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„Mit 20 Firma übernommen“ - Malermeisterin Petra Hofbauer aus Zwettl

Kampagne "G'lernt is g'lernt"

Petra Hofbauer
© Philipp Monihart

Unternehmerinnen, die ihre Karriere mit einer Lehre begonnen haben, vor den Vorhang holen: Das macht die Kampagne G’lernt is g’lernt“ von Frau in der Wirtschaft Niederösterreich.

Heute im Portrait: Malermeisterin Petra Hofbauer aus Zwettl

Sie stehen jeden Tag ihren „Mann“ in der Firma: Frauen, die eine Lehre absolviert haben und nun erfolgreiche Unternehmerinnen sind. Für die Aktion „G‘lernt is g‘lernt“ haben wir bei Malermeisterin Petra Hofbauer nachgefragt. 

Wirtschaft NÖ: Warum sind Sie Malerin geworden? 

  • Petra Hofbauer: Mein Großvater hat schon als Kind die Freude am Arbeiten mit Farben in mir geweckt. Er leitete damals den Maler-Betrieb. Mit dieser Liebe zum Zeichnen bin ich in die Malerschule gegangen.

Wie war dann Ihr Weg in die Selbstständigkeit?

  • Nach dreijähriger Ausbildung zur Facharbeiterin und verschiedenen Berufspraktika schloss ich 1997 die Meisterschule in Baden ab. Bereits im Alter von 20 Jahren übernahm ich die Firma meines Großvaters.   

Was ist besonders an Ihrer Firma?

  • Wir sind ein Familienbetrieb und legen großen Wert auf den Zusammenhalt. 

Was ist Ihnen dabei wichtig?

  • Die Qualität unserer Arbeit ist mir natürlich besonders wichtig, denn ich möchte meine Kundinnen und Kunden zufriedenstellen. Gleichzeitig achte ich aber auf einen guten Draht zu meinen Mitarbeitern.

Welchen Stellenwert hat die Lehre Ihrer Meinung nach?

  • Meines Erachtens hat eine schulische Ausbildung keinen höheren Stellenwert als eine Lehre – sie sind gleichrangig und sollten auch so betrachtet werden.

Welche Vorteile hat die Lehre?

  • Die Lehre ermöglicht, gleichermaßen eine praktische und theoretische Ausbildung zu bekommen. Für die Jugendlichen selbst fördert sie die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen.  

Eine Leistung, auf die ich besonders stolz bin, ist…

  • … dass ich in 25 Jahren bereits 28 Lehrlinge ausgebildet habe.  

Die größte Herausforderung in meiner Selbstständigkeit war es, …

  • … mich vor 25 Jahren in einer Männerdomäne zu behaupten.  

Welchen Rat geben Sie Jugendlichen, die vor der Berufswahl stehen?

  • Es gibt so viele Berufswege für Jugendliche! Das Wichtigste ist, sich vorab gut zu informieren, damit man seine Möglichkeiten gut kennt.  

Frauen, die von der Selbstständigkeit träumen, sollten…

  • … es auf jeden Fall probieren und sich nicht unterkriegen lassen!


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