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„Geht um‘s richtige Gespür“, Mario Pulker im Portrait

Mario Pulker, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKNÖ, im Interview über Corona, die Aussichten auf Öffnung, dauerhafte Veränderungen durch die Pandemie, seine Zukunftsvision für die Branche und worin das Geheimnis einer guten und gelingenden Interessenvertretung besteht.

Mario Pulker
© Andreas Kraus Mario Pulker, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft

NÖWI: Mit November 2020 ist der Tourismus praktisch zum Erliegen gekommen. Wie sind die Tourismus- und Freizeitbetriebe bisher durch die Pandemie gekommen

Pulker: Viele Betriebe haben sehr rasch und kreativ auf die neuen Umstände reagiert. Liefer- und Abholservice hat sich mittlerweile gut etabliert. Auch der Geschäftstourismus ist mancherorts überraschend stark weitergelaufen. Klar ist jedoch: Vor allem in der Nachtgastronomie, aber auch im Städtetourismus, bei den Schaustellern sowie im Fitness- und Eventbereich ist die Lage mittlerweile extrem angespannt, hier braucht es sicher weitere  Unterstützungsmaßnahmen.

Mit der Aussicht auf Öffnung am 19. Mai kommt endlich Bewegung in die Branche. Was bedeutet dieser Termin für den NÖ Tourismus und die Freizeitwirtschaft?
Der fixe Termin bringt die so lang erhoffte Perspektive und Planbarkeit. Auch, wenn vielleicht noch nicht alle Details völlig klar sind, aber man kommt endlich wieder ins Tun.

Wie können die Betriebe den Re-Start erfolgreich schaffen?
Einerseits versuchen wir seitens der Fachgruppen, alle relevanten Infos schnell und kompakt zur Verfügung zu stellen. Wir spielen am Telefon sowohl Seelsorger als auch Ratgeber. Wenn sich Gäste und Betreiber an die Spielregeln halten, werden wir einen erfolgreichen Re-Start erleben, da bin ich sicher.

Viele Betriebe haben Sorge, dass aufgrund der Sicherheitsauflagen Gäste ausbleiben. Wie sehen Sie das?
Es ist verständlich, dass sowohl bei den Gästen als auch den Unternehmen eine gewisse Unsicherheit herrscht, wie sich die Dinge in der Praxis darstellen werden. Wir alle haben aber mittlerweile genug Corona-Erfahrung, um die Risiken zu kennen und uns entsprechend zu verhalten. Vielleicht wird der eine oder andere schnelle Kaffee ausfallen. Am Ende bin ich aber davon überzeugt, dass die Lust auf den Tourismus stärker sein wird als allfällige Bedenken.

Gibt es Veränderungen, die dauerhaft sind?
Das Take-Away-Thema wird bei vielen unserer heimischen Tourismus-Betrieben fixer Teil des Angebots bleiben. Die Gäste freuen sich, wenn in diesem Segment die Auswahl breiter wird und sich nicht länger ausschließlich auf klassisches Fast-Food beschränkt.
Ich glaube auch, dass die Wertschätzung für die Gastronomie, aber auch die restlichen touristischen Anbieter gestiegen ist: Die Bevölkerung hat jetzt gesehen, was alles fehlt, wenn diese Dienstleistungen nicht angeboten werden!

Zukunftsvision: Was wäre Ihre Idealvorstellung, wenn Sie an den Tourismus in NÖ denken?
Ich sehe eine positive Zukunft für all jene, die ein qualitätsvolles, faires Angebot bieten und ihr Unternehmen auch mit betriebswirtschaftlicher Umsicht führen. Wir setzen alles daran, die Wertschöpfung weiter zu steigern – sei es durch eine bessere Preisdurchsetzung oder eine längere Aufenthaltsdauer. Denn nur dadurch werden attraktive Arbeitsplätze in zeitgemäßen Betrieben möglich.

Nun zur Interessenvertretung. Was hat sie dazu bewogen, Spartenobmann zu werden?
Ich komme aus einer stark touristisch geprägten Region und habe zeitlebens in Tourismusbetrieben gearbeitet – in vielen verschiedenen Gegenden. Es gibt daher ein hohes persönliches Interesse an der Branche. Zudem gestalte ich lieber aktiv mit, als mich nur passiv über sinnlose Dinge zu ärgern. Die Wirtschaftskammer ist fürs Gestalten der geeignete Platz.

Worin sehen Sie die Hauptaufgabe eines Interessenvertreters. Was macht einen guten Interessenvertreter aus? 
Hohe Branchen- und Fachkenntnis sind für mich die Grundvoraussetzung einer Funktionärstätigkeit. Es geht darüber hinaus auch um ein Gespür für die Bedürfnisse der zu vertretenden Betriebe, aber auch für die Motive und Beweggründe von Verhandlungs- und Gesprächspartnern, egal auf welcher Ebene. Durchhaltevermögen und eine gewisse Dickhäutigkeit schaden gerade in meiner Branche ebenfalls nicht.

Der Spartenobmann persönlich ...

Mario Pulker, geboren 1975, ist Inhaber und Geschäftsführer der Hotel-Restaurant Donauterrasse GmbH in Aggsbach-Dorf, die er gemeinsam mit seiner Frau Stella führt. Er ist verheiratet und Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern.

Word-Rap

  • Gastlichkeit, da sind wir in NÖ Top
  • All-Inclusive... spricht mich nicht an
  • Eigenkapital... notwendig und sinnvoll
  • Solidarität... wichtig in der WKO
  • Transparenz... Glaubwürdigkiet
  • Erlebnis... guter Wein, gutes Essen an einem schönen Wort


Zahlen, Daten, Fakten

  • 11.670 Aktive Mitglieder
  • 42.915 unselbstständig Beschäftigte
  • 995 Lehrlinge davon
    • 237 im ersten Lehrjahr
  • 434 Lehrbetriebe bilden die künftigen Fachkräfte aus
  • 2 % Anteil an der Bruttowertschöpfung der NÖ Gesamtwirtschaft
  • 4,1% Anteil an der Bruttowertschöpfung innerhalb der gewerblichen Wirtschaft in NÖ


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