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Mit Liebe von der Müllerin

Der Duft von frisch gemahlenem Mehl wehte Müllermeisterin Monika Rosenfellner schon in Kindertagen um die Nase. Der Duft ist geblieben, die Leidenschaft für Getreide als Bestandteil bewusster Ernährung stetig gewachsen. Heute arbeitet Rosenfellner mit Vorliebe an der Entwicklung neuer Produkte und Rezepturen, etwa Dinkelbrotmehl und Roggengrieß.

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© Mona Lorenz

„Dieser Geruch ist herrlich und mit nichts zu vergleichen“, sagt Monika Rosenfellner, atmet tief ein und greift dann beherzt in die Getreidekörner, die auf dem Areal der Rosenfellner Mühle in 
St. Pe­ter in der Au (Bezirk Amstetten) vom Lkw-Anhänger in die Getreidespeicher fließen. Die Dinkelkörner rinnen durch ihre Finger. Immer wieder nimmt die Müllerin einige zwischen Daumen und Zeigefinger und unterzieht sie einer ersten Prüfung. Denn zwischen die Mühlsteine kommt hier nur Getreide von geprüften österreichischen Bio-Bauern – und das schmeckt man.

So nah wie möglich“: Regionalität im Fokus

Schon vor 1386 wurde am heutigen Standort das Müllerhandwerk gepflegt. „Mein Großvater, der selbst aus einer Müllerfamilie stammt, hat die abgebrannte Mühle 1932 gekauft und wieder aufgebaut“, erzählt Rosenfellner, die das Unternehmen in dritter Generation führt. „Wir sind fünf Schwestern, da wagte mein Vater nicht zu hoffen, dass jemand in seine Fußstapfen tritt“, erzählt sie lachend und führt in den Bereich der Vermahlung. Als eine von wenigen Mühlen in Österreich werden hier nicht nur die klassischen, sondern insgesamt acht verschiedene Getreidesorten verarbeitet: Weizen, Gerste, Dinkel, Einkorn, Buchweizen, Gerste, Emmer, 
Hir­se – und etwas Hafer.

Der Prozess der Vermahlung ist komplex, aber sehr schön“, sagt Rosenfellner, die die Fachschule für Getreidewirtschaft in Wels absolviert und Erfahrungen bei Betrieben in Österreich, Deutschland und der Schweiz gesammelt hat – ehe sie die Meisterprüfung ablegte. „Jede Sorte ist anders, es braucht viel Können und Erfahrung, damit man das Mehl optimal aus dem Korn herauslösen kann“, erklärt die Expertin und nickt freundlich einer Gruppe von Besuchern zu, die sich eben bei einer Mühlenführung in die Geheimnisse dieser Handwerkskunst einweihen lassen.
Helligkeit, Feinheit (Granulation) sowie Qualitäten (wie die Backqualität) sind Parameter, die bei diesem Prozess berücksichtigt werden müssen. Nach einer ersten Prüfung bei der Anlieferung werden die Körner im Labor nochmals genau unter die Lupe genommen. „Hier untersuchen wir Eigenschaften wie Feuchtigkeit, Eiweißgehalt oder Enzym­aktivitäten.“

Denn die Philosophie des Betriebes hat sich seit 1932 nicht geändert: „Gemeinsam und im Einklang mit der Natur arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Unternehmens. Ihre Schätze sind unsere Rohstoffe. Ihre Kraft sorgt für unsere Qualität. Deshalb verarbeiten wir nur Getreide von geprüften österreichischen Bio-Bauern und auch unsere Handelspartner werden sorgfältig ausgewählt“, betont Rosenfellner. Darüber hinaus kommt in allen Bereichen der Mühle zu 100 Prozent natürlich erneuerbare Energie zum Einsatz – aus Verantwortung für die Umwelt und die nächste Generation. 

Corona verstärkte Trend zum Selber-Brotbacken

Beliefert werden Bäcker, die Gastronomie, Reformhäuser, Drogerien und Bio-Läden. Darüber hinaus verkauft Rosenfellner ihre Produkte auch im eigenen Mühlenladen. Hier finden Backliebhaber unter anderem eigens entwic­kelte Mischungen und Mehle, die es so im Handel nicht gibt – etwa dunkles Weizen-, Roggen und Dinkelmehl. Und seit September weiht die leidenschaftliche Müllerin, die mit Vorliebe an neuen Produkten und Rezepturen tüftelt, in der Rosenfellner Backstube in die Kunst des Brotbackens ein. (Wer Lust hat, kann sich im Backvideo Inspiration holen!) „Ein Trend zum Selber-Brot-
bac­ken war in den letzten Jahren schon spürbar – Corona hat ihn allerdings um ein Vielfaches verstärkt“, weiß die Unternehmerin, die sich über rege Nachfrage ihrer Backmischungen, Backmalze und Produkte freut.

„Ein älterer Herr kam zu uns, weil er unbedingt Sauerteig-Brot machen wollte. Vier Anläufe und ein paar gute Tipps hat er gebraucht, aber jetzt bäckt er sein eigenes Sauerteig-Brot“, erzählt Rosenfellner und ergänzt schmunzelnd: „Sauerteig ist nicht ganz einfach, da muss man einige Tricks kennen. Aber wir teilen dieses Wissen sehr gerne mit unseren Kunden.“

Hinweis: Am 27. und 28.11. lädt das Team zum Advent in der Rosenfellner Mühle – bei freiem Eintritt.

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© Mona Lorenz Die Leidenschaft für Getreide und Mehl begleitet Müllerin Monika Rosenfellner schon seit Kindertagen.

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