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WKNÖ schickt 24 Lehrlinge „auf die Walz“ nach England und Nordirland

"Ein Auslandspraktikum stellt eine tolle Erfahrung für Lehrlinge dar", betont WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

© Andreas Kraus Gruppenbild der „Walz-Lehrlinge“ mit Präsidentin Sonja Zwazl und Direktor Franz Wiedersich.

Auslandserfahrungen lohnen sich nicht nur für Studierende, sondern auch für unsere „Fachkräfte von morgen“: Aus dieser Überzeugung heraus schickt die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) unter dem Motto „Let’s Walz“ 24 Lehrlinge vom 3. bis 30. September zu einem vierwöchigen Auslandspraktikum nach Portsmouth (England) bzw. in die nordirische Hauptstadt Belfast. „Unsere Lehrlinge können damit neue Arbeitsweisen, Orte, Regionen und Länder kennenlernen, ihre Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und jede Menge Lebenserfahrung sammeln“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl bei einem Festakt in der Wirtschaftskammer Niederösterreich in St. Pölten, bei dem den ausgewählten Lehrlingen ihre Stipendien überreicht wurden. 

Plätze aufgrund der Fülle an Bewerbungen aufgestockt

Um das Auslandspraktikum bewerben konnten sich alle Lehrlinge aus niederösterreichischen Unternehmen ab dem 2. Lehrjahr. Die Zahl der eingelangten Bewerbungen hat dabei ebenso alle Erwartungen übertroffen wie die hohe Qualität und Kreativität der Bewerbungen: Insgesamt 154 Bewerbungen von Lehrlingen aus 137 Lehrbetrieben gingen bei der WKNÖ ein. Entsprechend schwierig war es für die Jury, aus den Bewerbungen anhand objektiver Kriterien 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auszuwählen. „Ursprünglich sind wir von acht Auslandspraktika ausgegangen. Aufgrund des überwältigenden und erfreulich großen Interesses haben wir nun die Zahl der verfügbaren Plätze innerhalb kürzester Zeit auf 24 verdreifacht“, betonte Zwazl – was durchaus eine Herausforderung war, da es dabei ja nicht nur um die Finanzierung ging, sondern auch darum, in England beziehungsweise Nordirland die entsprechenden Praktikumsplätze „aufzustellen“.

Erfahrungen lohnen sich für Lehrlinge und ihre Ausbilderbetriebe

Die Finanzierung erfolgt durch die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Landesinnungen der Friseure und der Tischler, sowie den Landesgremien für den Lebensmittelhandel bzw. für den Handel mit Mode und Freizeitartikeln und die Hypo Niederösterreich. Um die operative Umsetzung kümmert sich das Institut für Fachkräfteaustausch (IFA).  Besonders herzlich dankte Zwazl den Lehrbetrieben, die ihren Lehrlingen dieses Auslandspraktikum ermöglichen. „Sie haben damit die richtige Entscheidung getroffen, denn die jungen Menschen werden mit neuen Erfahrungen zurückkommen, die sich für die Lehrlinge ebenso lohnen wie für ihre Ausbilderbetriebe.“ 

Die Bedeutung von Auslandserfahrungen für Lehrlinge belegt auch, dass solche Auslandserfahrungen laut dem Arbeitsprogramm der Bundesregierung künftig besser gefördert werden sollen. Zwazl: „Wer bei einem Auslandspraktikum war, hat einfach ein Stück mehr Lebenserfahrung, erweitert sein Knowhow, schafft neue Beziehungen zwischen dem eigenen Ausbilderbetrieb und dem Gastunternehmen und trägt überdies den guten Ruf unserer Lehre quasi in die Welt.“ Zwazls Ziel ist es, möglichst vielen weiteren Bewerberinnen und Bewerbern, die jetzt nicht zum Zug gekommen sind, ein Auslandspraktikum zu ermöglichen.

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