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NÖ Tourismuswirtschaft drängt auf Lohnnebenkostensenkung und Steuerentlastung

Obmann Pulker: „Verunsicherung nach wie vor hoch, Entlastung als stärkende Perspektive“

Mario Pulker, der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer NÖ
© Andreas Kraus Mario Pulker, der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer NÖ

“Die Verunsicherung der niederösterreichischen Tourismusbetriebe ist nach wie vor hoch. Sie brauchen dringend eine Entlastung als stärkende Perspektive“, kommentiert Mario Pulker, der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ), die aktuellen Ergebnisse des WKNÖ-Wirtschaftsbarometers. 90 Prozent der Unternehmen drängen demnach auf eine Senkung der Lohnnebenkosten. Auch eine Senkung der Einkommensteuer durch eine rasche Umsetzung der nächsten Stufen der Steuerreform wird verlangt. Und Pulker drängt auch auf eine Verlängerung des derzeit befristet im Gastgewerbe auf fünf Prozent reduzierten Mehrwertsteuersatzes über das Jahresende hinaus.

„Tourismusland NÖ kann ohne Fachkräfte nicht funktionieren“

Neben zu hohen Arbeitskosten sehen die Betriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft den Fachkräftemangel als drängendstes Problem. Mehr als drei Viertel der Unternehmen befürchten, dass die Rekrutierung von Fachkräften im Inland in den nächsten fünf Jahren noch schwieriger als jetzt wird. Bei Fachkräften aus dem Ausland fallen die negativen Erwartungen mit 71 Prozent nur unwesentlich besser aus. Entsprechend wollen auch neun von zehn Betrieben mehr Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. „Von einer neuen Lehrlingsprämie bis zu zielgerichteten Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen ist da alles willkommen“, so Pulker. „Das Tourismusland Niederösterreich kann ohne Fachkräfte nicht funktionieren.“

Wie groß die Verunsicherung in der Branche ist zeigt sich auch darin, dass ein Viertel bzw. ein Fünftel der Betriebe Gesamtumsätze bzw. Auftragslagen in den nächsten zwölf Monaten für „derzeit nicht abschätzbar“ hält. Pulker: „Steuersenkungen und Entlastungen bei den Arbeitskosten wären da jetzt ein ganz wichtiges Signal.“ Steigende Umsätze erwarten 36 Prozent der Betriebe, eine verbesserte Auftragslage 34 Prozent. Immerhin: Im Winter rechneten nur sieben bzw. vier Prozent der Betriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einer positiven Entwicklung. 

Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKNÖ umfasst 11.670 aktive Mitgliedsbetriebe und beschäftigt knapp 43.000 Menschen. 995 Lehrlinge werden hier ausgebildet, davon 237 im ersten Lehrjahr.

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