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NÖ Handel begrüßt den Fall der 22-Euro-Steuerfreigrenze bei Drittlandimporten: „Wichtiger Schritt auf dem Weg zu fairen Wettbewerbsbedingungen für den (nieder)österreichischen Handel. Nächster Schritt muss globale Mindeststeuer für ausländische Onlinekonzerne sein“. 

Als wichtiges und richtiges Signal für den heimischen Handel sieht Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ, die Abschaffung der Steuerfreigrenze für alle Sendungen aus Drittländern ab 1. Juli 2021. Als nächstes ist eine Gewinnbesteuerung für ausländische Onlineriesen rasch umzusetzen.

Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ
© Tanja Wagner Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ

Bisher musste für Packerl aus dem EU-Ausland keine Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden, wenn der Warenwert unter 22 Euro lag. Diese Freigrenze entfällt am 1. Juli in der ganzen Europäischen Union. Damit sind auch für Waren mit einem Wert von unter 22 Euro von der Post und den Schnelldiensten eine Zollanmeldung abzugeben und die Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten.  „Das bisherige System war sehr betrugsanfällig und ging zu Lasten des heimischen Handels, der heimischen Wirtschaft“, begrüßt Franz Kirnbauer den Fall der Zollfreigrenze und ergänzt: „So kann ein Steuerschlupfloch für ausländische Onlineriesen geschlossen werden.“

Nächster Schritt ist globale Mindeststeuer für ausländische Onlinekonzerne

„Seit Jahren fordern wir eine Gewinnbesteuerung der Onlinegiganten. Während österreichische Unternehmen Steuern und Abgaben abführen, verschieben die großen Onlinehändler ihr Geld in Steueroasen. Das darf nicht länger toleriert werden“, betont der Spartenobmann. „Deshalb begrüßen wir die jüngst erfolgte Einigung der G7-Finanzminister zur Einführung einer 15 Prozent Mindeststeuer für globale Großkonzerne. Dass gerade die umsatzstärksten Betriebe kaum Ertragssteuern zahlen, kann nicht länger so sein“, so Kirnbauer, der nun auf eine rasche Umsetzung drängt.

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