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Letzte Meile: Emissionsfrei & nachhaltig

Michael Punzet: „Niemand will in Zukunft kollektiv batteriebetrieben im Stau stehen. Unsere Lösung ist umweltfreundlich, geräuscharm, effizient und erfreulich für die Kunden.“

Mödlings Bezirksstellenobmann Martin Fürndraht (r.) und Michael Punzet (NME GmbH) beim Webinar.
© WKNÖ Mödlings Bezirksstellenobmann Martin Fürndraht (r.) und Michael Punzet (NME GmbH) beim Webinar.

„Niederösterreich braucht Lösungen für den ruhenden und fließenden Verkehr. Wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen, könnte es Fahrverbote, Beschränkungen oder City-Maut-Erhebungen geben. Aus diesem Grund wurde die Initiative Logistik2030+ gegründet. Wir suchen nach konstruktiven Lösungen, vor allem für die letzte Meile“, ist sich Christian Moser, Vizepräsident und Infrastruktursprecher der WKNÖ, der Verantwortung  der Wirtschaftskammer bewusst. Denn mit einer gut geplanten Strategie sind sowohl eine Entlastung für die Umwelt als auch die Zufriedenheit der Anrainer, der Kunden und der Logistik-Unternehmer unter einen Hut zu bringen.

Warenzustellung: Trend weiter steigend

Patrick Hartweg, Leiter der WKNÖ Abteilung Außenwirtschaft, Europa und Verkehrspolitik, kennt die Zahlen genau: „Die Anzahl der Pakete, die im Raum Wien zugestellt wurden, sind von 50 Millionen Zustellungen im Jahr 2014 auf über 95 Millionen im Jahr 2019 gestiegen. Das war noch vor Corona. Der Trend geht weiter.“ Seiner Meinung nach haben diese Daten dieselbe Aussagekraft für den Gürtel rund um Wien.

Seit 2014 lässt sich auch eine  große Verschiebung feststellen, wer an wen zustellt. Waren damals die Sendungen Business-to-Business (B2B) im Gleichstand mit den X2C-Sendungen, also der Zustellung an Privatpersonen (siehe Erläuterungsbox), änderte sich dieses Verhältnis sechs Jahre später bereits auf zwei Drittel X2C. 

„GREEN TO HOME“: einzigartige Lösungen

Vom Paketboom der vergangenen Jahre ist auch Michael Punzet beeindruckt: „Österreichweit wurden 2014 rund 151 Millionen Pakete zugestellt. 2020 sind wir schon bei 287 Millionen. Studien rechnen weltweit mit einer  Verdoppelung bis 2026. Dies darf jedoch nicht eine Verdoppelung der Zustellfahrzeuge bedeuten.“ Deshalb konzentriert sich das Unternehmen NME GmbH auf Lösungen rund um die ‚last Mile‘ der Zustellung.


Probleme wären hier, dass Personen mehrere Pakete von unterschiedlichen Zustellern mit teilweise viel zu großen und herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen erhalten. Das führt wiederum zu einer größeren Lärm- und Verkehrsbelästigung durch unzählige Anfahrten in Wohngebiete. „Kunden sind oft unzufrieden mit der Zustellung. Wir wollen eine persönliche Zustellung beibehalten, aber mit einem fixierten Zeitpunkt – dann, wann die Kunden auch zu Hause sind. Beispielsweise könnten die Zustellungen einer Woche gesammelt werden und gesamt am Freitag  zwischen 16 und 18 Uhr zugestellt werden“, erläutert Michael Punzet seine Ideen. 

Ein Umstieg auf emissionsfreie Zustellfahrzeuge wie kleinere Kastenwägen, Lastenfahrräder oder -mopeds würde eine Lärmreduktion bedeuten, eine gebündelte Zustellung und optimierte Anfahrtswege Emissionen vermeiden. Retourwaren könnten an einen Fahrer übergeben werden, der ohnehin schon unterwegs ist. Umweltfreundlich, effizient und erfreulich für die Kunden – das sind die Prinzipien von „GREEN TO HOME“. 

Regionalität fördern und Nachhaltigkeit in der (Zustell-)Logistik umsetzen, das sind die Eckpfeiler von „GREEN TO HOME“ für Unternehmen. Um regionale Händler, Dienstleister und Betriebe beim Vertrieb über das Internet zu unterstützen, können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen auf einem eigenen Online-Marktplatz präsentieren und verkaufen. „Damit entsteht eine vernetzte, nachhaltige und wertschöpfungsorientierte moderne City-Logistik. Bestellte Waren werden exklusiv mit dem Service von GTH direkt mit und beim Händler abgewickelt und zugestellt. Für die Nutzung der kontinuierlich aufgebauten Mobilitätsplattform können sich Fahrer anmelden und Fahrzeuge teilen sowie Laderäume gemeinsam nutzen“, so Punzet.

Auch Bezirksstellenobmann Martin Fürndraht (Mödling) zeigt sich begeistert: „Wir wollen ein Wohlfühlen im Ort schaffen und gleichzeitig die regionale Wirtschaft stärken. Das Projekt ‚GREEN TO HOME’ vereint Logistik und Regionalität.“ 

Logistik2030+

Das Projekt Logistik 2030+ setzen Land Niederösterreich, Stadt Wien, Wirtschaftskammer Niederösterreich und Wirtschaftskammer Wien mit Projektunterstützung von denkstatt und ECONSULT um.

Bis 2030 wird in Wien ein Bevölkerungszuwachs auf zwei Millionen Einwohner und in der weiteren Region auf drei Millionen Einwohner erwartet. Dies wird unter anderem eine deutliche Zunahme des Verkehrs mit sich bringen. Alleine der Straßengüterverkehr in Niederösterreich könnte bis 2030 um 23 Prozent (Basis 2008) zunehmen.

Die Projektziele von Logistik2030+:

  • Lösung von Nutzungskonflikten im fließenden und ruhenden Güter- und Individualverkehr.
  • Einsparung von CO2.
  • Reduktion des Verkehrsaufkommens ohne Verluste bei Leistung und Qualität.
  • Entwicklung von Logistik- und Verkehrskonzepten, die auf einen breiten Konsens stoßen.
  • Entwicklung und Begleitung von Pilotprojekten.


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