen zusammen, was auch für Geschäftsraum- und Büromieten gelte.

Österreichweit sind die Preise voriges Jahr in allen Kategorien im Schnitt angestiegen. Nicht dem Mietrecht unterliegende Mietwohnungen verteuerten sich netto um 1,4 % und damit unter der Inflationsrate, wie Fachverbandsobmann Edlauer betonte. Neue Eigentumswohnungen stiegen um 2,2 und gebrauchte um 3,5%, Reihenhäuser um 1,1 % sowie Einfamilienhäuser um 2,6 %. Aus der Reihe tanzten jedoch die Baugrundstücke mit einem Preisanstieg von 6,3 Prozent.  Einfamilienhäuser stiegen hingegen weniger stark als der Verbraucherpreisindex, erläuterte Fachverbandsobmann Edlauer: „Die Preissteigerung machte hier knapp 15% aus, während die Teuerungsrate rund 20 % betrug.“ Bei gebrauchten Eigentumswohnungen sei hingegen schon länger ein Preisschub festzustellen, sie kosteten bei den Erhebungen 2017 um 27% mehr als vor zehn Jahren. Büromieten verteuerten sich letztes Jahr um 2,4%, die Mieten für Geschäftslokale um 2,7 % Betriebsgrundstücke zum Kauf um 4,3%.

 

Tipp!

Der Immobilienpreisspiegel 2018…

… ist zum Preis von 39 € (für WKO-Mitglieder: 29 €) zzgl. Ust und Versandkosten beim Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, erhältlich.

Bestellung per E-Mail unter  bestellung-immo@wko.at , telefonisch unter 0590900-5522 oder per Fax unter 0590900-115522.


Interview mit Johannes Wild (NÖ Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder)

Johannes Wild
© WKÖ


„Wien entwickelt sich entlang der U-Bahn, NÖ entlang der Schnellbahn“


Die wichtigste Frage zuerst – wie sehen die Preise  2018 aus?

Wild: Besonders in den Ballungszentren sind deutlich spürbare Preissteigerungen zu verzeichnen. St. Pölten zum Beispiel liegt bei den Preissteigerungsraten gegenüber dem Vorjahr hinter Bregenz auf Platz zwei. In unserer Landeshauptstadt muss man also jetzt durchschnittlich 10,4 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. Trotzdem sind die Preise im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten immer noch moderat. Die aktuelle Steigerung kann also durchaus als legitime Annäherung an die tatsächliche Qualität von St. Pölten – und Niederösterreich generell – verstanden werden.

Worin liegt  diese Qualität?

Neben den generellen Vorzügen von Niederösterreich als Kultur- und Genussland ist es besonders dem stetigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu verdanken, dass unser Bundesland für Betriebe und Privatpesonen immer attraktiver wird. Das zeigt sich nicht nur an der Bautätigkeit – allein in St. Pölten werden derzeit 4.200 Wohnungen gebaut – sondern auch an den stark steigenden Preisen bei Baugrundstücken für Betriebe.

Bei gebrauchtem oder neuem Wohnungseigentum ist die Preiserhöhung im ganzen Bundesland mit wenigen Ausnahmen durchschnittlich. Ähnliches gilt für die Steigerung der Mietkosten. Die signifikanteren Unterschiede ergeben sich durch die jeweilige Nähe zur West- und Südbahn, sowie nach der Nähe zu Wien. Auch bei den Betriebsbaugründen gibt es stärkere regionale Unterschiede. Während sich Wien entlang der U-Bahn entwickelt, spielt es sich in Niederösterreich besonders entlang der Schnellbahn ab, also bei der West- und Südbahn.

Sind Immobilien immer noch eine gute Geldanlage?

Immobilien erhalten Vermögenswerte nachhaltig. Das zeigt auch die Erfahrung der letzten Jahre. Besonders die aktuellen Preissteigerungen zeigen, dass sich langfristige Investitionen in Niederösterreich lohnen. Während es früher hieß: 'Lage, Lage, Lage', heißt es heute: 'Lage, Lage, Qualität' – und damit kann Niederösterreich auf jeden Fall punkten, heute mehr denn je!

Mietpreissteigerungen sind ein Dauerthema. Wie ist die aktuelle Lage?

Die immer wieder thematisierten drastischen Mietpreissteigerungen sind näher betrachtet gar nicht so dras-tisch: Inflationsbereinigt sind es derzeit keine vier Prozent. Außerdem wird oft nicht berücksichtigt, dass sich die Qualität der Mietwohnungen insgesamt dramatisch verbessert hat. Rund 94 Prozent der Wohnungen sind mittlerweile Katgegorie A, das muss bei der Betrachtung von Preissteigerungen auch berücksichtigt werden.

Was sind die Vorteile, einen Immobilienmakler zu engagieren?

Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zahlt sich immer aus. Wir Makler können zwar keine Wunder bewirken, aber doch vieles besser machen. Zumeist sind Immobilien die größten getätigten Investitionen. Das sollte man nicht ohne einen beratenden Experten vollziehen.

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