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Lean Management: Studie zeigt Vorteile

Immer mehr heimische Produktionsunternehmen setzen auf Lean Management. Eine aktuelle Studiezeigt die Bedeutung dieses Managementansatzes und macht deutlich, wo in der Wertschöpfungskette angesetzt werden muss, um diese effizient zu gestalten.

Grafik: „Lean Management in Produktions­unternehmen in Österreich“,
© Berndt Jung, Johann Wappis, Christian Edler Grafik: „Lean Management in Produktions­unternehmen in Österreich“
„Lean Management ist kein Projekt, sondern der Anspruch, Tag für Tag besser zu werden“, weiß Helmut Schwarzl, Geschäftsführer von Sanitärspezialist Geberit und Fachgruppenobmann Chemische Industrie NÖ, aus eigener Erfahrung. Denn seit 2007 beschäftigt sich Geberit mit Lean Management. Nach einer Einführungsphase wurde entschieden, die Produktion der Hauptläufer komplett neu auszurichten und in eine fließende Fertigung umzugestalten. Eine Analyse brachte überraschende Ergebnisse: Mit rund sieben Prozent ihrer Artikel erzielte Geberit 80 Prozent ihres Umsatzes.
Mit einer Wertstromanalyse wurden der Material- und Informationsfluss sowie die Durchlaufzeiten genauestens durchleuchtet und ein neues Layout für das gesamte Werk entwickelt. Mehr als 120 Maschinen, Anlagen und Vorrichtungen wurden bewegt, neue Infrastruktur geschaffen, Böden saniert und die Organisation umstrukturiert. Nach vier Jahren konnte eine Produktivitätssteigerung von 16 Prozent erreicht und die Durchlaufzeiten um mehr als 60 Prozent gesenkt werden.

Lean Management als Erfolgsgarant

Mit der Begeisterung für Lean Management steht die Firma Geberit nicht alleine da: 85 Prozent der Unternehmer sagen, dass Lean Management für den Erfolg ihres Unternehmes von großer Bedeutung ist. So ermöglichte eine umfassende Digitalisierungsstrategie und der Einsatz der Supply Chain Management Plattform SPOT auch dem Unternehmen cargo-partner, seine Waren- und Informationsflüsse zu optimieren.
Supply Chain Management (SCM) hat das Ziel, den Fluss von Waren, Informationen, Geld und Personen über die komplette Länge einer Wertschöpfungskette, also vom Lieferanten der Rohstoffe bis hin zum Endkunden, zu planen, zu steuern und zu optimieren.
Um den Betrieben die Umsetzung von Lean Management zu erleichtern – mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Kunden optimal zu erfüllen – wurde eine Studie von der Unternehmensplattform StEP-Up durchgeführt. „Diese Studie gibt Unternehmern eine profunde Übersicht über den Umsetzungsgrad von Lean Management und bietet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Betriebe“, erklärt Veit Schmid-Schmidsfelden, Geschäftsführer der Rupert Fertinger GmbH und Obmann der Fachgruppe Metalltechnische Industrie NÖ.

Nachhaltige Verbesserungen
Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, dass die Verbesserungen durch Lean Management nachhaltig sind. „Als wichtiger Erfolgsfaktor für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit hat Lean Management in vielen Unternehmen bereits Einzug gehalten. Der Einsatz beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Produktion, sondern bezieht alle produktionsnahen und indirekten Bereiche mit ein – unabhängig von der Industriebranche“, weiß Veit Schmid-Schmidsfelden.

Hauptmotive für den Einsatz von Lean Management im Unternehmen sind die Verbesserung der Qualität (88 Prozent), die Senkung der Kosten (87 Prozent) und die Verringerung der Durchlaufzeit (71 Prozent). 94 Prozent aller Befragungsteilnehmer nannten die Produktion als einen Schwerpunkt für Verbesserungsarbeit. An zweiter Stelle lag die Logistik (71 Prozent), an dritter Stelle die Qualitätssicherung (69 Prozent), danach die Produktionsplanung (67 Prozent) und die Entwicklung (64 Prozent).

Eckdaten

Unter Lean Management wird ein Managementansatz verstanden, der das Ziel verfolgt, mit verschwendungsfreien und ausgeglichenen Prozessen, ohne Überlastung der Kapazitäten im Kundentakt Produkte zu produzieren beziehungsweise Dienstleistungen zu erbringen, die die Kunden begeistern.

Wesentliche Erfolgsfaktoren für die Umsetzung dieses Konzeptes sind die Verankerung der Lean-Philosophie in den Köpfen der Führungskräfte und Mitarbeiter sowie die zielorientierte und richtige Anwendung bewährter Lean-Methoden.

"Lean Management in Produktionsunternehmen in Österreich. Studie | Trendbarometer 2018" - zu beziehen unter:
www.step-up.at/pub_studien.php

Weiterbildungen: Lean Production- und Lean Administration-Qualifizierungen (zum Beispiel: Yellow Belt, Green Belt, Black Belt).

www.step-up.at


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