th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Corona-Jahr 2020: Theater ohne Publikum?

Das heurige Jahr stellt alle vor eine nie dagewesene Prüfung. Das seit Jahren bewährte Lastkrafttheater ist davon genauso betroffen. Wie gehen Künstler mit der aktuellen Situation um? Im Interview dazu die beiden Initiatoren des Lastkrafttheaters, Max Mayerhofer und David Czifer sowie der Vizeobmann des NÖ Güterbeförderungsgewerbes, Karl Gruber.

Karl Gruber in seinem Lkw
© Andreas Kraus Karl Gruber in seinem Lkw

In Zeiten wie diesen sind Lichtblicke sehr willkommen, gleichzeitig sind Menschenansammlungen aber derzeit verboten. Wie realistisch sind Aufführungen im Mai, gab es schon Gespräche mit den Gemeinden?

Czifer: Für uns alle ist dies eine schwierige Zeit. Auch uns Künstler trifft die Krise mit voller Wucht. Wir sind unserem Publikum verpflichtet, die Gesundheit des Publikums und der Mitarbeiter steht an erster Stelle. Die Krise ist aber nicht planbar. Derzeit haben wir alle Proben ausgesetzt, wir haben aber bereits sehr früh zu proben begonnen, und das kommt uns jetzt zu Gute.

Mayerhofer: Gespräche mit den Gemeinden gibt es bereits, und wenn es gesetzlich möglich ist, werden alle Vorstellungen wie geplant stattfinden. Wir sind auf jeden Fall spielbereit.

Als Sicherheitsabstand noch kein Thema war: David Czifer (l.) und Max Mayerhofer.
© Andreas Kraus Als Sicherheitsabstand noch kein Thema war: David Czifer (l.) und Max Mayerhofer.

Wenn gespielt wird, entspricht das heuer nicht mehr denn je der Intention des Theaters, Freude und Unterhaltung zu bringen, weil das die Menschen jetzt ganz besonders brauchen?

Mayerhofer: Das Lastkrafttheater bringt seit acht Saisonen Freude, Gags und Unterhaltung zu den Menschen: Dafür stehen wir und wir haben uns Dank unseren Sponsoren wie der Fachgruppe für das NÖ Güterbeförderungsgewerbe und unserem Publikum eine große Fanbase in Ostösterreich erarbeiten können. Wir freuen uns sehr auf unser Publikum und hoffen, bald wieder auftreten zu können!

Karl Gruber: Vor allem jetzt in der Krise sieht man mehr denn je, dass der Lkw bringt, was wir alle täglich brauchen. Die Frächter und Kleintransporteure arbeiten unermüdlich, dass wir die Waren des täglichen Bedarfs erhalten. Unser Dank gilt in den schwierigen Zeiten den Fahrern, die trotz aller Unsicherheiten, mit viel Einsatz und Engagement ihren Beruf ausüben und die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen. Auch wir als Fachgruppe für das NÖ Güterbeförderungsgewerbe hoffen inständig, dass der Lkw bald wieder auch Kultur bringen kann und das Lachen so wieder zu den Menschen kommt.

Jetzt in der Krise brauchen wir die Frächter mehr denn je. Wenn die vorbei ist, was würden Sie sich dann wünschen?

Karl Gruber: Für die Transportwirtschaft würde ich mir von Seiten der Politik mehr Entlastungen für die Transporteure wünschen, anstatt immer die gleiche Hinhaltetaktik. Eine effiziente Entlastung der Transporteure herbeizuführen und so die Wirtschaft auf direktem Weg zu stärken, ist dringend notwendig. Außerdem wünsche ich mir den Imagewandel der Transportwirtschaft in der Bevölkerung. Dieses Umdenken können wir zusammen mit dem Lastkrafttheater erreichen.

Wenn alle Stricke reißen, gibt‘s eine Alternative wie etwa Streaming einer Aufzeichnung von den Proben?

Mayerhofer: Das Schwierige an der Krise ist, dass wir alle nicht wissen, wie es weiter geht. Trotzdem müssen wir innerhalb der gesetzlichen Vorgaben spielbereit bleiben und müssen uns vorbereiten, um sofort auftreten zu können. Momentan geschieht dies über Skype und ähnliche Programme. Unterhaltung brauchen die Leute nun mehr denn je, das ist gewiss. Natürlich haben wir mit den Gemeinden auch Verschiebungen einzelner Termine geprüft, endgültige Entscheidungen stehen aber noch aus.

Czifer: Aber sollten alle Stricke reißen, können wir uns eine Aufzeichnung des Stückes durchaus vorstellen.

Mayerhofer: Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass wir zumindest einige Vorstellungen durchführen können, da wir 28 Termine in Niederösterreich und Wien haben und bis in den Juli hinein spielen.

Welche Maßnahmen sind angedacht, um spielen zu können, wenn der Höhepunkt der Krise überschritten ist?

Czifer: Das Konzept des Lastkrafttheaters ist sicher eine Theaterform, die krisensicherer ist, als ein herkömmliches Theater. Bei uns kann der Mindestabstand im Publikum gewahrt werden, wir spielen im Freien, insofern ist das Risiko sich anzustecken sicher gering.

Wenn man es dann sehen kann – worum geht's im Stück?

Mayerhofer: Um die schöne Wirtin Mirandolina, die im Italien der 50-er Jahre von mehreren Männern „belagert" wird, pointiert und mit italienischen Schlagern in Szene gesetzt von Nicole Fendesack.

Wie geht es anderen Künstlern, die vor Publikum arbeiten, gibt es da weitere Strategien, als das Internet oder den Balkon?

Czifer: Die Krise trifft die gesamte Kulturbranche besonders hart, es geht um Existenzen, die nicht aufrechterhalten werden können. Viele Künstler haben noch immer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, oder sind vom System auch nicht wirklich erfasst. Insofern trifft diese Kollegen die Krise besonders schwer. Aber natürlich versucht jeder positiv zu denken und Mut in der Krise nicht zu verlieren. Es zeigt sich mehr als deutlich: Kunst und Kultur sind für die Menschen jetzt besonders wichtig und fehlen bereits jetzt extrem.

Mayerhofer: Wir wünschen allen viel Gesundheit, bleiben Sie daheim, halten Sie Abstand, und wir freuen uns schon sehr, wenn wir einander beim Lastkrafttheater wiedersehen und wir Sie wieder unterhalten dürfen!

Alle (einstweiligen) Termine auf www.lastkrafttheater.com

Das könnte Sie auch interessieren

Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Andreas Auer, Obmann des Papier- und Spielwarenhandels (Bundesgremium und Landesgremium Niederösterreich): „Spielen verringert Stress und stärkt die Beziehungen untereinander.“

Woche des Spielens

Eine Woche lang wurden täglich Gesellschaftsspiele für die ganze Familie verlost. 2.700 TeilnehmerInnen bemühten sich um die 24 Gewinne. mehr

Den Lehrberuf des Messerschleifers gibt es nicht mehr: Ingo Kobermeyer wurde von seinem Vater in diese Kunst eingeweiht.

Messerschmied sorgt für scharfe Klingen

Seit 75 Jahren steht Kobermeyer für hochwertige Stahlwaren und einen professionellen Schleif-Service. mehr