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Mehr Finanzplatz für Niederösterreich - Serie Teil 1

Die Broschüre „MEHR Finanzplatz für Niederösterreich“ wurde bereits der Landesregierung übergeben. Alle Forderungen Punkt für Punkt in dieser Serie.

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Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich
© Kraus Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Sonja Zwazl: Nieder­österreichs Banken sind der richtige Partner für unsere Unternehmen. Das Hausbankenprinzip hat sich bewährt und ist das passende Rezept für die Zukunft. Entsprechend unverständlich ist es, wenn heute eine im internationalen Vergleich kleine Regionalbank bei uns ebenso mit immer strengeren Regularien konfrontiert ist wie große internationale Investmentbanken. Von überbordenden Meldepflichten gegenüber verschiedenen Behörden rede ich da noch gar nicht. Wir brauchen einen Stopp für Auflagen, die die Beziehungen zwischen Kunden und Banken mit überzogenen Informations- und Hinweispflichten belasten, jede Menge unnötige Kosten und Bürokratie verursachen und tatsächlich keine Verbesserungen bringen. Im Gegenteil: Unsere Wirtschaft wird gehemmt, nicht mehr die Unternehmerpersönlichkeit zählt, sondern nur starre Regeln.
Mit unserem neuen Positionspapier „MEHR Finanzplatz für Nieder­österreich“ zeigen wir, gegliedert in sieben Themenbereiche, aktuelle Herausforderungen und konkrete Verbesserungsvorschläge für unser Bankwesen auf. Denn nur, wenn unsere niederösterreichischen Banken ihre Aufgaben erfüllen können, ist unseren Unternehmerinnen und Unternehmern auch wirklich gedient.


Johann Vieghofer, NÖ Obmann der Sparte Bank und Versicherung
© Gabriele Moser Johann Vieghofer, NÖ Obmann der Sparte Bank und Versicherung

Johann Vieghofer: Als Partner der Unternehmen stellten die niederösterreichischen Banken auch in Zeiten der Krise ausreichend Kredite zur Verfügung und haben dazu beigetragen, dass Niederösterreich diese Herausforderungen besser als viele andere meistern konnte.
Auch in Zukunft werden Kredite eine maßgebliche Rolle bei Investitionen spielen, weshalb die Rahmenbedingungen für die Kreditvergabe im Interesse von Unternehmern und Banken entsprechend zu gestalten sind. Die Fortführung der Erleichterungen auf EU-Ebene für KMUFinanzierungen ist dabei ein begrüßenswerter Schritt. Besonders bei der Umsetzung der verschiedenen Basel IV–Anforderungen ist auf die europäischen und österreichischen Spezifika zu achten. Genauso ist es auch dringend angebracht, angemessene Lösungen für Beteiligungen von Banken an Unternehmen oder für die Behandlung von Immobiliensicherheiten zu finden.
Und neben der bewährten Kreditfinanzierung sollte zusätzlich auch die Eigenkapitalfinanzierung gestärkt werden. Denn nur mit ausreichenden Finanzierungen sind jene Investitionen möglich, die Arbeitsplätze und Wohlstand der Menschen in Niederösterreich auf Dauer sichern.


MEHR Kapital für MEHR Finanzplatz – Argumentarium und Vorschläge zur Umsetzung


Einzelne Erleichterungen auf EU-Ebene für KMU-Finanzierungen sind ein begrüßenswerter erster Schritt.
Leider ist das aber noch lange nicht ausreichend, damit Niederösterreich im weltweiten Finanz-Wettbewerb auch auf Dauer bestehen wird.
Notwendige Regulierungen dürfen die Finanzierung der niederösterreichischen Unternehmen weder weiter verteuern, noch dürfen sie im Interesse einer Weiterentwicklung innovative und zukunftweisende Wege in der Finanzierung behindern.
Das gilt vor allem für die jüngsten Vorschläge des Basler Ausschusses: Der globale Regulierungsanspruch von Basel IV würde zu dramatischen Erhöhungen der Eigenkapitalanforderungen von Bankbeteiligungen führen.
Der Verlust von Arbeitsplätzen und Firmensitzen bedeutender Unternehmen in Niederösterreich wäre die Folge.

Vorschläge:

  • Bewährte Kreditfinanzierung ja, aber zusätzlich Eigenkapitalfinanzierung stärken – Steuerrecht sollte Unternehmen, die über Eigenkapital finanzieren, nicht länger benachteiligen.
  • Verlustausgleich und Verlustvortrag im Steuerrecht breiter fassen – dann würden Privatanleger auch risikotragende Wertpapiere in‘s Portfolio übernehmen.
  • Beteiligungsfreibetrag für private Investoren und leichterer Zugang zu Wagniskapital für innovative Unternehmen würden die Eigenkapitalstruktur stärken.
  • Bessere Bedingungen für Beteiligungen von Banken an Unternehmen und für die Behandlung von Immobiliensicherheiten.
  • Kontinuität bei den Förderprogrammen (Förderrichtlinien, Budgetrahmen) bringt Planungssicherheit für Kreditinstitute und Unternehmen.

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