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Mädchen in Lehrberufen der Männerwelt

Beim Girls‘ Day begeistern Unternehmen Mädchen für technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe, die grundsätzlich männerdominiert sind.

Maria Mössner von der Firma Lux bei ihrer Arbeit als Maurerin.
© Bst Maria Mössner von der Firma Lux bei ihrer Arbeit als Maurerin.

Der Girls‘ Day bietet jedes Jahr die Gelegenheit, Mädchen Mut zu machen, um diese Berufe näher kennenzulernen und eine Lehre in diesen Berufen zu ergreifen.

Im Bezirk Lilienfeld präsentierten sich an diesem Tag die Firmengruppe Neuman in Marktl und Metrago Edelstahltechnik in Hainfeld.

Stahlbautechnikerinnen bei Metagro

Metagro bildet derzeit Elisabeth Zöchling im zweiten Lehrjahr als Stahlbautechnikerin aus. Geschäftsführer Wolfgang Schindlecker: „Es sind Frauen mit einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen und guten mathematischen Kenntnissen. Gerade habe ich wieder ein Lehrmädchen für den Metalltechnikberuf aufgenommen. Sie hat sich gegenüber ihren männlichen Mitbewerbern deutlich durchgesetzt.“

V.l.: Metagro-Geschäftsführer Wolfgang Schindlecker, Lisa Zechner, Lehrling Elisabeth Zöchling, Bezirksstellenobmann Karl Oberleitner und Alexandra Höfer.
© Bst V.l.: Metagro-Geschäftsführer Wolfgang Schindlecker, Lisa Zechner, Lehrling Elisabeth Zöchling, Bezirksstellenobmann Karl Oberleitner und Alexandra Höfer.

Lisa Zechner, die seit März als Stahlbautechnikerin ausgelernt ist, fühlt sich im Betrieb sehr wohl und bestätigt ein angenehmes Miteinander zwischen Männern und Frauen. Sie unterstützt das Unternehmen nun als Fachkraft.

Beide Mädchen sind sich einig: „Schnuppern im Betrieb und Tage wie der Girls‘ Day machen das Kennenlernen dieser Berufe für Mädchen erst möglich und sind sehr hilfreich für die Berufswahl“.

Abseits des Girls‘ Day gibt es weitere Betriebe im Bezirk, die erfolgreich Mädchen in technisch-handwerklichen Berufen ausbilden. Die Firma Lux, Baumeister und Zimmerei, in Hainfeld hat derzeit einen weiblichen Lehrling im Lehrberuf Maurer.
Lehrherr und Geschäftsführer Erich Lux ist vom Engagement und Einsatz seines Lehrlings Maria Mössner positiv überrascht. Er sieht ihre Zusammenarbeit mit den männlichen Arbeitskollegen als Bereicherung für den männerdominierten Betrieb. Erich Lux imponiert die Kraft, Zielstrebigkeit, das Geschick und der Fleiß. Er sieht einen großen Vorteil in durchmischten Teams – Männer und Frauen, älter und jünger – sie inspirieren einander gegenseitig.

Für Begeisterung sorgte Marias ernster Wille, den sicherlich für sie harten Maurerberuf zu erlernen. Für Erich Lux eine ganz klare Entscheidung: „Ja, ich würde es wieder tun, ich mag Querdenker und mutige Menschen!“

Maurerlehrling Maria Mössner machte Auslandsparaktikum

Maria Mössner freut sich über die Unterstützung der Geschäftsführung und würde den Beruf wieder lernen wollen, vielleicht in Form Schalungsbauer: „Natürlich ist die Arbeit sehr anstrengend und wirklich nur für robuste Mädels geeignet. Es gibt Zeiten, da vermisse ich die Akzeptanz der Männer. Das Auslandspraktikum war definitiv eine schöne Erfahrung in meiner Lehrzeit.“

V.l.: Direktor Johann Atzinger, Denise Kaufmann, Nina Weichselbaum und Bezirksstellenobmann Karl Oberleitner.
© Bst V.l.: Direktor Johann Atzinger, Denise Kaufmann, Nina Weichselbaum und Bezirksstellenobmann Karl Oberleitner.

Sie nutzte während ihrer Lehrzeit im Vorjahr die Aktion der Wirtschaftskammer Niederösterreich „Let’s Walz“, zu einem vierwöchigen Auslandspraktikum, um neue Arbeitsweisen kennenzulernen und Erfahrung außerhalb des Betriebs zu sammeln. In der Zwischenzeit hat sie die Lehrzeit abgeschlossen und steht vor ihrer Lehrabschlussprüfung.

Rauchfangkehrerin Beatrice Handler hat vor Schmutz keine Scheu

Beatrice Handler lernt den Lehrberuf Rauchfangkehrer im dritten Lehrjahr und würde diesen Beruf wieder wählen. Schon ihre Mutter lernte Rauchfangkehrerin.Für Beatrice ist klar: „Man muss körperlich schon etwas aushalten, obwohl in der Zwischenzeit viel an Technik dazugekommen ist, die die Arbeit erleichtert. Und vor Schmutz darf man keine Scheu haben.“ Von den Kunden erhält sie viel positives Feedback und das motiviert sehr.

V.l.: Obmann Karl Oberleitner, Beatrice Handler mit Berufsschullehrer Erich Huber.
© Bst V.l.: Obmann Karl Oberleitner, Beatrice Handler mit Berufsschullehrer Erich Huber.

Erich Huber, ihr Berufsschullehrer, freut sich über immer mehr Mädchen im Lehrberuf Rauchfangkehrer: Derzeit sind 15 männliche und 6 weibliche Lehrlinge in der dritten Klasse und ein Anstieg der Mädchenzahl ist zu bemerken.

Denise Kaufmann und Nina Weichselbaum sind zwei Schülerinnen der zweiten Klasse der Berufsschule Lilienfeld. Sie lernen Malerin und Beschichtungstechnikerin. Beide kommen ins Schwärmen, wenn sie nach den Vorteilen ihres Berufes gefragt werden. „Schön ist es, dass wir mit unserem Beruf mitgestalten und etwas Kreatives umsetzen können. Mit den Händen arbeiten und die bunte Seite ausleben, ist das, was wir gerne tun. Und das Schönste ist das Resultat am Ende der Arbeit vor sich zu haben“, sind sich beide Lehrlinge einig.

Wichtig: Reinschnuppern in den Lehrberuf!

Empfehlen würden sie auf jeden Fall das Reinschnuppern in den Lehrberuf. Erst beim Arbeiten in einem Lehrbetrieb und dem Erleben des gesamten Umfelds, kann man sich den Lehrberuf erst richtig vorstellen. Negative Erfahrungen mit männlichen Arbeitskollegen haben die befragten Lehrmädchen allesamt keine gemacht. Im Gegenteil! Sie finden es schön in der Männerwelt ihre „Frau zu stehen“ und gemeinsam Schönes zu gestalten.

Berufsschuldirektor Johann Atzinger freut sich über den steigenden Anteil der weiblichen Lehrlinge in den Klassen: Es sind bereits um die 30 Prozent Schülerinnen und das bei überwiegend männerdominierten Lehrberufen, die in der Berufsschule Lilienfeld unterrichtet werden.

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