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Märkte können einfach und sicher abgehalten werden: „Wir brauchen die Unterstützung der Gemeinden und Städte“, appellieren die NÖ Marktfahrer.

Märkte, auf denen Waren aller Art wie Kleidung, Küchengeräte, Spielzeug und vieles mehr, aber auch Speisen und Getränke angeboten werden, Krämermärkte und Kirtage, sind gesetzlich wieder erlaubt. „Es braucht keinen 3G-Nachweis und keine Registrierungspflicht,“ appelliert Gerhard Lackstätter, Obmann des Markthandels in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Märkte in Niederösterreich durchzuführen und zu besuchen.

Auf dem Wochenmarkt von Groß-Enzersdorf: WKNÖ-Präsident Wolfang Ecker, Marktfahrerin Elfriede Fuchs, Obmann Gerhard Lackstätter und Landesgremial-Geschäftsführer Armin Klauser
© Michael Hadek Auf dem Wochenmarkt von Groß-Enzersdorf: WKNÖ-Präsident Wolfang Ecker, Marktfahrerin Elfriede Fuchs, Obmann Gerhard Lackstätter und Landesgremial-Geschäftsführer Armin Klauser

Kirtage, Jahr- und Wochenmärkte sind Teil eines lebendigen Ortslebens. Viele Monate lang durften die Marktfahrer ihre Standl’n nicht aufbauen und waren aufgrund der Pandemie zum Nichtstun gezwungen. Seit Anfang Juni sind Märkte, bei denen Waren des täglichen Bedarfs verkauft werden, wieder erlaubt. „Doch das Geschäft ist verhalten angelaufen, es gibt noch Unsicherheiten bei den Kunden und auch das Zusammenspiel mit der lokalen Gastronomie funktioniert aufgrund der Corona-Vorgaben noch nicht wie vorher“, zieht Gerhard Lackstätter, Bundes- und NÖ Landesgremialobmann in der Wirtschaftskammer, eine erste Bilanz. Die Branche ist durch Corona besonders schwer betroffen. „Wir brauchen dringend Zusagen von Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften“, so Lackstätter.

Schönes Signal in schwierigen Zeiten: „Tradition muss gepflegt werden“

Die Versorgung der Bevölkerung durch Märkte ist eine jahrhundertealte Tradition des Handels, die in Österreich einzigartig ist. „Es ist eine Tradition, die wir pflegen müssen, damit sie weiterleben kann. Die Marktfahrer brauchen die Unterstützung der Gemeinden und Städte, dass sie wieder Märkte durchführen“, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich und erklärt: „Die Jahrmärkte sorgen in den Ortszentren für mehr Besucher, sind Impuls- und Frequenzbringer für ortsansässige Betriebe und sichern dadurch Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Und sie sind ein schönes und positives Signal dafür, dass es bergauf geht und wir uns wieder ein Stück weit in Richtung Normalität bewegen.“

Zahlen und Fakten zur Branche

Per 1. Quartal 2020 gab es in Niederösterreich in der Fachgruppe des Markt-, Straßen – und Wanderhandels insgesamt 480 aktive Mitglieder. Die NÖ Marktfahrer sind zu einem großen Teil kleinstrukturierte Betriebe, die sich seit Generationen im Familienbesitz befinden. 

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