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Mangelberufsliste für Köche: Regionalisierung dringend nötig

In der heimischen Tourismuswirtschaft steigt durch den akuten Fachkräftemangel der Druck auf die Betriebe und das Stammpersonal immer mehr.

Österreichweit rund 2.200 Köche gesucht
© Lechner

Spartenobmann Mario Pulker: „Ich begrüße die Regionalisierung der Mangelberufsliste, ist sie doch ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des leider immer noch herrschenden Fachkräftemangels.“


In der heimischen Tourismuswirtschaft steigt durch den akuten Fachkräftemangel der Druck auf die Betriebe und das Stammpersonal immer mehr. „Unsere Branche braucht im Moment – vor allem in den westlichen Bundesländern – Köche so dringend wie einen Bissen Brot“, begrüßt Fachverbandsobmann (Gastronomie) und Spartenobmann (NÖ) Mario Pulker die geplante Regionalisierung beziehungsweise  Erweiterung der Mangelberufsliste für Köche: „Derzeit werden österreichweit rund 2.200 Köche gesucht!“
Umso unverständlicher ist Bundesspartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher daher die Ablehnung dieser Maßnahme durch die Gewerkschaft vida: „Es geht hier um die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen. Um dem akuten Fachkräftemangels entgegenzuwirken, ist  die Aufnahme von Köchen in die Mangelberufsliste ein wichtiger Schritt, der den Betrieben rasche Entlastung bringt. Somit könnten auch Arbeitskräfte aus Drittstaaten punktgenau dort eingesetzt werden, wo sie notwendig gebraucht werden.“
Als Mangelberufe gelten laut Gesetz Berufe, bei denen pro gemeldete offene Stelle höchstens 1,5 Arbeitsuchende vorgemerkt sind (Stellenandrangsziffer), wobei ein Spielraum bis zu einer Stellenandrangsziffer von 1,8 besteht.
Im Beobachtungszeitraum September 2016 bis August 2017 lag der bundesweite Wert bei 1,6, im Dezember 2017 bei 1,2. „Uns sind zahlreiche Fälle bekannt, wo Betriebe nicht eröffnen konnten, Stockwerke sperren oder den Betrieb einschränken mussten, weil sie keine Mitarbeiter finden. Wir lassen hier wertvolles Potenzial liegen, verärgern Gäste, verzichten mutwillig auf Einnahmen, Steuern und Abgaben und gefährden letztendlich die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen“, appelliert Petra Nocker-Schwarzenbacher an die Arbeitnehmer-Vertreter, „die sinnvolle Maßnahme gemeinsam umzusetzen“. Immerhin habe sich die Branche aufgrund des akuten Fachkräftemangels im Kollektivvertrag um eine höhere Lohnentwicklung bemüht und den Kollektivvertrag per 1. Mai 2017 im Schnitt um 2,1 Prozent erhöht. Speziell bei den Lehrlingen wurde im Kollektivvertrag Hotellerie und Gastronomie die Entlohnung für alle Lehrjahre mit 8,31 Prozent stark angehoben.

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