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Motivierte Händler volle Lager: „Weihnachtsgeschäft ist sehr wichtig“

Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der WKNÖ, über die Stimmung in der Branche und die Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft.

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© Screenshot von orf.at Spartenobmann Franz Kirnbauer wurde auch im ORF NÖ zu den Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft interviewt.

Mit 7. Dezember durften die Handelsgeschäfte wieder aufsperren. Wie wichtig war das für die Branche?

Kirnbauer: Es war enorm wichtig, dass der Handel nach drei Wochen Lockdown trotz der Unterstützungsmaßnahmen wieder öffnen durfte. Die Unternehmer sind motiviert, sie wollen wieder Kunden in den Geschäften begrüßen. Die Lager sind voll und gerade die letzten Wochen vor Weihnachten sind für den Handel sehr wichtig.

Wie fällt die Bilanz nach der ersten Phase der Wiedereröffnung aus?

Wir haben einen sehr verhaltenen Start in das Weihnachtsgeschäft gesehen. Von den großen Kundenströmen war weder in Einkaufsstraßen noch in Einkaufszentren etwas zu merken. Die Warnungen der Politik haben offenbar das ihrige getan. Zu beobachten ist, dass viele Kunden sehr gezielt einkaufen und nicht länger in den Geschäften verweilen. Das ist aus epidemiologischer Sicht positiv, doch dadurch fehlen spontane Einkäufe und auch die richtige Einkaufsatmosphäre. 

Wie sind die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft?

Gerade die Branchen, wo es um Emotionen geht, haben schon das ganze Jahr stark gelitten. So lag der Modehandel bereits vor dem zweiten Lockdown bei einem Minus von 20 Prozent. Vielen Bereichen geht es trotz Unterstützung sehr schlecht. Hier kann das Weihnachtsgeschäft die Verluste maximal etwas einbremsen. Trotz der Wiedereröffnung erwarten wir heuer im stationären Handel für Weihnachten ein dickes Minus.

In Zahlen ausgedrückt?

Das wird sich zeigen. Eine erste Einschätzung geht von einem Rückgang zwischen 10 und 20 Prozent im stationären Handel aus.

Was sind hier die Gründe?

Den Handelsstandorten fehlt die Verbindung mit der Gastro, die Einkaufsatmosphäre und, trotz aller Vorkehrungen, die Unbeschwertheit beim Shoppen. Zudem kommen Einkommensausfälle durch die Krise zum Tragen. Statt 89 Prozent – wie in den letzten Jahren – wollen heuer nur 82 Prozent in NÖ Weihnachtsgeschenke machen, die geplanten durchschnittlichen Ausgaben sinken von 360 auf 340 Euro. Die Ungewissheit über den Verlauf der Krise schafft weitere Verunsicherung. Und Online konnte stark zulegen. Erwartet werden hier im diesjährigen Weihnachtsgeschäft Zuwächse zwischen 30 und 40 Prozent.

Ihr Appell an die Kunden?

Die Hausaufgaben wurden gemacht, wir sind gut vorbereitet. Es braucht aber auch die Eigenverantwortung und Mithilfe der Konsumenten beim Entzerren der Kundenströme und beim Einhalten der Schutzmaßnahmen. Einkaufen in Ortszentren und kleinen Geschäften ist besonders sicher. Kaufen Sie lokal und regional – auch online. Nutzen Sie bestehende Plattformen, auch wenn man hier manchmal vielleicht etwas intensiver suchen muss. Der heimische Fachhandel verfügt über ein tolles Angebot – online wie offline. Nutzen Sie es!

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