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Lehrlingsbefragung 2021: 90 Prozent wissen, dass ihr Beruf Zukunft hat und 90 Prozent sind mit der Ausbildung im Betrieb zufrieden

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker: „Unsere Betriebe leisten hervorragende Arbeit. Doch es gilt die Lehre noch stärker in den Fokus zu rücken und ihr Image zu verbessern.“

v.l.n.r.: Abteilungsleiter Bildung WKNÖ Stefan Gratzl, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Studienleiter und Geschäftsführer von Dr. Angerer Marketing Research & Consulting Thomas Angerer
© Tanja Wagner v.l.n.r.: Abteilungsleiter Bildung WKNÖ Stefan Gratzl, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Studienleiter und Geschäftsführer von Dr. Angerer Marketing Research & Consulting Thomas Angerer

Die Lehre zählt zu den wichtigsten Instrumenten im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel. Doch was denken die Lehrlinge selbst über ihre Ausbildung, warum haben sie sich für dieses Modell entschieden, was sind ihre Wünsche und Vorstellungen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden und zielgerichtet agieren zu können, führt die Wirtschaftskammer NÖ in Kooperation mit Dr. Angerer Marketing Research & Consulting regelmäßig Befragungen durch. Bei der Untersuchung 2021 haben 3.715 Lehrlinge (knapp 25 Prozent) mitgemacht.

Das zentrale Ergebnis: Knapp 90 Prozent der Lehrlinge sind mit der Ausbildung im Betrieb zufrieden. „Unsere Betriebe leisten hervorragende Arbeit, selbst in so herausfordernden Zeiten einer Pandemie“, betont WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und ergänzt: „Die Lehre liegt im Trend, sie ist am Puls der Zeit und eröffnet jungen Menschen sämtliche Möglichkeiten. Das wissen auch die Lehrlinge selbst, denn 90 Prozent der Befragten halten ihren Beruf für einen Zukunftsberuf.“

Sehr hohe Zufriedenheit mit Berufswahl und Ausbildung

„Auffallend hoch liegt bei den Lehrlingen die Zufriedenheit mit der Entscheidung für den eigenen Lehrberuf: 78 Prozent sind damit sehr zufrieden, 19 eher zufrieden und nur 1 Prozent ist überhaupt nicht zufrieden“, geht Thomas Angerer, Geschäftsführer von Dr. Angerer Marketing Research & Consulting, in die Tiefe. „Mit der konkreten Ausbildung im Lehrbetrieb sind 73 Prozent sehr zufrieden und 22 eher zufrieden. Auch hier ist lediglich 1 Prozent überhaupt nicht zufrieden. Interessant ist, dass diese hohen positiven Werte über alle Fachbereiche hinweg gegeben sind.“

Lehrlingszahlen steigen – ebenso der Arbeitskräftemangel

Die Lehrlingszahlen steigen, ebenso jene der Lehrbetriebe. 2021 hat die Zahl der Lehranfänger gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent zugenommen – von 4.455 auf 4.790 Lehrlinge. Dennoch: Jede 10 Stelle in NÖ kann nicht besetzt werden. Das sind 45.000 Arbeitskräfte und 400 Millionen Euro im Jahr, die der Personalmangel kostet – Tendenz steigend. „Das entspricht einem BIP-Wachstum von 0,7 Prozent, das nicht realisiert werden kann“, nennt Ecker die Ergebnisse einer jüngst durchgeführten Studie zum Arbeitskräftemangel und betont: „Unsere effektivste Waffe im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel ist die Lehre. Wer selbst ausbildet, kann dem Arbeitskräftemangel in seinem Betrieb am ehesten entgegenwirken und sicherstellen, dass er Mitarbeiter erhält, die den Bedürfnissen seines Unternehmens am besten entsprechen. Und wir müssen die Lehre als praxisorientierte Ausbildung, die alle Karrierewege öffnet, auch bildungspolitisch stärker ins Zentrum rücken. Davon profitieren die jungen Menschen und die Unternehmen gleichermaßen.“

Image der Lehre steigern

Die Wirtschaftskammer NÖ setzt bereits zahlreiche Maßnahmen, um das Image der Lehre zu steigern. So bewirbt sie etwa das Modell Lehre nach Matura intensiv oder hat österreichweit einzigartig das Modell Lehre und Studium initiiert. „Es geht auch grundsätzlich darum, dass Menschen früher in die Berufswelt einsteigen. Die Lehre ist dafür die beste Form“, weiß Ecker. Auch in Sachen Berufsorientierung ist die WKNÖ sehr aktiv – die Maßnahmen reichen vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter. „Seit vielen Jahren bieten wir nun schon zum Beispiel den Talente Check an. Unserer Schnupperlandkarte gibt einen guten Überblick, welche Betriebe Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Berufe näher kennen zu lernen. Und mit unserer Webinar-Reihe ,Elternpower‘ richten wir uns speziell an die Eltern, die bei der Berufswahl ihrer Kinder eine entscheidende Rolle spielen“, gibt der Präsident einen Überblick. „Wir haben uns auch ein Jahr lang intensiv mit dem Generationenmanagement auseinandergesetzt. Mit einem Leitfaden und einer digitalen Vortragsreihe unterstützt die WKNÖ Unternehmen dabei, junge Menschen zu gewinnen, zu binden und zu führen.“ Die neue Vortragsreihe mit Experten-Vorträgen und Podiumsdiskussionen ist mit 26. Jänner gestartet.

 

Die Ergebnisse der Lehrlingsbefragung im Überblick

  • Gründe für die Lehre: Die Top drei sind unverändert – „Weil mir die praktische Arbeit Spaß macht“ (71 Prozent), „Weil ich schon eigenes Geld verdienen wollte“ (63 Prozent) und „Weil ich dadurch später gute Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten habe“ (42 Prozent).
  • Nach wie vor befassen sich junge Menschen nach dem 14. Lebensjahr intensiver mit der Entscheidung, eine Lehre zu machen. Vor dem 12. Lebensjahr sind es nur 7 Prozent.
  • Im Vergleich zu den Vorstudien kommen mehr Personen aus der BHS/AHS (insgesamt 29 Prozent, 2018: 21,7 Prozent) in eine Lehre.
  • Entscheidungsstützen bei Berufswahl: Eltern (43%), Informationen über den Lehrbetrieb (z.B. Internet, 37%), Beschreibungen über Lehre und Lehrberufe im Internet (27 Prozent). Ranking 2018: Eltern (35,5), Berufsorientierungsunterricht an der Schule (10,8), Berichte von Personen, die Lehre abgeschlossen haben und nun im dem Beruf arbeiten (8,7 Prozent).
  • Lehrstellenwahl, wie die Lehrstelle gefunden wurde:  Durch private Kontakte (53 Prozent), durch Zufall (14 Prozent), durch die Firmenhomepage des Lehrbetriebs (13 Prozent). Ranking 2018: private Kontakte (46,4), Zufall (12,7), Beratungsstelle (9,4 Prozent).
  • Zufriedenheit mit der Entscheidung eine Lehre zu machen: Mittelwert 91,3 Prozent (0-100% Skala), 2018 waren es 87,5 und 2010 waren es 87,1 Prozent.
  • 89 Prozent (0-100% Skala) sind mit der Ausbildung im Lehrbetrieb zufrieden (2018: 86,7 Prozent).
  • „Mein Lehrberuf ist ein Zukunftsberuf: 90 Prozent stimmen zu.
  • Mein Lehrberuf ist ein Green Job: 50 Prozent stimmen zu.
  • Mein Lehrbetrieb hat mich während der COVID-Zeit gut ausgebildet: 89 Prozent Zustimmung.
  • Die Berufsschule hat mich während der COVID-Zeit gut unterrichtet: 69 Prozent Zustimmung.
  • Berufsschule hat mich während der COVID-Zeit gut über Distance Learning unterrichtet: 63 Prozent Zustimmung.

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