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Frankreich: Satelliten-Triebwerke, autonome Busse und eine boomende Start-Up-Szene

Wussten Sie, dass ein Viertel aller Teile eines Airbus aus Österreich stammt? Auf der größten Luftfahrtmesse der Welt, der Paris Air Show, haben beim Gruppenstand der Außenwirtschaft Austria auch niederösterreichische Unternehmen ihre Neuheiten präsentiert.

Modell eines Airbus
© Birgit Sorger Ein Viertel aller Teile eines Airbus kommt aus Österreich.

Eine Wirtschaftsdelegation aus Niederösterreich, begleitet von NÖ Unternehmen und unter der Führung von WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer und Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, machte während einer Wirtschaftsreise auf der Aeronautik-Messe Station. 

Ein Höhepunkt des vom AußenwirtschaftsCenter Paris organisierten Messestandes war die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ zwischen dem französischen Raumfahrtkonzern Nexeya und dem Wr. Neustädter Technologie-Unternehmen Enpulsion. Nexeya produziert Mini-Satelliten, die nur bis zu einem halben Meter groß und 40 kg schwer sind. Um diese im Orbit zu bewegen, braucht es einen Antrieb – und der kommt aus Niederösterreich. Enpulsion hat Nano-Triebwerke entwickelt, die nicht größer als eine Handfläche sind und in beliebiger Anzahl, je nach Größe des Satelliten, kombiniert werden können. Enpulsion-Geschäftsführer Alexander Reissner: „Dieser Rahmenvertrag war der Startschuss, noch heuer werden wir die ersten Triebwerke nach Frankreich liefern.“ Die Unterstützung der Außenwirtschafts-Organisation sei beim Schritt in den Export äußert hilfreich gewesen, so Reissner: „Das AußenwirtschaftsCenter Paris hat uns beim Markteintritt sehr mit der französischen Bürokratie geholfen.“

Vertragsunterzeichnung
© Birgit Sorger WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser (2.v.l.) freute sich mit Nexeya-Generaldirektor Philippe Gautier (3.v.l.) und Enpulsion-Geschäftsführer Alexander Reissner (4.v.l.) über den Vertragsabschluss.

An der Delegationsreise nahmen auch niederösterreichische Unternehmen Teil: Mit dabei waren Mario Dobnig (dotspot.IT Service GmbH), Manfred Münzberger (EBE Mobility & Green Energy GmbH), Grégoire Besnier (FH St. Pölten), Alexander Meissner (Fonatsch GmbH), Georg Schörner Consulting, Aline Leiner (ms.GIS Informationssysteme Gesellschaft m.b.H), Richard Mader (Fahrschule Sauer), Markus Fischer (MB Petro Logistics GmbH) und Felix Mayr (Raiffeisen). Organisiert wurde die Reise vom AußenwirtschaftsCenter Paris. Dieses betreut pro Jahr 1.900 österreichische Unternehmen bei allen Fragen rund um den Markteintritt in und den Export nach Frankreich.

3 Gratis-Monate in Paris für Start-Ups

Neu im AußenwirtschaftsCenter Paris ist die sogenannte #AUTFRA LandingZone, ein Co-Working Space direkt im Außenwirtschaftsbüro, den österreichische Startups 3 Monate lang gratis nützen können. „Wir stellen aber nicht nur den Schreibtisch zur Verfügung, wir vermitteln auch passende Netzwerkpartner und Zugang zu lokalen Top-Unternehmen. Bei Fragen sind unsere Experten im AußenwirtschaftsCenter für die innovativen Jungunternehmen da“, berichtet Wirtschaftsdelegierter Christian Schierer.

Challenge Transport

Ein großes Thema der Reise waren auch die zahlreichen Aktivitäten, die in Frankreich auf Initiative von Staatspräsident Macron in Sachen Start-Up-Förderung gesetzt werden. Einer dieser Start-Up-Hubs ist das „Living Lab Le Tuba“ in Lyon. Dort arbeiten junge Unternehmen an der digitalen Stadt der Zukunft. In einem Pilotprojekt werden alle Daten der Stadt Lyon anonymisiert gesammelt und den ebenfalls in Le Tuba angesiedelten Start-Ups für gemeinsame Projekte zur Verfügung gestellt. Das Projekt „Challenge Transport“ beschäftigt sich mit dem Verbessern des Fahrgasterlebnisses im öffentlichen Verkehr und nutzt dafür Fahrgastzahlen von U-Bahnen genauso wie Kilometerleistungen von Bussen. 

Living Lab
© Birgit Sorger Im Start-Up-Zentrum „Le Tuba“ dreht sich alles um den öffentlichen Verkehr. V.l. Richard Mader, Fahrschule Sauer, IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, Léthicia Rancurel, Mariétou Diagne, beide Le Tuba und WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser.

Autonomes Shuttle

Ein Highlight der Reise war die Fahrt mit einem autonomen Shuttle der Firma Navya. Das zu 70 Prozent im Besitz der Stadt Lyon befindliche Unternehmen ist französischer Marktführer im Bereich autonomes Fahren. Zwei Shuttles sind im Stadtverkehr von Lyon mit bis zu 25 km/h unterwegs. Wie funktioniert das autonome Fahren? Zunächst muss die Strecke, auf der das autonome Shuttle fahren soll, programmiert werden. Das Shuttle folgt automatisiert dieser Route. Mittels acht Sensoren, die bis zu 50 Meter weit reichen, werden Hindernisse erkannt, umfahren, oder das Shuttle wird abgebremst. Die Reaktionszeit des E-Busses liegt dabei weit unter der eines Menschen.

Navya-Regionaldirektor Jean-Michel Boez: „Wir wissen, dass das autonome Fahren eine sehr starke Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion hat. Deshalb sind für uns 100 Prozent Sicherheit das wichtigste Ziel.“ WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser nach der „Probefahrt“: „Bei der Tour mit dem autonomen Stadtbus haben wir gesehen, welches Potenzial in der Mobilität der Zukunft steckt. Heute ist der Bus ohne Fahrer noch eine Touristenattraktion, in einigen Jahren ist er vielleicht tägliche Realität.“

Autonomes Shuttle
© Birgit Sorger So sieht er aus: Der autonome Bus, der im Stadtzentrum von Lyon im Linienverkehr unterwegs ist.

Austausch unter Interessenvertretern

Ein interessantes Gespräch konnte WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser mit Vertretern der Wirtschafts- und Industriekammer CCI der Region Auvergne Rhône-Alpes im Rahmen der Wirtschaftsdelegationsreise  führen. Die Region ist Niederösterreich in ihrer Unternehmerstruktur sehr ähnlich, was zahlreiche Anknüpfungspunkte ergab. 

Besuch bei CCI
© Birgit Sorger Beim Treffen mit der regionalen Industrie- und Handelskammer CCI wurden viele Gemeinsamkeiten zwischen NÖ und der Region Auvergne Rhone-Alpes identifiziert.

NÖ Exportoffensive Frankreich, Fotos: Birgit Sorger

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